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Ketogene DiätWie Fett schlank macht

DIÄT-CHECK Die Ketogene Diät verzichtet fast vollständig auf Kohlenhydrate, dafür gibt es jede Menge Fett. Tönt merkwürdig. Vielleicht auch etwas radikal. Die Zürcher Food-Autorin Romy Dollé, lebt seit Jahren ketogen und erklärt uns, warum die Diät für sie fabelhaft funktioniert.

Ketogene Ernaehrung

Low-Carb ist schon lange ein erfolgreiches Diätrezept. Dabei machen die Kohlenhydrate mindestens für eine Mahlzeit auf dem Teller Platz für frisches Gemüse, Früchte, Fisch, Fleisch, Milchprodukte oder Nüsse.

Die ketogene Diät geht noch einen Schritt weiter. Sie ist eine Ultra-Low-Carb-Diät, die zumindest am Anfang komplett auf Brot, Pasta, Reis und Früchte und damit auch auf Zucker (Glukose) als Energielieferant verzichtet. Denn erst, wenn der Körper auch das letzte kleine Glukoseteilchen verarbeitet hat, fällt er in Ketose und fängt an, Energie selbst herzustellen. Bitte was? Naja, Ketose eben, der Knackpunkt dieser Diät, denn ohne Ketose läuft hier nichts.

 

Was ist Ketose?

«Wenn der Körper Energie aus Fett bildet» erklärt Romy Dollé, die sich selbst seit einigen Jahren ketogen ernährt. Damit das funktioniert, muss man während der ketogenen Diät konsequent auf Zucker aus Kohlenhydraten und Früchten verzichten. Fehlt dem Körper nämlich Zucker, muss er die Energie von anderer Stelle beziehen und beginnt in der Ketose sogenannte Ketone, Energieträger aus Fett und Protein, herzustellen. Im Vergleich zur Zucker-Energie aus Glukose (Traubenzucker) liefern Ketone im Schnitt sogar 25% mehr Energie. Da der Körper für die Bildung von Ketone nicht nur das Fett verarbeitet, dass man während der Diät zu sich nimmt, sondern auch das Fett, dass der Körper gespeichert hat, kann die ketogene Diät insbesondere in den ersten Wochen extreme Abnehmerfolge erzielen.

Romy Dollé über ketogene Diät.

Über Romy Dollé

Romy Dollé lebt mit ihrem Mann Dave Dollé, einem bekannten Schweizer Fitness-Trainer und ihrem Sohn Ray in Zürich. Seit Jahren ernährt sich Dollé Ultra-Low-Carb und gibt ihre Erfahrungen und Rezepte in Ratgebern wie Pure Food, Pure Training oder Früchtewampe weiter.

Der Diät-Vorteil von Fett statt Kohlenhydraten

Zugleich Vorteil als auch Gefahr dieser Diät sei, dass man zu keiner Zeit hungern müsse. «Fett und Protein ist sättigend und viele essen dann eigentlich fast zu wenig.», findet Dollé. Aber auch bei der Auswahl der Fette kann man viel besser machen.

Denn Fett ist nicht gleich Fett. Bei den Mengen an Fett, die man während der ketogenen Diät zu sich nimmt, sollten es vor allem «gute Fette» sein, um richtig zu profitieren. «Man muss darauf achten, dass es wirklich natürliche Fette sind. Das kann Avocado sein, fettes Fleisch, fetter Fisch, kalt gepresstes Olivenöl, fette Milchprodukte wie Butter und Rahm, vollfetter Käse ist auch okay.», sagt Dollé.

Rezept von Romy Dollé

Darauf muss man während der ketogeneen Diät nicht  verzichten: Spiegeleier mit Speck nach einem Rezept von Romy Dollé

Kohlenhydrate seien hingegen «Hungertreiber», da Kohlenhydrate genauso schnell schnell in Energie umgewandelt würden, wie die daraus gewonnene Energie wieder verbraucht sei. Habe man Kohlenhydrate zu sich genommen schiesse  der Blutzucker  hoch, Insulin ins Blut und man fühle sich fit. Aber sobald die Energie verbraucht sei, sinke der Blutzucker wieder ab und der Hunger sei wieder da. Deshalb esse man in einer kohlenhydratreichen Ernährung grundsätzlich eher mehr. Ein Beobachtung die inzwischen auch immer mehr Ernährungswissenschaftler teilen. Zufolge Gary Taubes sind zu viele Kohlenhydrate die häufigste Ursache für Übergewicht. (Empfohlen: Übergwicht: Warum werden wir dick?)

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