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Timing ist allesAuf diese 5 Zyklusapps kannst du dich verlassen

Mutter Natur lässt sich vielleicht nicht fernsteuern – aber dank moderner Zyklusapps deutlich besser kontrollieren. Ob mit oder ohne Kinderwunsch: Die besten Menstruationskalender im Check.

Digitaler Menstruationskalender: Die besten Zyklusapps

Wer noch rote Kreuze in den Kalender malt, lebt nicht nur seiner Zeit hinterher, sondern auch deutlich ungewisser, was Beginn und Verlauf seiner Periode angeht. Längst gibt es moderne Zyklusapps, die uns digital und pünktlich über den Beginn der Menstruation informieren. Und noch viel mehr können als das.

Ob tabellarische Beobachtungen des Temperaturverlaufs, Datensammlung über physisches und psychisches Befinden während des Zyklus, Errechnung der fruchtbaren Tage, Kontrolle von Gewicht und Eisprung oder das Informieren über Wissenswertes zum Thema Menstruation, Kinderwunsch und den weiblichen Körper: Zyklusapps sind echte Alleskönner, die nicht nur bei der Familienplanung nützlich sind. Wer zum Beispiel wissen will, wann er typischerweise unter Kopfweh leidet, wann er mit menstruationsbedingten Pickeln oder sonstigen individuellen Auffälligkeiten rechnen muss, wird diese Apps lieben.

Flo

Flo zählt zu den wohl bekanntesten und beliebtesten Zyklusapps. Dass die Bewertungen überwiegend positiv ausfallen, liegt wohl nicht nur an den vielfältigen Funktionen, sondern vor allem an der Benutzerfreundlichkeit sowie dem übersichtlichen Design, das bewusst auf überflüssige Details verzichtet.

Besonderheiten: Wie alle Zyklustracker sagt auch Flo den Beginn deiner Periode sowie den wahrscheinlichen Zeitraum deiner fruchtbaren Tage vorher. Hilfreich ist auch die Erinnerungsfunktion, die dich ans Eintragen deiner Periode oder die Pilleneinnahme erinnern soll. Mit einem zusätzlichen Schwangerschaftskalender ist diese Zyklusapp übrigens vor allem auch für Frauen mit Kinderwunsch interessant.

Flo trifft seine Vorhersagen dabei nicht nur anhand von einfachen Algorithmen, sondern durch KI (künstliche Intelligenz). So werden durch die Eingabe individueller Daten (Basaltemperatur, Zervixschleim, emotionaler Stimmung, etc) besonders individuelle Prognosen errechnet.

Kosten: Die Basisversion dieser Zyklusapp ist kostenlos. Wer den vollen Funktionsumfang nutzen möchte, muss allerdings ein Abo abschließen, dessen Kosten zwischen circa 10 und 50 Euro variieren.

Verfügbar für iOs und Android

FemSense

Die Zyklusapp FemSense kann zum reinen Zyklustracking benutzt werden, hat ihre eigentliche Stärke aber bei den Themen Verhütung und Familienplanung.

Besonderheiten: Die App funktioniert im Zusammenhang mit einem Patch, welches zur Temperaturmessung auf die Haut geklebt wird. Im Patch ist ein sensibler Sensor zur Temperaturmessung integriert. Er übermittelt die persönlichen Daten nach jeder Messung unmittelbar auf das Handy. Voraussetzung hierfür ist ein Smartphone mit NFC Funktion (wie auch beim kontaktlosen Bezahlen). Patch und App machen das Messen der Basaltemperatur alltagstauglich und simpel. Wer möchte kann die App aber auch ohne Patch benutzen. Dann funktioniert sie wie andere Zyklusapps auch, über das manuelle Eingeben persönlicher Daten. Nachteile: Diese Zyklusapp verfügt über die wichtigsten Grundfunktionen, hat dafür aber wenig Extras. Wem eine schlichte App genügt, der ist damit sicher gut bedient.

Kosten: Das Herunterladen der App ist kostenlos. Pro Zyklus fallen aber Kosten für das Patch von rund 30 Euro an.

Verfügbar für: iOS und Android

Menstruations-Kalender

Dass der Beginn der Monatsblutung ebenso wie der Eisprung und die fruchtbaren Tage angezeigt werden, ist wie bei allen Zyklusapps auch hier selbstverständlich. Darüber hinaus lässt sich diese Zyklusapp mit weiteren nützlichen Infos füttern, wie z.B. Gewicht, Temperatur, persönliche Notizen, Pilleneinnahme und sogar wann man Geschlechtsverkehr hatte. Selbst Informationen über emotionale Stimmungen und das Empfinden können hinterlegt werden und so im Laufe der Monate Aufschluss über typische Phasen und Veränderungen während des Zyklus geben. 

Besonderheiten: Die tabellarische Auswertung von Temperatur und Gewicht ist auch für all jene Frauen interessant, die die Zyklusapp nicht nur zum Zwecke der Familienplanung nutzen wollen. Lobenswert ist auch die Sicherheitsfunktion, mit welcher man persönliche Daten vom Handy auf z.B. ein Google-Konto überträgt. Was man mögen muss: Das Design ist sehr bunt und niedlich gestaltet, dadurch aber hin und wieder ein klein wenig unübersichtlich.

Verfügbar für: iOS und Android

Kosten: Die App ist komplett kostenlos

MyNFP

Diese App gilt als eine der zuverlässigsten und damit sichersten Methoden zum Zyklustracking. Sie basiert nämlich auf der symptothermalen Methode, was voraussetzt, dass die Userin ihre Körpermerkmale (Basaltemperatur, Zervixschleim, Veränderung des Gebärmutterhalses und weitere Details) möglichst exakt und umfänglich protokolliert.

Besonderheiten: Die individuelle Exaktheit dieser Zyklusapp macht sie sowohl bei Kinderwunsch, als auch zur Verhütung einer Schwangerschaft sehr beliebt. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass die Userin ihren Zyklus auch wirklich gewissenhaft tracken möchte und die App somit regelmäßig mit persönlichen Daten füttert. Ein weiterer Vorteil ist der umfangreiche Content, der über Besonderheiten und Details der Periode, aber auch einer Schwangerschaft aufklärt. Ebenso ist der persönliche Austausch mit anderen Usern in der Community-Funktion möglich. 

Kosten: Das Herunterladen der App ist kostenlos. Jedoch wird ein kostenpflichtiger Account gebraucht, wenn man die App mit all ihren Details nutzen möchte. Je nach Art des Abos variieren die Kosten zwischen knapp 10 und 30 Euro.

Verfügbar für: iOS und Android

Clue

Bild: Clue

Bewertungen zufolge wird die Zyklusapp Clur vor allem wegen ihrer Bedienerfreundlichkeit und ihrem nicht überladenen Design als beleibt eingestuft.

Besonderheiten: Die App mit Firmensitz in Berlin zielt nicht allein auf die Vorhersage der Periode ab, sondern will ihren Usern auch bei einem besseren Verständnis ihrer Vitalität und ihrem allgemeinen Befinden verschaffen. Clue basiert auf einem so genannten Logarithmus. Das bedeutet: Je regelmäßiger, detaillierter und langfristiger die App mit persönlichen Daten gefüttert wird, desto besser funktioniert sie. Es können also durchaus ein paar Zyklen verstreichen, ehe eine exakte Prognose getroffen werden kann.

Kosten: In ihren Basisfunktionen ist die Zyklusapp Clue kostenlos. Wer jedoch etwas detaillierte Infos und Prognosen haben möchte, muss ein Abo abschließen. Die kosten für ein Jahresabo liegen bei rund 10 Euro monatlich.

Verfügbar für: iOS und Android

Titelbild: pexels

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