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Future FoodDiese Food Trends erwarten dich im neuen Jahr

Corona hat unserer Ernährung zu noch höherem Stellenwert verholfen. 2021 kommen Food Trends, die nicht nur Leib und Seele, sondern vielleicht eine ganze Gesellschaft zusammenhalten. Das macht Appetit auf die Zukunft.

Gedeckte Tafel

Das neue Jahr misst Food Trends nicht danach, ob sie instagramable sind. Eher danach, ob sie genussvoll, gesund und obendrein gemeinnützig sind. Denn waren wir während der Pandemie gezwungen, unsere Ernährung und Esskultur umzustellen, sind aus dieser Not inzwischen Food Trends entstanden, ohne die wir künftig nicht mehr leben wollen. 

5 Food Trends, die uns 2021 besonders gut schmecken

Ghost Kitchen: Gastro ohne Gäste  

Geschlossene Restaurants waren während der Coronakrise zunächst gewiss ein Schock, aber letztlich wohl ein Meilenstein für einen genialen Food Trend namens «Ghost Kitchen».

Unter dem Geister-Küchen-Konzept versteckt sich die Idee, dass Köche ihre Köstlichkeiten immer öfter ausser Haus verkaufen. Ob zum Takeaway oder durch Lieferdienste: Längst wird nicht nur ungesundes Fast Food zu uns nach Hause gebracht, sondern feinste Küche aller Art. Und die Gastronomen profitieren auch: Sie sind nicht an kostspielige Räumlichkeiten gebunden, sondern können kleine Küchen quasi überall unterbringen. Leerstehende Gebäude, Koch-Container oder Co-Working-Kitchens, könnten die neuen To-Go-Restaurants werden.

Meet Food: Ernährung als Erlebnis

Vielleicht liegt es daran, dass wir uns während der Coronakrise intensiver mit unserer Ernährung beschäftigt und unser Essen stärker zelebriert haben. Oder einfach daran, dass es Spass macht. Wie dem auch sei: Im neuen Jahr wird Essen immer mehr zum Erlebnis. Wir kaufen nicht auf die Schnelle im überfüllten Discount-Supermarkt ein, sondern gehen in ausgewählte Bio- oder Feinkostläden, nehmen uns wieder Zeit für Wochenmärkte oder machen vielleicht sogar einen Ausflug zu einem ländlichen Hofladen. Wir wollen sehen, was wir kaufen, die Aromen riechen, probieren und das Ritual rund ums Essen ein wenig entschleunigen.

Biodiversity: Echter Genuss ist vielfältig und nachhaltig

Wir müssen nicht Avocados, Papayas oder andere Exotikwaren importieren, um echte Vielfalt auf dem Teller zu haben. Im Gegenteil: Auch in unseren Regionen wachsen dutzende unterschiedlicher Gemüse- und Obstsorten; die meisten von ihnen wurden nur vergessen. Der neuste Food Trend will solche vergessen Ursprungs-Sorten zurückerobern und damit nicht nur für geschmackliche und gesundheitliche Vielfalt sorgen, sondern auch für mehr Klimafreundlichkeit. Denn je heimischer, ursprünglicher und vor allem unterschiedlicher die Landwirtschaft ihre Felder bestellt, desto besser ist das für das gesamte Ökosystem. Die Böden können sich erholen, mehr Insektenarten werden angelockt, die Transportwege sind kürzer, und und und. 

DIY Kochen: You are not alone

Als uns die Alltagsgastronomie vor der Nase zugeschlossen wurde, hatten wir keine andere Wahl, als selbst zu kochen. Heute wollen wir auch gar nicht mehr anders. Denn «homemade food» ist mehr als ein Hashtag bei Insta. Es ist eine Esskultur, die gesund und gesellig ist. Und das gilt übrigens nicht nur für verliebte Pärchen, die kuschelige Kochabende lieben, sondern längst auch für Singles. Der Grund: Das WWW brummt nur so vor Communities, Blogs und Video-Tutorials, die uns Tipps und Entertainment in die eigene Küche bringen. Kleiner Tipp: Besonders hip ist es, nicht nur das Essen selbst zu kochen, sondern die Zutaten dafür auch selbst anzubauen. Auf Balkon oder im Garten: Für ein paar Kräuter und etwas Gemüse ist überall Platz. 

Liquid Evolution: Die neue Lust an Nüchternheit 

Dieser Food Trend schwappt langsam aber sicher aus den USA zu uns rüber: Drinks, die lustvoll prickeln, völlig unerwartet schmecken, wirklich Spass machen und dabei völlig ohne Alkohol auskommen. Es ist einfach genial: Wir sparen uns den Kater, verzichten aber nicht auf Genuss. Trendbewusste Bartender experimentieren hierfür mit fermentierten Zutaten, ausgefallenen Gewürzen und neuen Konsistenzen. Wir sind gespannt – statt beschwipst. 2021 kann kommen!

Titelbild: Pexels

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