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So wirst du zum OptimistPositives Denken kann man lernen

Positives Denken ist eine Entscheidung. Denn wer seine grauen Zellen optimistisch stimmt, lernt nicht nur positiv zu denken und zu leben, sondern auch länger und sogar gesünder – so sagt es jedenfalls die Wissenschaft. Wir haben einige Tipps und Übungen, wie du lernst, deine Gedanken in die richtige Richtung zu lenken.

Positives Denken und Optimismus kann man lernen.

Als meine Freundin Martina und ich die Tür zu unserer Lieblingsbar betreten, drehen sich plötzlich viele Köpfe um und wir spüren, wie ihre neugierigen Blicke auf uns fallen. «Nur weil man zerrissene Jeans statt Stöckelschuhe trägt, wird man hier gleich schief angeguckt», zischt Martina in mein Ohr – und bringt mich mit dieser Aussage zum Nachdenken.

Denn ich habe mich in keiner Weise degradiert gefühlt. Sogar das Gegenteil war der Fall. Ich habe die Situation optimistisch aufgenommen. «Wow, wir zwei müssen ja heute ganz schön gut aussehen», waren meine Gedanken insgeheim.

Nun mögen viele vielleicht denken, ich gehe naiv durchs Leben. Und vielleicht tue ich das auch. Aber eines bin ich ebenfalls: Ein Optimist – und zwar ganz im Gegensatz zu meiner Freundin. Und positives Denken ist eine Eigenschaft, die durchaus zu empfehlen ist. Denn Wissenschaftler fanden nicht nur heraus, dass Optimisten gesünder, länger und natürlich glücklicher leben, sondern auch erfolgreicher sind.

Die Formel dahinter ist simpel: Wer positive Gedanken hat, erlebt positive Situationen, macht positive Erfahrungen, erlebt damit viel Freude und gutes Feedback, gewinnt Selbstvertrauen und wird so auch stärker und erfolgreicher im Leben. Und das Schönste an der Sache ist: Positives Denken ist lernbar. Ob man das Glas sprichwörtlich halb voll oder halb leer sehen will, ist nämlich allein eine Entscheidung des Kopfes und die Wahl der eigenen Gedanken. Und wer das nicht glauben will, sollte sich am besten unsere Tipps zu Herzen nehmen und sich durch einen Selbstversuch positiv überzeugen.

Positives Denken im Leben und Optimismus kann man lernen mit einfachen Tipps.

Mit diesen Tipps klappt das positive Denken:

Deine Gedanken auf das Gute lenken

1 Wer davon ausgeht, dass ihm alle Menschen grundsätzlich etwas Gutes wollen, wird so schnell keine schlechten Erfahrungen machen, die die Gedanken pessimistisch stimmen könnten. Selbst wenn es zu Missverständnissen oder Meinungsverschiedenheiten kommt, werden diese von positiv Denkenden nicht als böser Wille ausgelegt, sondern als menschliches Missgeschick. Und selbiges kann bekanntlich jedem passieren.

Freundlich durchs Leben gehen

2 Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es wieder hinaus. Das besagt nicht nur ein altes Sprichwort, sondern es beherzigen auch Menschen mit positivem Denken. Einfachster Tipp also: Seid nett zueinander, und teilt eure schönen Gedanken miteinander!

Schlechte Erfahrungen nicht persönlich nehmen

3 Wie verhalten sich Optimisten, wenn sie verletzt wurden? Sie versuchen, es nicht persönlich zu nehmen. Und zwar weil sie wissen, dass Menschen oft nur deshalb verletzend handeln, um sich selbst zu schützen, aufzuwerten oder von eigenen Defiziten und negativen Gedanken abzulenken. In der Regel geht es weniger darum, andere zu verletzen, als viel mehr um das eigene Gefühl der Person. Menschen, die positiv denken, können verletzende Taten oder Aussagen daher besser an sich abprallen lassen.

Zeit lassen fürs positive Denken

4 Positives Denken will Weile haben und erfordert Übung. Du musst dein Gehirn und deine Gedanken trainieren, wie deine Muskeln. Am besten nimmt man sich die Zeit, um jede Situation (und wenn es erst im Nachhinein ist) aus zwei Sichtweisen zu betrachten: Einmal mit positiven Gedanken und einmal mit negativen Gedanken. Dass man sich am Ende für die optimistische Variante entscheidet, dürfte klar sein.

Lerne, nicht zu meckern

5 «Das Wetter ist schlecht», «Ich habe einen Strafzettel bekommen», «Mein Freund kam heute wieder unpünktlich» Pessimisten teilen vor allem die negativen Gedanken.

Wie wäre es stattdessen mit positiven Sätzen wie: «Nach sieben Tagen Regenwetter kann es ja nur noch besser werden» Oder: «Autsch, ein Strafzettel! Das geschieht mir kein zweites Mal!» Oder: «Das Warten auf meinen Freund nervt hin und wieder. Zum Glück weiss ich, dass die Unpünktlichkeit kein Zeichen mangelnder Wertschätzung ist, sondern er einfach schlechter mit der Zeit umgehen kann». Muss man ein bisschen trainieren, aber ist gar nicht schwer!

Sich etwas gönnen im Leben

6 Selbst eingefleischte Optimisten haben hin und wieder trübsinnige Tage und doofe Gedanken. Was sie dann tun? Ganz einfach: Sie machen sich ihren eigenen Sonnenschein, indem sie sich etwas Gutes tun. Schöne Dinge wie ein Massagetermin, eine grosse Portion Glace oder eine kleine Shopping-Tour durch die Stadt sind seelische Streicheleinheiten, die Freude schenken und positives Denken damit leichter machen.

Nicht vergleichen

7 Glücklich ist nicht derjenige, der glücklicher oder besser ist, als die Anderen. Zufriedenheit ist nämlich eine Frage des eigenen Gefühls. Daher lenken Optimisten ihre Gedanken ausschliesslich auf die Dinge, die ihnen ein gutes Gefühl oder ein gutes Bild von sich selbst geben.

Positive Gedanken teilen

8 Optimisten tun sich mit ihren positiven Gedanken nicht nur selbst einen Gefallen, sondern auch anderen. Wer Frohsinn, Leichtigkeit und gute Gedanken versprüht im Leben, wird über kurz oder lang sein Umfeld anstecken – und damit eine Aufwärtsspirale des Optimismus schaffen. Wichtig ist: Bleib authentisch, aber hartnäckig. Denn letztlich verhält es sich mit dem Optimismus wie mit jeder anderen Fähigkeit auch: Übung macht den (positiven) Meister!

Bilder: Pexels

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