Pixel

Wanna make it last?Permanent Make-up: Das musst du wissen

Permanent Make-up hat viele Vorteile. Aber leider auch Risiken. Wer sich für die dauerhafte Verschönerung entscheidet, muss sich absolut sicher und noch besser informiert sein. Was du wirklich wissen musst: Wir klären auf. 

Permanent Make-up ist praktisch: Microblading, ein permanenter Lidstrich oder sogar vollere Lippen.

Verzupfte Augenbrauen werden durch Permanent Make-up wieder perfekt. Lippen werden voller, ganz ohne chirurgischen Eingriff. Und das sogar ohne grossen Aufwand. Tägliches Schminken und Augenbrauen aufmalen? Passé. Lästiges Abschminken damit natürlich auch. Sogar beim Sport sehen wir toll aus. Und: Nach dem Aufwachen. Ja, Permanent Make-up ist eine geniale Erfindung der modernen Zeit. Vorausgesetzt man kennt die Details und Risiken!

Permanent Make-up: Die wichtigsten Fragen und Tipps

Was ist Permanent Make-up überhaupt?

Permanent Make-up ist vereinfacht gesagt eine Art des Tätowierens. Es werden Farbpigmente unter die Haut gestochen, um eine dauerhafte (aber nicht ewige!) Verschönerung zu erreichen. Da besonders sensible Hautstellen, wie Augenlider oder Lippen, behandelt werden, wird die Farbe allerdings nicht ganz so tief in die Haut injiziert, wie bei einem Tattoo. Permanent Make-up hält daher auch nicht ganz so lange wie ein klassisches Tattoo.

Was lässt sich mit Permanent Make-up alles machen?

Vieles! Es gibt inzwischen viele verschiedene Methoden, wie Permanent Make-up angewendet wird. Beim Microblading werden beispielsweise die Augenbrauen nachgezogen, optisch verdichtet oder korrigiert. Anders als früher entstehen dabei keine dicken Filzstift-Balken-Brauen, sondern feine Linie, die aussehen, wie echte Augenbrauen-Härchen.

Gleiches gilt für das Lippen und Augen Make-up: Vom dramatischen Lidstrich über einen zarten Lidstrich, bis zur dezenten Wimpern-Verdichtung und hübschen Lippenkonturen und zarten Farben. Manche Frauen lassen sich sogar niedliche Sommersprossen oder ein perfektes  Muttermal ins Gesicht stechen.

Vollere Lippen: Permanent Make-up statt Beauty-Doc?

Ja, es stimmt. Durch geschicktes Permanent Make-up wirken die Lippen optisch grösser. Bei der so genannten Lippenmodellierung werden die Lippen bei der Behandlung mit einer speziellen Schattierungs-Technik derart nachgezeichnet, dass sie optisch voller wirken. Wer ohnehin volle Lippen hat, sich aber etwas mehr Frische wünscht, kann auch nur die Lippenkonturen nachziehen lassen.

Oder: Man tüncht den gesamten Mund einfach dauerhaft in einen Lippenstift mit dem Farbton der eigenen Wahl. Von leichtem Rosa bis Violett oder Rot ist mit Permanent Make-up für die Lippen alles möglich. 

Wie lange hält Permanent Make-up?

Permanent Make-up ist von Dauer – aber nicht für die Ewigkeit. Da die Farbpigmente nur oberflächlich unter die Haut gestochen werden, verblassen sie nach einiger Zeit. Wie lange das dauert, hängt vom Hauttyp, dem Alter, der UV-Belastung, der Hautstelle und einigen weiteren Faktoren ab. Das Ergebnis und die Haltbarkeit von Permanent Make-up ist daher sehr individuell. Grundsätzlich lässt sich sagen: Zwischen 6 Monaten und drei Jahren ist alles möglich. 

Permanent Make-up ist praktisch: Microblading, ein permanenter Lidstrich oder sogar grössere Lippen.

Risiken und Nebenwirkungen: Was muss ich wissen? 

Ein Tattoo, auch wenn es lediglich oberflächlich unter die Haut gestochen wird, bedeutet eine Hautreizung. Einher geht immer(!) die Gefahr der Unverträglichkeit gegenüber den Farbpigmenten sowie die Möglichkeit einer Entzündung. Zwar kommt es sehr selten zu solchen Reaktionen, dennoch sollte man im Vorfeld achtsam sein. Absolute Hygiene bei der Durchführung, seriöse Produkte und Vorgehensweise der Kosmetikerin sowie eine gewissenhafte Aufklärung sind Pflicht bei der Behandlung! 

Welche Fehler können beim Permanent Make-up entstehen?

Falsche Linienführung, unpassende Farbe oder eine nicht gewünschte Intensität der Pigmentierung sind die häufigsten Fehler, die bei einem Permanent Make-up passieren. Vorbeugen lässt sich durch umfängliche Beratungsgespräche. Am besten zeigt man der Kosmetikerin verschiedene Beispielbilder, wie man sich das Permanent Make-up vorstellt – und auch solche Bilder, wie man den Look auf gar keinen Fall haben möchte. Ebenfalls wichtig: Lasst Euch auch Bilder ihrer bisherigen Arbeiten zeigen. 

Gefällt nicht: Was tun, wenn das Permanent Make-up ins Auge geht?

Trotz aller Vorkehrung besteht immer die Gefahr, dass das Permanent Make-up am Ende nicht aussieht wie gewünscht oder einfach nicht gefällt. Jeder, der sich für eine dauerhafte Verschönerung entscheidet, sollte sich bewusst sein, dass sie eine Veränderung im Gesicht bedeutet. Ein paar Tage der Gewöhnung braucht man fast immer, um den neuen Look gutzuheissen.

Dennoch kann es sein, dass man sich mit dem Ergebnis auf Dauer nicht anfreunden kann. Und dann ist guter Rat leider teuer und aufwendig. Zwar gibt es dermatologisch sichere Laserverfahren, mit denen die Farbpigmente wieder neutralisiert werden können. Es dauert aber in der Regel zwischen 6 bis 8 solcher kostspieligen Anwendungen, ehe alles beim Alten ist. Anders geht es leider nicht!

Wie viel kostet Permanent Make-Up?

Die Kosten für Permanent Make-up lassen sich pauschal leider nicht schätzen. Der Preis hängt vom Aufwand und der Hautstelle, aber ebenso vom Preisniveau des Kosmetikstudios ab. Grundsätzlich gilt: Spart nicht am falschen Ende. Qualität hat ihren Preis und zahlt sich aus.

Make-up, dass nicht auf, sondern unter der Haut getragen wird, sollte höchste Güte haben. Gleiches gilt für die Ausbildung der Kosmetikerin. Lasst Euch im Vorfeld über beides aufklären. Seriöse Studios stehen gern Rede und Antwort und bieten ausführliche Beratungstermine an. 

Wann ist von einem Permanent Make-up abzuraten?

Wer zu empfindlichen Hautreaktionen neigt oder an Schuppenflechte, Neurodermitis oder anderen Symptomen leidet, sollte zuvor mit einem Dermatologen besprechen, ob ein Permanent Make-up für ihn in Frage kommt. Grundsätzlich ist eine dauerhafte Verschönerung zwar möglich und in der Regel ist die Behandlung bedenkenlos, dennoch kommt es immer auf den Einzelfall an. 

Wie kann ich mir sicher sein, dass ich wirklich ein Permanent Make-up haben möchte?

Wen tägliches Schminken einfach nervt, man sich tagtäglich über seine kaum vorhandenen Augenbrauen nervt oder wer den Wunsch hat, zu jeder Tageszeit wie Little Miss Perfect auszusehen, ist mit einem Permanent Make-up grundsätzlich perfekt beraten.

Wer sich noch unsicher ist, vereinbart am besten mit der Kosmetikerin einen unverbindlichen Termin. Dabei zeichnet sie das gewünschte Make-up mit gewöhnlicher Schminke auf, um den späteren Effekt zu simulieren. Die Kundin oder der Kunde kann so sehen, ob Art, Intensität und Farbgebung gefallen und Änderungswünsche direkt besprechen. 

Und was ist mit Schmerzen?

Auch diese Frage verunsichert viele Frauen: Tut das Stechen von Permanent Make-up weh? Die Antwort lässt sich leider nicht pauschal geben. Spürbar ist das Injizieren der Farbe in jedem Fall. Die Nadeln sind aber extrem dünn, teilweise dünner als Tattoo-Nadeln, so dass die Einstiche vergleichsweise milder sind.

Dafür sind die Hautstellen, gerade im Bereich der Augen, recht sensibel. Hochwertige Studios tragen vor der Behandlung eine betäubende Creme auf, so dass die Behandlung von den meisten Kunden als aushaltbar empfunden wird. Am Ende heisst es aber: Versuch macht klug. Jeder macht seine eigenen Erfahrungen mit Permanent Make-up. Und die meisten sind damit sehr happy!

Bilder: Unsplash

Weitere Artikel