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Je klüger, desto einsamerGebildete Frauen stellen zu hohe Ansprüche

Laut einer aktuellen Studie haben wir Frauen die Männer an der Bildungsspitze nicht nur ein-, sondern längst überholt. Das ist erfreulich. Doch geht es um die Liebe denken wir längst nicht so fortschrittlich. Insbesondere hoch qualifizierte Frauen bleiben überdurchschnittlich häufig Single. Macht uns die Emanzipation einsam?

Gebildete Frau

Während Männer bei der Partnerwahl flexibler sind und sowohl für Frauen mit ebenbürtiger als auch mit niedrigerer Qualifikation Interesse zeigen, wollen sich Singlefrauen mit hohem Bildungsgrad partout nicht nach unten orientieren. Ein immer grösser werdendes Ungleichgewicht droht zu entstehen, da die weibliche Bildungsquote immer mehr ansteigt und das Kontingent an potenziellen Partnern, die den persönlichen Mindeststandard erfüllen, allmählich schwindet. Blossfeld sieht das im Interview mit der taz ganz nüchtern: «Heute müssten etwa 18 Prozent der Frauen nach unten heiraten, damit das ausgeglichen ist. In Wirklichkeit tun dies aber nur 8 Prozent der Frauen, viele qualifizierte Frauen leben als Single.»

Die einzige Lösung für die einsamen Akademikerinnen sei es nun also, die normativen Vorstellungen vom attraktiven Partner und einer erfolgreichen Beziehung zu ändern. So sollte die kultivierte Singlefrau von heute bei der Partnerwahl wohl also ein klein bisschen ihrer romantischen Vorstellungen aufgeben und es geniessen, dass das angeblich so starke Geschlecht ein Stück weit Männlichkeit opfert, um zu ihr aufzublicken.

Text: Linda Leitner

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