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FressfreundeBeziehungen machen dick

Jogginghose statt Spitzendessous, Sofa-Abende statt Candle Light Dinner und Kuscheln statt Sex: Liebe macht nicht nur blind, sondern oft auch bequem. Wenn auch Ihre Beziehung eingeschlafen ist, wird es höchste Zeit sie wieder aufzuwecken.

Wenn Beziehungen faaul machen

Beziehungsspeck los werden

Liebe geht durch den Magen. Was der Volksmund schon immer wusste, hat eine australische Forscherin jetzt bestätigt. Annette J. Dobson von der australischen Universität Queensland fand heraus, dass durchschnittlich sieben Kilo pures Beziehungsglück über den Magen direkt auf den Hüften der meisten Paare landen. Bei Paaren mit Kindern sind es sogar noch zwei Kilo mehr, die sie im Vergleich zu Singles zunehmen.

Natürlich können ein paar lächerliche Kilos keinen ernsthaften Ballast für eine aufrichtige Beziehung darstellen, dennoch ist es ein Zeichen mangelnder Mühe, wenn man sich allzu sehr gehen lässt. Zeigen Sie Ihrem Partner, dass Sie sich bemühen für ihn attraktiv zu sein. Das gibt übrigens nicht nur Ihrem Liebsten ein gutes Gefühl, auch man selbst fühlt sich besser.

Runter vom Sofa

Eine Beziehung lebt von gemeinsamen Erlebnissen. So gemütlich es auf dem Sofa auch ist, überwinden Sie sich und unternehmen Sie wieder etwas gemeinsam. Auf dem Sofa schläft man nicht nur selbst ein, auch die Beziehung wird müde, je weniger Sie vor die Tür gehen. Treffen Sie Freunde, gehen Sie tanzen oder suchen Sie sich ein gemeinsames Hobby. Denn Sie schreiben nur dann eine gemeinsame Geschichte, wenn Sie diese auch mit Inhalt füllen. Übrigens: Auch Unternehmungen ohne den Partner können hin und wieder eine Beziehung beleben. Denn wie soll man den anderen vermissen, wenn er immer bei uns ist?  

Sex wiederbeleben

Monogamie muss nichts mit Monotonie zu tun haben. Zwar ist es völlig normal, dass das sexuelle Verlangen nach der ersten Verliebtheit weniger wird. Langweilig wird dies aber erst, wenn auch das Bemühen und die Neugier nachlassen. Zu Beginn einer Beziehung wird in den Federn noch experimentiert. Jeder bringt seine sexuellen Vorlieben ein und versucht die des Partners kennen zu lernen. Schon bald entstehen daraus gemeinsame Vorlieben, bei denen zwar meist beide Partner auf ihre Kosten kommen, jedoch oft nur noch ein geringes Spektrum der eigenen Sehnsüchte bedient wird.

Um dieses routinierte Liebesspiel in neue, lustvolle Bahnen zu lenken, ist vor allem eines gefragt: Mut! Diesmal dürfen Sie sich gehen lassen. Sie sollen es sogar. Beschränken Sie Ihr Denken und Handeln nicht auf das, was Sie bereits kennen, sondern auf das, was Sie sich schon immer gewünscht haben. Vertrauen Sie sich und Ihre Vorstellungen Ihrem Partner an. Auch wenn es Überwindung kostet, bedenken Sie, dass Sie nirgendwo so ehrlich sein können, wie in der Liebe.

Mehr Komplimente, bitte!

Liebe macht oft nicht nur dann blind, wenn man noch die rosa-rote Brille auf der Nase trägt, sondern viel öfter auch dann, wenn man sie schon lange abgesetzt hat. Oft erkennen und achten wir nach einer gewissen Beziehungsdauer seltener attraktive Eigenschaften unseres Partners, als noch in den Zeiten verliebter Verblendung. Je länger eine Beziehung währt, desto mehr neigt man dazu, Dinge und Eigenschaften des Anderen als selbstverständlich anzusehen, die man zu Beziehungsbeginn noch als Besonderheit bewundert hat. Verlieren Sie nicht den Blick für die wertvollen Seiten Ihres Liebsten. Nehmen Sie bewusst war, wo seine Stärken sind und was Sie an ihm attraktiv finden. Und: Sagen Sie ihm, was Sie bewundern. Komplimente tun der Seele und der Liebe gut.

Romantik statt Routine

Kleine Geschenke, Abendessen bei Kerzenschein und Liebeserklärungen auf dem Handy: In der ersten Verliebtheit empfinden wie unsere neue Liebe als etwas ganz Besonderes und zelebrieren sie auch so. Leider lässt die Romantik mit der Zeit oft nach. Dabei ist ihre Liebe keineswegs nicht weniger besonders geworden. Im Gegenteil: Langzeitbeziehungen werden immer seltener und sind daher umso wertvoller. Hören Sie nicht auf, dieses Glück zu erkennen und zu zelebrieren. Geben Sie sich in den kleinen Dingen des Alltags wieder mehr Mühe. Hierfür ist nicht mal viel Aufwand erforderlich. Als Zeichen der Anerkennung genügt es bereits, wenn Sie Ihrem Partner hin und wieder seine Lieblingsschokolade vom Einkauf mitbringen, ihn vor dem Einschlafen massieren oder ihm eine kleine Liebesbotschaft in den Kalender schreiben. Kleine Gesten haben oft die grösste Wirkung.

Spontanität ist Leidenschaft: Keine starren Pläne

Der Alltag erfordert Routine und lädt seinen Müll nur zu gern in unseren Beziehung ab. Das ist hilfreich um Job und Haushalt zu managen, aber oft auch langweilig. Erinnern Sie sich noch an die erste Zeit Ihrer Verliebtheit? Für ein paar Stunden Zweisamkeit hat man damals fast alles getan: Auf Schlaf und Essen verzichtet und auch den einen oder anderen Kater in Kauf genommen. Feste wurden gefeiert, wie sie gefallen sind.

Natürlich fordert der Alltag Struktur – aber auch Ihre Partnerschaft darf Forderungen stellen. Und zwar nach Spontanität und Flexibilität. Lassen Sie für Ihren Liebsten Fünfe gerade sein und tun Sie Dinge, die etwas über die Stränge schlagen. Jedenfalls hin und wieder. Geniessen Sie das Leben und vor allem Ihre Liebe. Alles was Sie dafür tun müssen, ist vom Sofa aufzustehen und Ihrem Herzen zu folgen. Das will nämlich endlich wieder höher schlagen.

Autor: Linda Freutel

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