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Schweizer StudieHat meine Tinder-Beziehung Zukunftschancen?

Eine Sozioökonomin der Uni Genf hat die Daten tausender Paare ausgewertet, um Analog-Begegnungen mit Online-Beziehungen zu vergleichen. Das Ergebnis überrascht.

Sich küssendes Paar auf der Strasse

Seid mal ehrlich: zwei eurer Freundinnen führen eine neue Beziehung. Das eine Couple hat sich durch gemeinsame Freunde kennen gelernt, das andere durch Tinder. Welche Beziehung haltet ihr für langlebiger?

Wenn ihr auf das erste Paar mit Analog-Begegnung getippt habt, denkt ihr vermutlich wie die meisten Menschen. Online-Beziehungen eilt nach wie vor der Ruf voraus, nicht «ernst» und bloss kurzfristig funktionierend zu sein. Da lernt man eine wildfremde Person über einen Bildschirm kennen und die ist dann der langgesuchte Seelenverwandte? Pah! 

Tatsächlich scheint dieses Vorurteil nun aber widerlegt. Dank der Sozioökonomin Gina Potarca von der Uni Genf und ihrer Studie «Plos One». In dieser wertete sie die Daten von 3245 Liierten aus, von denen knapp 500 ihren Partner über eine Online-Plattform oder App kennen gelernt hatten. 

Der Wunsch, zusammen zu ziehen oder gar eine Familie zu gründen

Das Ergebnis: Die Online-Beziehungen liessen im Vergleich zu den Analog-Beziehungen nicht an Ernsthaftigkeit missen. Wünsche, wie zusammen zu ziehen oder eine Familie zu gründen galten bei den Tinder-, Bumble-, oder Parship-Couples ebenso wie bei denen, die sich im Sportclub, auf einer Party oder beim Job kennen gelernt hatten. Auch die Zufriedenheit innerhalb der Beziehung liess im Vergleich nicht mehr oder nicht schneller nach. 

Fazit: Zückt ruhig wieder das Handy, lasst euch nicht durch doofe Kommentare oder Scherze eures Umfeld entmutigen und swiped weiter. Online-Dating ist nicht weniger qualitativ! Und aktuell schliesslich sowieso der einzig sichere Weg, um zu daten. 

Titelbild: Getty Images

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