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BITTE NOCH 5 MINUTEN!Schlafphasenwecker im Redaktionstest

Geweckt werden, aber das Gefühl haben von selbst aufgewacht zu sein - das verspricht der Schlafphasenwecker von aXbo. Unsere Redakteurin hat sieben Nächte darüber geschlafen.

Schlafphasen-Wecker im Test

Würdest du gerne leichter aufstehen, dich besser fühlen und mit mehr Energie in den Tag starten? Ich auch. Kein Wunder bin ich gleich dabei, als ich gefragt werde, ob dich dieses kleine Wunderding, das alles können soll, testen möchte. Der aXbo Schlafphasenwecker soll in einem Fast-Wach-Moment wecken und so das Aufstehen erleichtern. Super, denke ich und kann den nächsten Morgen kaum erwarten.

Bonjour! Schlafphasenwecker–Test Tag 1

Zu Hause wird der Schlafphasenwecker auch gleich ausgepackt und etwas genauer unter die Lupe genommen. Design-Test bestanden: Das quadratische Gerät mit halbdurchsichtigem Display macht sich ganz gut auf meinem Nachttisch. Das hat aber auch seinen Preis, 250 Franken sind nicht gerade ein Schnäppchen.

Ebenfalls im Paket sind zwei graue Pulswärmer mit integriertem Sensor. Der aXbo Wecker soll nämlich so klug sein, und zwei Menschen gleichzeitig überprüfen und zur besten Zeit wecken können. Na dann, Schatz daher! Wir streifen beide unsere Pulswärmer über und wählen unsere individuellen Weckgeräusche. Bei mir soll es Vogelgezwitscher sein, bei Rolf ein sanftes Trommeln.

Ich stelle meine späteste Weckzeit auf 7 Uhr. In der halben Stunde vor 7 Uhr soll der Schlafphasenwecker nun mit Hilfe meiner Körperbewegungen den optimalen Weckzeitpunkt ermitteln.

Schlafphasen-Knowhow: Warum in einer Fast-Wach-Phase wecken

axbo schlafphasenweckerDer Mensch durchläuft vier bis sechs Schlafphasen pro Nacht. Jeder Zyklus dauert etwa eineinhalb Stunden. Während den Einschlaf- und Leichtschlafphasen sinkt der Blutdruck und wir beginnen uns zu entspannen. Die Tiefschlafphasen sind die erholsamsten. Die Muskeln sind entspannt, Puls und Atmung verlangsamt. Werden wir in einer Tiefschlafphase geweckt, fällt das Aufstehen und Aufwachen besonders schwer.

Dazwischen gibt es die Fast-Wach-Momente, die wir selbst aber kaum wahrnehmen. In diesen kurzen Zyklen drehen wir uns, ziehen die Decke hoch oder suchen eine neue Schlafstellung. Genau diese Fast-Wach-Phase ist laut axbo die beste Zeit, um erholt und einfach aufzuwachen. Da wir uns dann auch am meisten bewegen, merkt der Sensor im Armband die Aktivität und schlägt Alarm. Klingt logisch.

Schlafphasenwecker für zwei Personen gleichzeitig

Rolf steht normalerweise eine halbe Stunde vor mir auf. Da wache ich natürlich meistens auch auf und döse bis mein Wecker klingelt. aXbo aber behauptet, dass durch das Aufwecken in der Fast-Wach-Phase nur ein leises Signal nötig ist um geweckt zu werden und so der Partner nicht gestört wird. Leider hat dies bei uns in der ersten Nacht mit Schlafphasenwecker nicht funktioniert. Rolfs Trommeln fingen leise an zu schlagen und auch ich war wach. Er selbst drehte sich im Bett und bat um zehn weitere Minuten. Naja, aber was klappt schon gleich beim ersten Mal?

Schlafphasenwecker-Test: 7 Tage, 7 Nächte

Die anderen Nächte teste ich den aXbo Schlafphasenwecker alleine und entdecke mein Lieblingsextra: Die Chillout Sounds mit Klängen wie von Möven oder Grillen, die das Einschlafen erleichtern sollen. Sehr entspannend.

Am Morgen darauf klingelt der Wecker um 6.30 Uhr – genau eine halbe Stunde bevor ich normalerweise aufstehe. Ich hätte zwar locker noch weiterschlafen können, aber zwinge mich hoch. Schliesslich möchte ich wissen, ob ich mich während des Tages wirklich ausgeruhter und energiegeladener fühle.

Ich gehe meiner morgendlichen Routine nach: Zähne putzen, duschen, schminken. Und siehe da, ich bin ganze 20 Minuten zu früh fertig. Was mache ich denn mit der restlichen Zeit bis mein Bus fährt? Ich setze mich nochmals aufs Bett und lese Zeitung. Auch den restlichen Tag fällt mir keine sonderliche Veränderung auf. Noch immer brauche ich meinen morgendlichen Kaffee um zu starten und schaffe wie gewohnt gleich viele Beiträge wie jeden Tag.

Grüsse aus dem Schlummerland: Bitte, noch 5 Minuten!

Tag drei – wieder weckt mich der Superwecker eine halbe Stunde vor 7 Uhr. Dieses Mal habe ich keine Lust und bleibe liegen. Was mir zum Verhängnis wird! Da der Schlafphasenwecker ohne spezielles Update keine Schlummerfunktion beinhaltet, schlafe ich seelenruhig wieder ein und reisse meine Augen zehn Minuten bevor mein Bus fährt auf. Nein, verschlafen! Und das obwohl aXbo verspricht, dass verschlafen unmöglich sei. Von erholsamem Aufstehen kann ich auch diesen Morgen nicht sprechen. An den anderen vier Morgen schlafe ich zwar nicht wieder ein, fühle mich aber nicht sanfter geweckt und energiegeladener.

Mein Fazit nach einer Woche mit dem Schlafphasenwecker

Langsam frage ich mich ob ich selbst einfach zu routiniert für einen Schlafphasenwecker bin? Ob meine innere Uhr einfach zu gut funktioniert? Ich habe auch ohne Schlafphasenwecker keine besonderen Schwierigkeiten morgens aufzustehen, mit meinen sieben bis acht Stunden Schlaf verspüre ich keine Müdigkeit während des Tages - und meine innere Uhr weckt mich meistens schon zwei bis drei Minuten bevor mein normaler Wecker klingelt.

Auch meine morgendliche Routine habe ich perfekt auf 30 Minuten eingestellt. Ich brauche nicht weniger und nicht mehr Zeit um mich fertig zu machen.

Test-Fazit: Bestimmt ist der Schlafphasenwecker eine gute Sache, aber vielleicht nicht für jeden gleich gut gemacht.

Bild: Unsplash

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