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Deep Slumber Melatonin-Produkte: Ist die Einnahme wirklich sinnvoll?

Die Gedanken kreisen, man wälzt sich von einer Seite auf die andere, plötzlich juckt der Fuss – viele Menschen haben Mühe, abends zur Ruhe zu kommen. Grund dafür ist ein Mangel an Melatonin, ein Hormon, das uns müde macht und Schlaf beschert. Doch wer nachts nicht einschlafen kann, hat die Möglichkeit, sich Melatonin in Form von Sprays, Kapseln oder Säften zuzuführen. Aber ist die Einnahme des Schlafhormons auch wirklich unbedenklich?

Frau sitzt auf einem Bett und kann nicht schlafen
Insomnia: Melatonin-Mangel führt dazu, dass du nicht müde wirst. © cottonbro

Melatonin-Produkte: Das Wichtigste in Kürze

Fehlt unserem Körper Melatonin, haben wir Mühe, nachts einzuschlafen. Unter dem fehlenden Schlaf leidet auch unsere Gesundheit: Unsere Konzentration nimmt ab, wir sind nicht mehr so leistungsfähig und der Hormonhaushalt gerät aus dem Gleichgewicht. Melatonin kann dem Körper auch künstlich zugeführt werden. Doch ist die Einnahme von Melatonin-Pillen, -Sprays und -Säften sinnvoll und wann sollte darauf verzichtet werden?

Was macht Melatonin mit dem Körper?

Melatonin ist ein Hormon, das uns zum Schlafen verhilft. Es regelt den Tag-Nacht-Rhythmus und kann als Gegenspieler zum Hormon Cortisol bezeichnet werden. Während Cortisol dafür sorgt, dass wir wach und aufmerksam sind, macht Malatonin müde und lässt unseren Körper zur Ruhe kommen.

Wie macht sich Melatoninmangel bemerkbar?

Bei einem Mangel des Schlafhormons Melatonin können Schlafmangel, Unruhe oder frühes Erwachen Folgen sein. Aber auch im Alltag macht sich ein Mangel des Schlafhormons bemerkbar. Der Tag-Nacht-Rhythmus gerät aus der Balance. Betroffene sind tagsüber oft müde, leiden aber auch psychisch unter dem Schlafmangel. So sind Stimmungsschwankungen, Reizbarkeit und depressiven Verstimmungen oft Begleitsymptome eines Melatoninmangels.

Ist es sinnvoll Melatonin zu nehmen?

Melatonin kann dem Körper durch Pillen, Sprays oder Säften zugeführt werden. Der Nutzen ist allerdings umstritten. Denn nicht jede Person mit Schlafstörungen leidet an einem Melatoninmangel. Zugeführtes Melatonin hilft nur dann, wenn tatsächlich ein Mangel an Schlafhormonen vorliegt. Meistens hat Schlafmangel jedoch einen anderen Ursprung wie Stress, Erkrankungen oder die Einnahme von Medikamenten.

Bei Melatonin handelt es sich um ein Nahrungsergänzungsmittel, dessen Wirkung wissenschaftlich nicht vollkommen geklärt ist.

Kann man Melatonin bedenkenlos einnehmen?

Die Einnahme von Melatonin-Produkten gilt zwar mehrheitlich als unbedenklich. Jedoch kann die Zufuhr von Melatonin nicht als Dauerlösung betrachtet werden. Zudem können sich ungewünschte Nebenwirkungen zeigen.

  • Schwindel
  • Übelkeit
  • Kopfschmerzen
  • Reizbarkeit,
  • Nervosität
  • Hautausschläge

Kann man Melatonin täglich nehmen?

Von der täglichen Einnahme von Melatonin bei Schlafstörungen ist abzuraten. Es eignet sich vor allem dann, wenn der Schlafrhythmus kurzzeitig ausser Balance geraten ist, beispielsweise nach einem Langstreckenflug oder bei Nachtschichten bei der Arbeit.

Wann darf man Melatonin nicht nehmen?

Schwangeren und Personen, die schwanger werden möchten, wird von der Einnahme von Melatonin abgeraten. Auch Stillende sollten auf Melatonin-Produkte verzichten.

Alternativen zu Melatonin-Produkten: Was fördert die Produktion von Melatonin?

Wer an Schlafstörungen leidet, muss nicht gleich zu Melatonin-Produkten greifen. Die Produktion von Melatonin im Körper kann auch auf ganz natürliche Weise gesteigert werden.

  • Verzichte abends auf schwere Kost
  • Geh zu geregelten Zeiten ins Bett
  • Dimme Abends das Licht oder zünde ein paar Kerzen an
  • Versuche, Blaulicht (Handy, Fernseher) kurz vor dem Schlafengehen zu vermeiden
  • Sorge für Dunkelheit in deinem Schlafzimmer
  • Gehe tagsüber öfter in die Sonne
  • Vermeide Alkohol, Koffein und Nikotin am Abend
  • Praktiziere Yoga oder meditiere vor dem Schlafengehen
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