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No more Tinnitus Gehör und Gesundheit: So schützt du deine Ohren gegen Erkrankungen

Unsere Ohren gehören mit zu den empfindlichsten Organen unseres Körpers. Der Mensch kann mit einem gesunden Ohr selbst leiseste Geräusche wahrnehmen und gleichzeitig für einen kurzen Zeitraum extreme Lautstärken überstehen. Unser Hörsystem dient uns gleichzeitig zum Teil der Orientierung und es hilft uns unser Gleichgewicht zu halten. Deshalb ist es so wichtig, dass du immer gut auf dein Gehör achtest und Erkrankungen, wie etwa Tinnitus, vermeidest. Tinnitus betrifft einen grossen Teil der Bevölkerung. Wir zeigen dir, wie du deine Ohren schützt und dagegen vorgehen kannst.

Ein Ohr schaut hinter einer weissen Wand heraus
© Unsplash / Franco Antonio Giovanella

Das Gehör hat eine Vielzahl von Funktionen für deinen Körper. Deshalb spielt es für deine Gesundheit eine besonders grosse Rolle. Zunächst geht es um die auditive Wahrnehmung. Das bedeutet, dass du mit deinen Ohren hörst.

Menschen nehmen einen Frequenzbereich zwischen 20 und 20.000 Hertz wahr, wobei der angenehmste Bereich zwischen 500 und 4.000 Hertz liegt.

Neben der auditiven Wahrnehmung ist das Gehör für das Gleichgewicht verantwortlich. Ohne das Gehör wäre dir wohl ziemlich häufig schwindelig. Schütze dein Gehör also so gut es geht, damit du es dir bewahrst und Erkrankungen wie einen Tinnitus verhinderst.

Was ist Tinnitus?

Etwa 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung sind von Tinnitus betroffen. Vor allem chronischer Tinnitus kann sich erheblich auf die Lebensqualität auswirken. Denn es handelt sich dabei um eine Hörstörung in Form einer akustischen Empfindung. Einfach gesagt, du hörst konstant ein Geräusch in deinem Ohr, beziehungsweise beiden Ohren, das aber eigentlich nicht da ist. Ebenso gibt es viele verschiedene Ursachen oder Krankheiten, die einen Tinnitus auslösen können. So ist etwa Morbus Menière eine Erkrankung auf Basis eines Überdrucks im Innenohr, die unter anderem einen Tinnitus auslösen kann.

Die Geräusche an sich sind von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Die einen nehmen es als Pfeifen, Piepen oder Rauschen wahr, für andere ist es ein Brummen oder Zischen. Die Art der Geräusche ist also so unterschiedlich wie die Menschen selbst.

Manche Menschen kommen ganz gut mit diesen Geräuschen klar. Für manch andere sind sie jedoch kaum auszuhalten, weshalb bei ihnen das tägliche Leben beeinträchtigt wird. Konzentrations-, Schlaf- und Gleichgewichtsstörungen sind möglicherweise die Folge.

Verschiedene Symptome

Das Hauptsymptom eines Tinnitus sind wohl die Geräusche im Ohr. Je nach Lautstärke der Umgebung können die Geräusche stärker oder schwächer wahrgenommen werden. In einer belebten Umgebung kann es sein, dass du den Tinnitus gar nicht wahrnimmst.

Willst du in einer leisen Umgebung zur Ruhe kommen, beispielsweise vorm Einschlafen im Bett, wirkt er umso lauter. Das hindert dich wiederum am Einschlafen.

Daneben gibt es noch eine Reihe weiterer Symptome, die begleitend zu den Ohrgeräuschen auftreten können.

  • das Gefühl von Druck im Kopf oder direkt am Ohr
  • Konzentrationsprobleme
  • leichte Reizbarkeit, Nervosität
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Verspannungen im gesamten Körper
  • Geräuschempfindlichkeit
  • Schmerzen im Ohr

Vielfältige Ursachen für Tinnitus

Leider lassen sich die Ursachen für eine Tinnitus-Erkrankung nicht immer herausfinden. In etwa 40 Prozent aller Krankheitsfälle bleibt die Ursache für das Problem unbekannt und lässt sich nicht identifizieren. Dann lassen sich jedoch Vermutungen anstellen.

Lassen sich körperlich keine Auffälligkeiten feststellen, kann emotionaler Stress ein Grund für Tinnitus sein. Die Erkrankung ist dann also psychosomatisch.

Daneben kann ein Tinnitus auf Ohrerkrankungen, neurologische Ursachen, Infekte oder Unverträglichkeiten bei bestimmten Medikamenten zurückgeführt werden. Daneben gibt es noch den sogenannten Geräusch-induzierten Tinnitus, also wenn Lärm für einen vorübergehenden oder dauerhaften Tinnitus ursächlich ist.

Um die genaue Ursache zu klären, solltest du deinen Hausarzt oder den HNO deines Vertrauens aufsuchen, um alles Weitere zu klären.

Behandlung von Ohrgeräuschen

Wenn die Diagnose steht und anhand unterschiedlichster Methoden herausgefunden wurde, um welche Art des Tinnitus es sich bei dir handelt, kannst du ihn behandeln lassen. Es gibt zwar kein Allheilmittel, doch es gibt einige gute Therapieansätze, die dir dabei helfen können, die Symptome zu mildern.

Besonders zu erwähnen sind hier die Klangtherapie, bei der das Gehör von den Ohrgeräuschen abgelenkt wird, und verschiedene Verhaltenstherapien. Sie sollen deine emotionale Reaktion auf die Erkrankung verändern und dabei helfen, deine Lebensqualität wieder zu steigern.

Daneben gibt es noch weitere, experimentelle Methoden, um gegen Tinnitus anzugehen.

Tinnitus ist heilbar

Grundsätzlich ist Tinnitus heilbar. Dabei ist es jedoch wichtig, dass die Ursache für die Ohrgeräusche herausgefunden wird. Wird die Ursache erfolgreich therapiert, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass der Tinnitus verschwindet. Dabei ist die Beratung durch einen guten HNO-Arzt unerlässlich.

Ist der Tinnitus weniger schwerwiegend, ist es möglich, dass er mit der Zeit von allein verschwindet oder eben schwächer wird. Je länger der Tinnitus andauert und du nichts dagegen unternimmst, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass er sich zu einer chronischen Erkrankung entwickelt.

Grundregeln, um das Gehör zu schützen

Damit es gar nicht erst soweit kommt, kannst du jedoch so einiges unternehmen.

  • Halte deine Ohren sauber, am besten mit warmem Wasser, einer milden Seife und einem weichen Handtuch.
  • Wattestäbchen solltest du dazu nicht verwenden.
  • Stecke keine Fremdkörper in deine Ohren. Du könntest wie bei den Wattestäbchen deinen Gehörgang verletzen.
  • Schütze dein Gehör in einer lauten Umgebung.
  • Vermeide Stress, so gut es geht.

Fazit

Schütze dein Gehör so gut es geht. Dann bist du auch gegen Erkrankungen wie die lästigen Ohrgeräusche geschützt. Falls doch ein Tinnitus auftreten sollte, zögere nicht und suche einen Arzt auf.

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