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Bio für die BräuneMineralische Sonnencreme: Haut- und Naturschutz in einem?

Sonnenschutz sollte heute mehr können, als unseren Teint vor dem Verbrennen bewahren. Statt auf Chemikalien, wird auf natürliche Inhaltsstoffe gesetzt und auch die Ökobilanz soll stimmen. Mineralische Sonnencreme steht in der Naturkosmetik hoch im Kurs. Die wichtigsten Facts hier:

Bio-Sonnencreme soll nicht nur die Haut, sondern auch bedrohte Korallenriffe schützen.

Sonnencreme schützt uns vor unangenehmen Sonnenbränden, senkt das Hautkrebsrisiko und ist wichtig für die Schönheit der Haut. Und zwar nicht nur im Urlaub, sondern auch im Alltag. Dabei sind wasserfeste Sonnenschutzmittel mit einem hohen Lichtschutzfaktor und einem UV-A und UV-B Breitbandfilter ideal. Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt den Zeitraum an, in dem die Zellen vor UVB-Strahlung geschützt sind. Bei LSF 30, kann man 30 Mal länger in der Sonne sein, als ohne Sonnenschutz.

Wie unterscheidet sich mineralische von chemischer Sonnencreme?

Bei einem umfassenden Sonnenschutz spielt nicht nur die Höhe des LSF eine Rolle, sondern auch die Art des UV-Filters. Hierbei lassen sich chemische und mineralische Sonnencreme-Filter unterscheiden. Mineralische Produkte erkennt man an dem typischen weissen Film, der sich auf der Haut bildet. Diese Art von Creme besteht aus kleinsten Partikeln (z.B. Zink- oder Titanoxid), die sich lückenlos auf die Haut legen, einfallenden UV-Strahlen reflektieren und die Haut so vor UV-Angriffen abschirmen. Der Vorteil solch mineralischer Filter: Sie wirken unmittelbar nach dem Auftragen. Mineralische Sonnenfilter werden oft auch Bio-Sonnencreme genannt, weil sie aus natürlichen Inhaltsstoffen zusammengesetzt sind.

Im Gegensatz dazu arbeiten chemische Filter nicht mit rein mechanischen Abwehrmethoden (Reflektionsprinzip mineralischer Filter), sondern mit einem chemischen Trick. Chemische Filter dringen tief in die Haut ein, fangen energiereiche UV-Strahlung auf und machen sie im Hautinneren unschädlich. Auf diese Weise hinterlassen chemische Filter keinen weißen Film. Da sie aber zunächst ins Hautinnere eindringen müssen, brauchen sie einen Vorlauf von rund 20 Minuten, um wirken zu können.

Ist Bio-Sonnenschutz besser für die Umwelt?

Sonnencreme – egal ob chemisch oder mineralisch – schützt unsere Haut vor Verbrennungen. Was Viele hingegen nicht wissen: Nicht jede Sonnencreme schützt auch unsere Umwelt. Vermutungen zufolge gelangen jährlich rund 14.000 Tonnen Sonnencreme ins Meer. Die Folge: Fische, winzige Meerestierchen und Korallen werden angegriffen. Sonnencreme im Meer wird vielerorts für die so genannte Korallenbleiche, einem flächendeckenden Absterben der Meerespflanzen, mitverantwortlich gemacht. Mexiko und manche Pazifikstaaten (z.B. Palau) haben daher sogar schon erste Sonnencreme-Verbote an ihren Stränden erlassen.

Frau mit Sonnencreme auf dem Rücken

Untersuchungen zufolge sind nicht alle UV-Filter gleich schädlich für die Natur. Vor allem chemische Substanzen, wie Octocrylen, Oxibenzon oder Parabene werden für Umweltbelastungen verantwortlich gemacht. Aus heutigem Stand sind mineralische Filter also weniger bedenklich. Dennoch sollte immer gelten: Achtet auf eine absolute Wasserfestigkeit eures Produkts, wenn ihr ins Meer gehen wollt. Das schützt nicht nur eure Haut, sondern auch die Natur. Und noch etwas ist wichtig: Achtet darauf, dass mineralische Sonnencremes nicht mit so genannten Nano-Technologien arbeiten. Hierbei sind die Wirksubstanzen derart kleinteilig, dass nicht mit Gewissheit ausgeschlossen werden kann, wie weit sie in unseren Körper gelangen und was sie hier möglicherweise Schaden anrichten. Was hingegen definitiv feststeht: Nanopartikel haben im Meer erst recht nichts zu suchen.

Guter Sonnenschutz: Schützt Haut und Natur

Dass Sonnencreme für Umweltschäden in unseren Meeren verantwortlich ist, ist Fakt. Wirklich detailliertes Wissen über die Zusammenhänge und Langzeitwirkungen haben wir aber noch nicht. Hier steht die Forschung noch am Anfang. Für alle, die verantwortungsbewusst mit Mutter Natur und ihrer Haut umgehen wollen, gilt daher: Haltet die Augen offen. Gewiss wird sich auf dem Markt für Sonnencreme künftig einiges tun. Wir drücken die Daumen, dass es bald soweit ist.

 

Bilder: unsplash/gettyimages

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