Wardrobe DetoxKleiderschrank ausmisten in 10 Schritten

Kleiderschrank ausmisten: Altes raus, Neues rein

Dass es leicht ist, hat niemand gesagt. Aber ungemein befreiend! Wer seinen Kleiderschrank gründlich ausgemistet hat, hat nämlich mehr Platz für Dinge, die er wirklich mag. Shopping, anyone?

Jedes Kleid in unserem Schrank könnte Bände erzählen. Von grossen Festen und romantischen Dates. Jede Jeans kennt uns besser als unsere Freundinnen. Und unsere Schuhe? Die wissen uns immer aufzuheitern. Egal, wie traurig oder gefrustet wird gerade sind, unsere Klamotten begleiten uns durch gute und schlechte, wilde und noch wildere Zeiten. Warum sollen wir uns also ernsthaft von ihnen trennen? Weil du dich auf neue, grossartige Auftritte und Erlebnisse freuen. Und genau dafür musst du Platz machen.

Schlüpf doch mal in andere Schuhe, hüll dich wortwörtlich in neue Kleider. Das Leben ist zu kurz, um an alten Fetzen und Festen festzuhalten. Doch wer Platz für neue Mode haben will, muss vorher seinen Kleiderschrank ausmisten. Darum heisst es jetzt: Adieu, ihr alten Outfits! Wir machen Platz für neue Mode und neue Geschichten.

Was kann weg?

«Gefällt mir nicht», «Ist kaputt», «Hat Flecken, die nicht mehr raus gehen». Manchmal ist es leicht, sich von Stücken zu trennen. Schwer wird das Kleiderschrank ausmisten erst dann, wenn alle überflüssigen und kaputten Sachen entsorgt sind, der Schrank aber dennoch aus allen Nähten platzt. Dann müssen wir dahin, wo es weh tut.

Wir verratenan dieser Stelle ein Geheimnis: Man könnte ohne zehn Paar Jeans und drei schwarze Blazer leben! Und zwar modischer als vorher. Wenn du deinen Kleiderschrank ausmistest, schaffst du nämlich Platz für all die neuen Looks, die vorher weder in deinen Schrank, noch in dein Stil-Konzept gepasst haben.

Kleiderschrank ausmisten in 10 Schritten

Alles muss raus

1 Nimm jedes (wirklich jedes!) Kleidungsstück aus deinem Kleiderschrank heraus und sortiere es auf einen der folgenden Haufen:

  • - Länger als 6 Monate nicht getragen
  • - Passt nicht
  • - Wird vielleicht mal wieder in
  • - Basics
  • - noch nie getragen
  • - müsste geändert werden

Länger als 6 Monate nicht getragen

2 Wenn du deinen Kleiderschrank aufräumst und dabei feststellst, dass du ein Stück lange Zeit nicht getragen haben, kann das zwei Gründe haben. Entweder magst du es nicht oder es ist nur zu speziellen Anlässen passend. Im ersten Fall solltest du dir überlegen, ob du im Keller oder einem anderen Zimmer Platz für Klamotten schaffen willst, die nur selten gebraucht werden. Im zweiten Fall zählt keine Ausrede. Alles, was länger als 6 Monate nicht in Gebrauch war, kann weg.

Passt nicht

3 Auf diesem Haufen sammeln sich Kleider, die entweder zu gross, in den meisten Fällen wohl aber zu klein sind. Sind wir doch ehrlich: Diese Sachen gehören nicht zu unserer Garderobe, sondern unserem Wunschdenken. Meistens wurden solche Sachen schon im Bewusstsein der fehlenden Passform gekauft.

Warum? Weil wir uns sicher waren, dass es diesmal mit dem Abnehmen klappt. Oder dass das Dekollete nur den richtigen BH braucht. Weil wir den strengen Sekretärinnen-Look schon immer so toll fanden und dachten, wenn wir erst eine neue Frisur haben, würde er uns auch stehen. Oder weil wir davon überzeugt waren, dass uns Pastell-Rosa steht, wenn wir erstmal braun sind.

Doch wenn wir auf so viel Perfektionismus warten wollen, schaffen wir es nie, unseren Kleiderschrank auszumisten. Daher gilt: Alles, was nicht passt, muss weg. Schluss. Aus. Ende der Träumereien.

Wird vielleicht mal wieder

4 Dass sich Trends in regelmässigen Intervallen wiederholen, ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Und es ist uns auch eine willkommene Ausrede die Schlaghose aus den 90ern oder die klobigen Turnschuhe mit durchgehender Plateausohle bis heute zu horten.

Richtig ist, dass Schlaghosen wieder im Trend sind. Wünschenswert wäre, dass selbiges mit den Plateau-Turnschuhen nie wieder passiert. Und realistisch ist, dass du ohnehin losziehen und dir das Trend-Teil aus den aktuellen Kollektionen holen wirst. Aufgewärmt schmeckt schliesslich nur Gulasch.

Basics, Basics, Basics

5 Zu diesen Klamotten-Klassikern gehören weisse T-Shirts, Jeans und schlichte Pullis oder Strickjacken. Eben all die Dinge, die wir jeden Tag tragen und brauchen. Du wirst es vielleicht nicht glauben, aber wer seinen Kleiderschrank ausmisten will, sollte sich auch von diesen trennen. Jedenfalls teilweise.

Denn gerade unter den Sachen, die wir oft tragen, befinden sich Einzelteile, die dringend nach Ersatz schreien. Das weisse T-Shirt mit dem altersbedingten Grauschleier oder die Lieblings-Jeans, die vor lauter Altersschwäche an den Knien schon fast durchgescheuert ist: All das sind Sachen, die wir zwar lieben, die aber weg gehören. Das muss ja nicht gleich sein. Aber spätestens, wenn du einen adäquaten Ersatz für einige veraltete Lieblings-Basics gefunden hast, gehören die Vorgänger in die Altkleidersammlung.

Noch nie getragen

6 Sachen, die sogar noch mit Etiketten versehen sind, tauchen beim Kleiderschrank ausmisten oft auf. Sie gehören an sich ebenfalls auf den Haufen «passt nicht». Denn selbst, wenn diese Sachen an sich tadellos sitzen, haben sie es nicht geschafft, Teil deiner Garderobe zu werden.

Höchst wahrscheinlich sind sie Opfer modischer Experimente oder einer gescheiterten Typveränderung. Und höchstwahrscheinlich wirst du die Sachen auch in Zukunft nicht anziehen. Tipp: Verkaufe, verschenke oder tausche die Sachen. Jemand anderes hat bestimmt Freude daran. Alle wichtigen Flohmarkt-Termine findest du hier, die schönsten Second Hand Shops da.

Müsste geändert werden

7 Das hübsche Sommerkleid, das ein paar Zentimeter kürzer sein könnte, oder die neue Jeans, die erst dann zu hohen Schuhen passt, wenn man den Saum auslässt. Solche Stücke werden beim Kleiderschrank ausmisten ebenfalls nicht zurück ins Regal geräumt. Jedenfalls vorerst nicht.

Leg die Kleidungsstücke, die du ändern willst, auf einen separaten Haufen. Und sortiere sie sie erst dann wieder ein, wenn sie wirklich geändert wurden. Andernfalls nehmen sie unnötig viel Platz im Schrank ein.

Aufräumen

8 Jetzt hört der Spass auf. Denn alles muss wieder schön zusammen gefaltet werden. Wenn du darin noch nie ein Pro warst, ist es jetzt Zeit, das zu lernen. Im Netz gibt's fabelhafte Videos dazu.

Ordnung schaffen nach System

9 Du solltest dir jetzt ein Sytem überlegen, das Ordnung schafft und auch für dich funktioniert. Zum Beispiel nach Kleidertyp, Farbe, Anlass, Look.

Shoppen

10 Wenn du ehrlich zu dir selbst warst, solltest du jetzt wieder Platz und auch einen besseren Blick haben für Dinge, die dir wirklich gefallen. Wir finden, du hast die Belohnung jedenfalls verdient. Viel Spass beim Shoppen!

Tipp: Kleiderschrank ausmisten – bei jedem Kauf!

Seinen Kleiderschrank ausmisten zu müssen macht keinen Spass. Im Laufe der Zeit haben sich meist so viele Sachen angesammelt, dass es nötig ist, sich gleich von einem ganzen Haufen seiner Lieblingssachen zu trennen. Wer solche Szenarien vermeiden will, beugt vor.

Du könntest beispielsweise die simple «One in, one out»-Regel beherzigen, um ein Chaos im Schrank erst gar nicht entstehen zu lassen. Entsorge für jedes Kleidungsstück, das du geshoppt hast, ein anderes Teil. Eines kommt, eines geht. Mit diesem einfachen Prinzip ist grosses Ausmisten kaum noch nötig.

Beim Ausmisten beherzigen Ordnungsprofis einen einfach Trick: Sie lassen Unordnung erst gar nicht entstehen. Regelmässiges Aufräumen und Aussortieren macht grosses Ausmisten überflüssig. Um Ordnung im Schrank zu halten, kannst du beispielsweise alle zwei Wochen eine feste Aufräumstunde einplanen.

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Bild: iStock

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