Schluss mit Stress!Die besten Tipps für mehr Ausgeglichenheit

Stressphasen gibt es in unserem Leben immer wieder. Doch lang anhaltender Stress macht krank. Laut WHO ist Stress sogar das grösste Gesundheitsrisiko unserer Zeit. Wie Stress entsteht, wie er sich äussert und wie Sie Stress mit ein paar simplen Alltagsgewohnheiten leichter bewältigen.

Tipps zum Umgang mit Stress

Kaum ein Wort kling abgegriffener als Stress. Und doch, kaum ein Lebensbereich scheint davon unberührt. Stress im Job, Stress in der Beziehung, Freizeitstress – überall scheinen wir mehr zu wollen und mehr zu müssen. Auf Dauer macht uns das krank. Weil unser Körper nur auf unsere Stresswahrnehmung reagiert, können wir Stress allerdings durch unser Denken und unsere Gewohnheiten in den Griff kriegen. Lesen Sie hier wie Stress entsteht, wie Sie lernen seine Symptomatik zu deuten und wie Sie dagegen ansteuern können.

Wie Stress entsteht

Stress ist im Grunde nichts anderes als eine Reaktion unseres Körpers auf eine zunehmende Belastung und hat im Grunde ein sehr nützliche Funktion. Erscheint uns eine Situation bedrohlich oder unangenehm, rüstet der Körper zum Kampf oder zu Flucht auf, indem er die Hormone Adrenalin und Noradrenalin ausschüttet. Auch wenn wir heut nur noch selten flüchten oder kämpfen müssen, soll uns die Stressreaktion vor äusseren Feinden schützen, indem er den gesamten Körper in Anspannung versetzt. Heute sind es vor allen Dingen Zeitdruck, emotionale Konflikte und Reize aus der Umwelt, die unseren Körper unter Stress setzen und auf die wir mit körperlicher Energieentladung nicht angemessen reagieren können. Die Folge: Stehen wir häufig und über längerem Zeitraum unter Stress, führt dies zu einer chronischen und ungesunden Anspannung, die sich in unterschiedlichen Symptomen auf unterschiedlichen Ebenen äussert.

Stress auf vier Ebenen

Chronischer Stress beeinträchtigt unsere Lebensqualität. Und zwar auf vier verschiedenen Ebenen.

1. Stress stört das Gleichgewicht

Auf der so genannten vegetativ-hormonellen Ebene gerät unser Körper durch zu viel Stress aus dem Gleichgewicht. Um sich einer stärkeren Beanspruchung anzupassen, schüttet unser Körper vermehrt die Hormone Adrenalin, Noradrenalin, Testosteron und Cortisol aus. Auf Dauer ist dies allerdings für den Körper ungesund. Die Nebenwirkungen von hormonellem Stress sind:

  • Trockener Mund, ein Kloss im Hals, weiche Knie, übermässiges Schwitzen
  • Herz-Kreislauf-Beschwerden, geringer Blutdruck, Schwindelgefühle
  • Magenbeschwerden, Verdauungsprobleme
  • Schlafstörung und Müdigkeit
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Atembeschwerden
  • Allergien

2. Stress zeigt sich in körperlicher Anspannung

Ganz automatisch spannen wir unter Stress bestimmte Körperpartien an. Auch dies soll unseren Körper in höhere Leistungsbereitschaft versetzen, so dass wir beispielsweise in Notsituationen schneller flüchten können. Langfristig äussert sich dies vor allem in spürbaren Verspannungen. Die klassischen muskulären Stressfolgen sind:

  • Angespanntes Gesicht, Stirnrunzeln, Zähneknirschen, nervöse Zuckungen
  • Unruhige Beine, Fingertrommeln, Fusswippen
  • Rücken- und Nackenschmerzen
  • Neigung zu Krämpfen
  • Spannungskopfschmerzen

3. Stress ist auch Kopfsache

Stress spielt sich auch auf der kognitiven Ebene ab. Gedanken wie «Das klappt niemals!», «Das kann ja nur schief gehen!» und «Immer passiert das mir!» sind erste Anzeichen für kognitiven, durch das vor allem negative Denken und Wahrnehmen geprägten Stress. Auf Dauer kann er unser Gehirn vernebeln durch…

  • Denkblockaden, Vergesslichkeit, Blackouts
  • Kreisende Gedanken, Tagträume, Konzentrationsstörungen
  • Alpträume, Wahrnehmungsstörungen, Realitätsflucht

4. Stress sorgt für schwankende Gefühle

Kann Stress nicht mithilfe Entspannungstechniken abgebaut werden, kann er zu emotionaler Unausgeglichenheit und Gefühlsschwankungen bis hin zu Depressionen führen. Die häufigsten emotionale Stressreaktionen sind:

  • Panikattacken, Schreckhaftigkeit
  • Wut und Aggression
  • Unzufriedenheit und Unsicherheit
  • Nervosität
  • Schlechte Laune, Depression
  • Das Gefühl, krank zu sein

Weitere Artikel