Pixel

Richtig investieren will gelernt sein!Die 10 grössten Finanzfehler

Die erste Million ist schnell gemacht. Sie zu behalten, ist die Kunst. So sagen es jedenfalls Finanzexperten. Wir greifen hingegen nicht gleich nach den Sternen, sondern schauen in unser Portemonnaie: Tipps für den richtigen Umgang mit Geld – denn, die nächsten Steuern kommen schon bald, Freunde!

Finanzfehler: Bekomme deine Finanzen in den Griff und investiere dein Geld richtig.

Wer Geld sparen oder anlegen möchte und seinen Finanzen im Griff haben will muss einfach weniger ausgeben, als er verdient. Egal ob Frau oder Mann, jung oder alt. Das klingt simpel und ist logisch, funktioniert im Alltag, gerade als junger Mensch, aber leider nicht immer.

Die neue Vase war zu verlockend, der Kurztrip ans Meer musste einfach sein und das Geld für die drei Gläser Wein in der Bar schien auch gut investiert. Immerhin weiss man bei Investitionen dieser Art, wohin der ganze Lohn verschwunden ist. Doch auch wer sich finanziell am Riemen reisst, ist vor roten Zahlen auf dem Konto nicht immer gefeit. Woran das liegt? Ganz einfach: An kleinen, versteckten Fehlern. Wir zeigen euch welche das sind.

Geld richtig investieren, anlegen und sparen? Dann begeh keinen dieser 10 Finanzfehler

Steuern unterschätzen

1 Hier passieren die häufigsten Finanzfehler, denn es ist zwar die Ausgabe, auf die wir am wenigsten Lust haben, der wir aber auch am wenigsten aus dem Weg gehen können. Steuern betreffen jeden. Und das Fatale an der Sache: Vor allem Berufsanfänger wundern sich oft, wie hoch ihre Steuerlast ist. Wer auf Nummer sicher gehen will, legt 20 Prozent seines Monatslohns für eventuelle Steuern zurück. Ist die tatsächliche Steuerlast später geringer, ist das umso erfreulicher.

Keine Reserven anlegen

2 Unerwartete Autoreparaturen, hohe Kosten für einen Umzug oder Versicherungsrechnungen können unsere Finanzen in kurzer Zeit in den roten Bereich reissen. Vermeiden können wir dies nur durch einen einfachen Tipp: Lege so lange monatlich einen gewissen Teil (idealerweise 20 Prozent) deines Einkommens zurück, bis dein Konto eine Kostenreserve in der Höhe von drei Monatseinkommen hat. Dann wirft dich so schnell nichts mehr aus der Bahn. Oder aber du kannst auch gleich ein separates Sparkonto anlegen, in das du jeden Monat eine gewisse Summe Geld einzahlst. So läufst du kein Risiko, das Geld anderweitig auszugeben.

Kein Haushaltsbuch führen

3 Auch wenn es sich so anfühlen mag; es gibt kein schwarzes Loch, in dem Geld einfach so verschwindet. An leeren Kassen ist man leider selbst schuld. Wer wissen will, wo sein Geld hinwandert, muss Buch führen über sein Vermögen und seine Ausgaben. Nimm ein kleines Notizbuch, das du in den nächsten drei Monaten ständig bei dir führst und notiere jede Ausgabe und Investition. Am Ende des Monats ziehst du Bilanz und wirst schnell merken, wie das grosse, schwarze Loch entsteht.

Kreditkartenrechnungen vergessen

4 So eine Kreditkarte ist eine super Sache. Man hält beim Einkaufen einfach nur das kleine Kärtchen hin und fertig. Das Portemonnaie ist so voll wie zuvor und auch das Konto wird nicht strapaziert – jedenfalls zunächst nicht. Denn während wir uns so trügerisch in Sicherheit liegen, wartet die Kreditkartenabrechnung bald schon im Briefkasten. Die zeitverzögerte Abrechnung macht es nicht gerade einfach, unser Geld richtig einzuteilen und zu investieren. Kleiner Tipp: Die Kreditkarte am besten so selten es geht benutzen, um diesen Finanzfehler zu vermeiden.

Kaufen, statt teilen

5 Sharing ist caring: So lautet das Motto der Stunde in verschiedenen Bereichen des Lebens. Teilen ist nicht nur sozial, sondern vor allem ein ökonomisch wertvoller Akt. Gerade beim Thema Mobilität machen Sharing-Angebote grossen Sinn – und unseren Finanzen eine Freude. Die meisten Grossstädte bieten längst Car-Sharing- Möglichkeiten an. In manchen Regionen können auch Roller oder Scooter gemietet werden. Aber auch im Urlaub bieten Sharing-Systeme (z.B. AirBnB) günstige und unkomplizierte Alternativen zum klassischen (und kostspieligen) Hotel.

Nicht ans Vorsorgen denken

6 Wer auch später im Leben noch was von seinem Geld haben will, muss bereits in jungen Jahren schon vorsorgen. Klingt spiessig. Ist aber die Wahrheit, liebe Menschen! Wie wäre es zum Beispiel in eine Eigentumswohnung zu investieren? So zahlt man die Miete quasi in die eigene Tasche. Oder hast du vielleicht Interesse am Handel mit Aktien an der Börse? Klingt kompliziert? Keine Sorge; Aktien und auch sämtliche andere Geldanlagen, sind kein Hexenwerk.

Man muss sich nur die Zeit nehmen, sich damit zu beschäftigen und das richtige Konzept für sich und seine Finanzen zu finden. Banken und individuelle Coaches bieten Finanzberatungen an, um dich optimal über Finanzplanung, Vermögensaufbau und Geldanlagen aufzuklären. Denn Geld anlegen lohnt sich bereits in jungen Jahren und auch ohne Millionen auf dem Konto!

Zu viel Miete zahlen

7 Ja, es stimmt: Die heutigen Mietpreise sind die Hölle. Doch sie sind nun mal die bittere Realität. Was bleibt uns zu tun? Entweder wir regen uns darüber auf und begehen den grossen Fehler jeden Monat viel zu viel Geld für die Miete zu bezahlen, oder wir schützen unsere Finanzen, indem wir versuchen günstiger zu wohnen.

Wie das geht? Ganz einfach: Entweder indem wir auch hier auf ein Sharing-Konzept zurück greifen und mit anderen lieben Menschen in eine gute, alte WG ziehen. Oder wir uns keine Wohnung in der City, sondern etwas weiter ausserhalb suchen; hier sind die Mietpreise meist noch erschwinglich und wir laufen kein Risiko unser ganzes Vermögen für ein überteuertes Dach über dem Kopf auszugeben

Fieser Finanzfehler: Alles immer gleich haben wollen

8 Wir leben in einer Konsumgesellschaft. Das ist kein Geheimnis. Konsum ist überpräsent, verführerisch und er macht zugegebenermassen Spass. Doch brauchen wir die ganzen Anschaffungen und Spontankäufe wirklich? Muss es wirklich das neuste Handy sein? Und müssen wir ständig auswärts essen – oder schmeckt eine klassische Scheibe Brot zum Abendessen nicht auch mal gut?

Eigentlich brauchen wir die Hälfte von all dem Konsum-Kram gar nicht, das wissen wir. Versuchen wir uns also in unseren Ausgaben zu reduzieren und gut zu überlegen in was wir investieren wollen. Wie das am besten gelingt? Mit einem Tipp: Versuch vor jedem Kauf eine Nacht darüber zu schlafen. Am nächsten Morgen hast du viele Dinge, die gestern noch lebensnotwendig erschienen, ohnehin wieder vergessen. Konsum ist nämlich flüchtig. Geldanlagen oder eine schöne Summe sparen hingegen nicht!

Kleine Kosten unterschätzen

9 Auch Kleinvieh macht Mist. Das hat schon unser liebes Grosi gesagt. Und sie hatte Recht. Die kostenpflichtige App, die wir uns aus Langeweile downloaden. Der Coffee-to-go beim Bäcker, weil wir daheim keine Lust hatten, uns einen Kaffee mitzunehmen oder das T-Shirt vom Online-Shopping, was uns eigentlich nicht gefällt, wir aber die Rückgabefrist verpasst haben.

All diese kleinen Beträge fallen für sich genommen vielleicht nicht sonderlich ins Gewicht. Doch in der Summe sieht das anders aus, und ist wohl einer der fiesesten Finanzfehler. Wer Geld sparen und es richtig investieren will, muss lernen solch unnötige «Kleinvieh-Fehler» zu vermeiden.

Kredite aufnehmen

10 Die Zinsen sind günstig, die Laufzeiten bequem und die Versuchung gross. Dennoch müssen wir warnen: Kredite sind zwar per se nichts Schlechtes. Das Risiko aber hoch, dass sie uns in eine Finanz- und Schulden-Falle leiten. Vor allem die Langfristigkeit der finanziellen Belastung wird von vielen unterschätzt.

Noch gefährlicher ist es nur, wenn man eine Vielzahl von Krediten aufgenommen hat und in eine so genannte Kreditschleife gerät; also den Überblick über die laufenden Kosten verliert. Daher plädieren wir am Ende doch wieder für Grossmutters einfache Regel: Gib einfach nicht mehr Geld aus, als du verdienst. Dann bist du safe!

Titelbild: Unsplash

Weitere Artikel