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ABGEFAHREN ABFAHREN10 Ski-Trends auf Schweizer Pisten

Ob Skioutfit, Abfahrttechnik oder angesagtes Aprés-Ski: Wenn der Berg ruft, antwortet man ihm am besten mit dem letzten Schrei. Wir haben uns unter passionierten Wintersportler:innen umgehört, und enthüllen die wichtigsten Pisten-Trends.

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Perfekte Piste: Die drei besten Skigebiete

Ein Skiurlaub ist immer nur so gut, wie das Skigebiet. Eingefleischte Skifans sind sich dabei einig: Das Skigebiet Flims Laax Falera in Graubünden ist definitiv der Gipfel der Abfahrt-Genüsse – sowohl, wenn es um Schneesicherheit, Vielfältigkeit des Angebotes (ob Anfänger, Familien, Freestyler oder Snowboarder: für alle ist eine taugliche Piste vorhanden) oder die kulinarischen Höhepunkte (von romantischen Schneebars, über angesagte Party-Locations bis hin zu Gourmettempeln ist das Angebot gross) geht. Dicht dahinter folgen das Skigebiet Engelberg Titlis bei Luzern, auf Platz zwei, und das Skigebiet Samnaun (Graubünden), auf Platz drei. Die gesamte Top-Ten der besten Schweizer Pisten gibt's bei bergfex.ch.

Carven oder Freestyle: Die angesagtesten Trend-Techniken

Es gibt viele Arten einen Berg hinunter zu rutschen...Elegantes Carven war jahrelang der Klassiker auf der Ski-Piste, hatte in den letzten Jahren jedoch etwas an Beliebtheit verloren. Inzwischen gilt die klassische Abfahrt auf zwei Brettern aber wieder als angesagter Retro-Spass. Snowboarden hat hingegen etwas an Coolness eingebüsst. Trendtechnisch gilt Snowboarden als Schnee von gestern. Freuen sollten sich die passionierten Boarder trotzdem, denn nun gehört ihr Sport wieder ihnen ganz allein.

Wer in Sachen Trend-Technik auf den Schweizer Skipisten ganz vorne mit abfahren will, probiert stattdessen aus, was gerade absolut en vogue ist. Nämlich: Freestyle-Skiing auf extrem kurzen Carvern mit breiter Schaufel und dickem Ende. Bei diesem Bretter-Trend ist man besonders beweglich, fährt über Buckelpisten oder Halfpipes und wer mag springt sogar Figuren. Aber Vorsicht, das ist nichts für Anfänger:innen.

Derzeit angesagt sind zudem Snowblades und Skwals. Snowblades sind breite Kurzski (80 bis 100 cm Länge), mit denen man auf der Piste wie auf Inline-Skates fährt. Skwal ist eine rasante Mischung aus Monoski und Snowboarding. Die Füsse stehen dabei auf einem Ski hintereinander. Welche dieser Techniken besonders viel Spass macht? Probieren, geht über studieren.

Skimode: Guter Look, bessere Abfahrt

Wer auf der Piste eine gute Figur machen will, zeigt das nicht nur bei der Abfahrt, sondern vor allem beim Outfit. Fakt ist: Ski-Mode unterscheidet sich in Trends und Design kaum noch von alltäglicher Couture. Die Ski-Mode-Kollektionen wechseln mindestens zwei Mal jährlich. Und wer hierbei nicht mitzieht und sich entsprechend umzieht, ist out. Punkt. Sagen zumindest die Hersteller trendaffiner Skimode. Dass das Quatsch ist beweist der Ski-Einteiler, der in den 90ern Trend war und nun wieder zu den Must-haves der Saison gehört.

Wer den ganzen Tag Spass auf der Piste haben will, setzt sein Augenmerk besser auf Funktionalität, denn die ist beim Wintersport nie out. Übrigens: Echt-Pelz gilt auf sportlichen Trend-Pisten längst als Faux-pas!

Szene-Schluck: Der It-Drink beim Après-Ski

Das Kult-Getränk des Sommers setzt seinen schmackhaften Siegeszug fort und entpuppt sich gerade zum trendigen It-Drink auf den Cocktailkarten angesagter Après-Ski-Locations. «Hot Hugo» ist die winterlich-warme Variante des Szenedrinks aus Holunderblütensirup, Prosecco, Soda, Minzblättern und Limette. Unbedingt probieren!

+ Öko-Pisten: Naturschutz auf zwei Brettern

Absolute Schneesicherheit, trotz Erderwärmung, breite Abfahrten in Mitten dichter Wälder und Pisten, so platt und perfekt wie Autobahnen: Wintersport ist luxuriöser denn je. Fragt sich nur wie lange noch. Denn Umweltschützer warnen, dass der Sport im Schnee Mord an der Natur ist. Waldrodung, CO2-Belastung durch Anreise sowie Schneekanonen und aggressive Bauweisen von Hotels und Gastronomie lassen das natürliche Winter-Wonderland langsam, aber sicher marode werden.

Wer Mutter Natur nicht unnötig belasten will, folgt einem Trend, der sich derzeit im gesamten Tourismus-Segment etabliert: Öko-Tourismus setzt auch Nachhaltigkeit für Mensch und Natur. Unzählige Hotels und Skigebieten machen den grünen Trend bereits mit. Das Skigebiet Arosa sieht beispielsweise eine umweltbewusste Mobilitätsmöglichkeiten vor; gratis Busnutzung und wasserstoffbetriebenen Pistenfahrzeugen sind hier selbstverständlich.

Ein Allround-Umweltprogramm findet man auch im Skigebiet Davos: CO2-neutrale Ausrichtung der Gemeinde, klimafreundliche Gebäude, regionale Holzkreisläufe und Energie aus erneuerbaren Quellen hat man sich hier auf die Fahne geschrieben. Der Nobelort St. Moritz beweist ebenfalls einen grünen Daumen. So steht hier vor Ort generierte Energie aus Wasserkraft zur Verfügung. Ferner haben die Ansässigen des Ortes eine Selbstverpflichtung unterzeichnet, mindestens ein Drittel der benötigten Energie aus erneuerbaren Quellen zu beziehen.

Auf der Hut: Die Vorsicht fährt mit

Dieser Trend ist nicht neu, aber dafür umso sinnvoller. Oben ohne geht heute kein Insider mehr auf die Piste. Helme gehören längst zur Standartausrüstung. Wer besonders trendy sein will, legt dabei Wert auf perfektes Design. Absolut en vogue sind Retro-Modelle in Holzoptik z.B. von Bogner. Skihelme mit glitzerndem Strassbesatz (ebenfalls von Bogner) sind vielleicht Geschmackssache, in jedem Fall aber ein Hingucker.

Wer noch mehr modischen Mut beweisen will, setzt auf sichere Kopfbedeckungen im Leoparden-Look (z.B. von Casco). Musik-Freunde sind hingegen besser mit einem Modell beraten, das über ein integriertes Lautsprechersystem verfügt.

Safer Sun: Brandgefahr im Tiefschnee

Hautschädliche UV-Strahlen machen auch vor Eiseskälte keinen Halt. In Skigebieten und anderen Höhenlagen ist die Sonnenbrandgefahr sogar besonders gross. Denn je näher man dem Himmel kommt, desto ungefilterter, und damit konzentrierter, treffen die Strahlen auf die Haut. Die Reflexion des Schnees intensiviert diesen Effekt ebenfalls. Eine Sonnenschutzcreme gehört daher unbedingt zur schützenden Skiausrüstung.

Keinesfalls sollte man hierbei jedoch die Sonnencremereste des Sommers verwenden, das diese einen zu hohen Feuchtigkeitsanteil aufweisen. Spezielle Winter-Sonnencremes arbeiten mit grösseren Fettanteilen, um Gefrierungen zu vermeiden und die Haut mit einer schützenden Schmierschicht vor Frost und Eiswind abzuschirmen.

Hightech: Die beliebtesten Ski-Apps

Mit einem Click haben technikbegeisterte Ski-Fans alles im Blick. Die Ski Weather-App ermöglicht es beispielsweise via Smartphone in fast 300 europäischen Skiorten jederzeit und überall das Wetter und die Schneewerte einzusehen. Ebenfalls nützlich: Das iPhone-App «iSkipass» macht das Warten an der Skipass-Ticket-Schlange hinfällig. Man kann sich den Skipass mit dem App direkt aufs iPhone laden und ohne Anzustehen zum Lift gehen.

Wer ausserdem genau wissen will, was er auf der Piste geleistet hat, braucht den «Sports Tracker». Mit diesem App können Sie persönliche Werte, wie Fahrtempo, zurück gelegte Distanz und sogar den Kalorienverbrauch auswerten. Nur fahren – das muss man noch selbst. Aber das macht ja auch am meisten Spass.

Titelbild: cottonbro / Pexels

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