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Ordnung für immerRichtig aufräumen: 7 Tipps, die Ordnung schaffen

Du willst dauerhaft Ordnung halten? Dann dreh schon mal die Musik auf, ruf eine Freundin an und nimm dir fünf Minuten Zeit. Richtig aufräumen kann jeder lernen. Redakteurin Linda hat die besten Tipps für dich parat:

Richtiges Aufräumen soll gelernt sein: wir zeigen wie!

Ich hasse Unordnung. Sie macht mich wahnsinnig. Ich fühle mich schnell gestresst, wenn Dinge quer in meiner Wohnung herum liegen und mir einzureden versuchen, dass mein Leben mir langsam aber sicher über den Kopf wächst. Also kämpfe ich dagegen an. Gefühlt bin ich permanent am Aufräumen und Ausmisten. Und trotzdem: Das Chaos will nicht besser werden. Bis jetzt: Mit diesen praktischen 7 Aufräum-Tipps hab ich das  Chaos in meinem Haushalt in den Griff gekriegt und spare erst noch Zeit. Du auch?

1. Schluss mit Schubladen vollstopfen 

Wohin mit dem Schal? Oder der 10er-Packung Batterien, die ich gerade gekauft habe, davon aber nur vier Stück brauche? Und was ist mit der Handcreme, die sich ständig benutze? Wohin mit all dem Kram? Bisher habe ich solche Dinge immer schnell in irgendeine Schublade oder einen Schrank gestopft. Aus den Augen, aus dem Sinn. Jedenfalls solange bis der Schrank, die Kiste oder die Kommode überquillt vor Kram. Und ich eine neue Batteriepackung gekauft habe, weil ich vor lauter Chaos nicht mehr wusste, dass ich noch circa 20 Stück zuhause habe. Was lernen wir daraus? Wer Ordnung halten will, stopft nichts wahllos in Schubladen, sondern räumt die Dinge gleich an einen festen Platz.

2. Alles an seinem Platz

Damit kommen wir auch direkt zu Punkt zwei der typischen Fehler beim Aufräumen: Oft haben Dinge keine festen Plätze! Folge: Wir wissen nicht, wo wir sie hinräumen sollen und stopfen sie irgendwo hin, wo sie letztlich stören. Daher gilt: Gib jedem Gegenstand einen festen «Wohnort» und stell Dir beispielsweise vor, dass der Gegenstand ganz schlimm Heimweh bekommt, wenn er nicht sofort nach Gebrauch nach Hause gehen darf.

aufgeräumte Bürosachen

3. Schaff dir eine Alltags-Routine 

Fakt ist: Wer täglich fünf bis zehn Minuten ins Aufräumen investiert, hat nicht viel Arbeit, aber einen bombastischen Erfolg. Weisst Du, was du in so kurzer Zeit alles wegräumen kannst? Stell Dir am besten gleich einen Timer und überzeug dich selbst. Wer sich täglich zehn Minuten dafür Zeit nimmt, wird sich dauerhaft über Ordnung freuen können. Doch Vorsicht: Verwechsle Aufräumen nicht mit Putzen. Beim Aufräumen geht es wirklich nur darum, herumliegende Dinge an ihre festen Platz zu versorgen. Zum Putzen (Wischen, Saugen, Bad schrubben und Co.) sollte regelmässig Zeit eingeplant werden. Bewährt haben sich bei mir wöchentlich feste Putztage.

4. Weniger ist mehr

Je mehr Dinge wir horten, desto schwerer lässt sich Ordnung halten. Das ist eine Tatsache. Fakt ist ebenfalls, dass wir viel zu viele Dinge besitzen, die wir nicht unbedingt brauchen. Die Jeans, in die wir uns schon lange reinhungern wollten; die Vase, die uns Tante Marie geschenkt hat (die wir aber eigentlich gar nicht mögen) oder die Zeitschriften von letztem Sommer, die immer noch neben dem Sofa liegen. Mein Tipp: Weg mit allen Dinge, die wir nicht mögen oder seit mehr als sechs Monaten nicht benutzt haben. Schlechtes Gewissen? Kein Problem! Denn es muss ja nicht alles gleich im Abfall landen. Auf Online-Flohmärkten findet man Abnehmer und kann dabei sogar noch Geld verdienen. Oder man verschenkt die Dinge an Freunde. Oder spendet die Sachen. Möglichkeiten gibt es also viele. Pack Sie an! Sofort!

Aufgeräumte Küche

5. Ordnung muss nicht langweilig sein

Ich habe aufräumen auch immer gehasst. Jedenfalls solange bis ich meinen Lieblingskrimi als Hörbuchversion gefunden habe. Seitdem gönne ich mir immer nur dann ein paar Minuten Hörvergnügen, wenn ich nebenbei den Schreibtisch aufräume, den Schuhschrank ausmiste oder sonst irgendwie Ordnung schaffe. Ebenso motivierend wirkt natürlich laute Musik.

6. Gemeinsam schafft man mehr

Wetten, dass es deinen Freunden in Sachen Ordnung ähnlich geht wie dir? Dann spannt euch doch einfach als Team zusammen und helft euch gegenseitig beim Aufräumen. An einem Tag ist die Wohnung des einen dran und am nächsten Wochenende wird der Keller des anderen ausgemistet. Bei anderen Menschen aufzuräumen ist oft ohnehin leichter, als in den eigenen vier Wänden. Ausserdem lassen sich schwere Gegenstände gemeinsam viel leichter entsorgen oder umräumen. Und Spass hat man zusammen sowieso mehr.

7. Der Wow-Effekt danach

Ihr wart fleissig, habt alles weggeräumt und trotzdem sieht die Wohnung irgendwie nicht so strahlend sauber aus, wie ihr es auch gewünscht habt? Das liegt an kleinen Ordnungs-Details, die oft übersehen werden, aber eine grosse Wirkung haben können. Dabei gilt:

  • Oberflächen: Schaut euch alle horizontalen Flächen des Raums an (Tische, Kommoden, Fensterbänke und Co). Je weniger Gegenstände hier abgelegt werden, desto ordentlicher wirkt der Raum.
  • Pflanzen: Zimmerpflanzen müssen regelmässig von gelben Blättern befreit werden. Welkes Gewächs stört das Auge und lässt die Wohnung unordentlich wirken.
  • Die Fenster! Frisch geputzte Fenster wirken wie ein optisches Fresh-up für jeden Raum.
  • Der Duft: Riecht es nach Veilchen, Lavendel oder Zitrusfrüchten, kommt uns die Wohnung sofort ein Wenig ordentlicher vor – selbst dann, wenn sie es gar nicht ist. Raumsprays, Duftkerzen oder Diffuser sind daher geniale Ordnungshelfer für alle, die doch mal wieder in einen der sieben Aufräum-Fehler getappt sind. Perfekt ist eben niemand. Daher gilt: Am besten Augen schliessen, das Chaos verdrängen und sich vom frischen Veilchen-Duft den Tag versüssen lassen.

Titelbild: gettyimages / Bilder: unsplash

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