Nur noch schnell die Mails checkenWarum eine gute Work-Life-Balance so schwierig ist

In der Freizeit Mails checken, vom Café aus arbeiten, immer erreichbar sein: Was sich inzwischen normal anfühlt ist in Wahrheit ganz schön gefährlich. Wie steht es um deine Work-Life-Balance?

Work Life Balance: Test und Tipps für mehr Gleichgewicht

Das digitale Zeitalter ist toll. Es ermöglicht uns mehr Freiheit denn je, vor allem im Berufsleben. Feste Arbeitszeiten und ein fixer Arbeitsort waren gestern. Wir sind immer und überall digital vernetzt und erreichbar. Maximale Flexibilität, statt festgezurrter Prinzipien. Nicht mal unsere Freizeit ist heute noch fest definiert. Und genau das ist nicht immer gut – denn die Work-Life-Balance bleibt längerfristig auf der Strecke.

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Vorsicht vor Work-Life-Blending

Work-Life-Blending nennt sich das, was man als die Schattenseite der modernen Arbeitswelt bezeichnen könnte. Beruf und Privatleben gehen längst nicht mehr nur Hand in Hand, sondern sind derart eng verschlungen, dass es uns fast den Atem raubt.

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Abends auf dem Sofa noch kurz Mails checken, in den Ferien dem Chef ständig via Whatsapp Fragen beantworten und im Homeoffice nebenbei für die Kinder kochen: Was hier passiert, ist weder Fisch noch Vogel und hat nicht viel mit einer gesunden Work-Life-Balance zu tun. Denn das Gleichgewicht, das wir benötigen, um während der Arbeit konzentriert, motiviert und effizient zu sein, verträgt keine Vermischungen. Zugegeben; die perfekte Work-Life-Balance zu finden, ist nicht immer einfach. Aber mit den richtigen Tipps und etwas Übung klappt's.

Work-Life-Balance-Test: Wie ausgeglichen bist du?

Work-Life-Balance-Test
  • Schaust du mehr als drei Mal pro Stunde auf dein Handy?
  • Fühlst du dich oft gestresst, gehetzt und so als hättest du etwas Wichtiges vergessen?
  • Sind Treffen mit Freunden seltener geworden?
  • Nimmst du regelmässig Arbeit mit nach Hause?
  • Arbeitest du oft länger als acht Stunden täglich?
  • Hast du ein schlechtes Gewissen?

Wenn Du mehr als zwei Fragen dieses Schnelltests mit Ja beantwortet hast, solltest du unbedingt unseren ausführlicheren Work-Life-Balance-Test machen.

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Work-Life-Balance: Mit diesen Tipps klappt’s

Vergiss dein Handy

1 Unsere Smartphones sind Fluch und Segen zugleich. Wer einfach mal Ruhe vom Job und dem Rest der Welt haben will, lässt sein Telefon daher hin und wieder einfach in der Schublade oder schaltet es aus. Der Work-Life-Balance tut die Ruhe extrem gut; auch wenn es sich anfangs ungewohnt anfühlen mag, nicht immer erreichbar zu sein. Apps wie Moment (trackt deine Screentime) oder ShutApp (sperrt dein Handy für einen gewählten Zeitraum) helfen dabei.

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Ordnung halten

2 Unordnung stresst unterbewusst und wirkt damit negativ auf unsere Work-Life-Balance. Der Anblick von Unordnung weckt nämlich immer den Anschein einer unerledigten Aufgabe. Nimm dir daher täglich ein paar Minuten Zeit, um am Arbeitsplatz, aber auch daheim Ordnung zu schaffen.

To-do-Listen

3 Listen abzuhaken fühlt sich herrlich an. Der weitere Vorteil von To-do-Listen: Man kann nichts mehr vergessen und muss daher auch keine quälenden Gedanken an irgendwelche Aufgaben während der Freizeit im Hinterkopf behalten. Einfach für später aufschreiben und abschalten. Oder probiere doch mal ein Bullet Journal aus.

Räumliche Trennung

4 Ein separates Arbeitszimmer oder ein Plätzli in einem Coworking Space schaffen nicht nur räumlich eine Trennung zwischen Job und Privatleben, sondern auch mental.

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Feste Zeiten

5 Ein Stundenplan, so wie früher in der Schule, wirkt auf den ersten Blick vielleicht einschränkend, schafft in Wahrheit aber echte Freiräume für ein Gleichgewicht zwischen privater und beruflicher Zeiteinteilung. Trage dir für jeden Tag feste Arbeits- und Freizeit-Zeitfenster ein; idealerweise auch gleich mit den entsprechenden To-do’s oder Meetings.

Bewegung macht frei

6 Einfach von Beruf auf Freizeit umzuschalten, fällt dem Kopf meist gar nicht so leicht. Doch der Körper kann ihm dabei helfen: Bewegung bringt uns auf andere Gedanken und macht sprichwörtlich den Kopf frei. Für eine gesunde Work-Life-Balance integriert man daher am besten viele kleine Bewegungseinheiten in den Alltag. Vielleicht gehst du vom Job zu Fuss nach Hause oder unternimmst nach einer grösseren erledigten Aufgabe einen Mini-Spaziergang.

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Sei professionell

7 Abends um halb elf noch eine Mail zu schreiben ist in den wenigsten Fällen produktiv. Und damit auch nicht professionell. Wer sich dennoch innerlich gezwungen fühlt, permanent erreichbar und zur Stelle zu sein, kann sich mit einem einfachn Gedanken ein wenig zur Professionalität und damit tatsächlich zu einer besseren Work-Life-Balance erziehen.

Das Trennen von Beruf und Freizeit ist nicht nur ein gesundheitliches Gebot, sondern auch Voraussetzung, um einen guten Job zu machen. Also sei professionell und überprüfe jeden Gedanken, jede Handlung und jedes Gespräch kurz auf sein Timing und damit auf deine Work-Life-Balance.

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Titelbild: EmirMemedovski/E+

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