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Always Tired? Daran erkennst du einen Eisenmangel

Wenn du trotz ausreichend Schlaf ständig müde bist, deine Muskeln sich schwach fühlen und deine Konzentration nachlässt und deine Haare ausfallen, dann könnten das erste Anzeichen für einen Eisenmangel sein. Besonders während der Periode verlieren wir Blut und damit auch Eisen. Welche Lebensmittel den Eisenspeicher auffüllen, wann du zum Arzt musst und welche Behandlungen es gibt, liest du hier.

Frau schläft auf dem Bauch.
© Vladislav Muslakov / Unsplash

Eisenmangel: Das Wichtigste in Kürze

  • Die ersten Anzeichen eines Eisenmangels sind Müdigkeit, ausfallende Haare und Kopfschmerzen. Mehr
  • Um die richtige Behandlung zu finden solltest du zum Arzt gehen. Bei einem Ferritin-Wert on unter 15 Nanogramm pro Milliliter spricht man von einem akuten Eisenmangel. Mehr
  • Eisen ist ein Spurenelement, das der Körper nur schwer aufnehmen kann. Oft ist die Ursache für den Mangel die Ernährung oder ein starker Blutverlust. Mehr
  • Eisen steckt in rotem Fleisch, Fisch und teilweise in Gemüse. Vor allem Menschen, die sich vegetarisch oder vegan ernähren sollten darauf achten, dass sie genug Eisen zu sich nehmen. Zur Übersicht
  • Um die Eisenspeicher zu füllen kannst du Tabletten oder Nahrungsergänzungsmittel einnehmen. Zur Behandlung

Laut Statistik der WHO leiden eine Millionen Schweizerinnen unter einem mehr oder minder schlimmen Eisenmangel. Typische Folgen sind Müdigkeit und Schlappheit. Sind die Eisenspeicher leer, gibt es Probleme bei der Produktion roter Blutkörper. Häufig tritt dieser bei einem starken Blutverlust auf. Auch die Periode ist eine übliche Ursache für den Eisenmangel.

Welche Symptome hat man bei Eisenmangel?

Die Anzeichen eines Eisenmangels sind sehr vielfältig und können in extremen Fällen sogar zu depressiven Verstimmungen führen.

Neben Müdigkeit, Kopfweh und Schwindelgefühl sind auch brüchige Nägel und Haarausfall ein häufiges Anzeichen für einen Eisenmangel. Lass am besten deine Blutwerte bei einem Arzt oder einer Ärztin überprüfen und sprich die Symptome an. Denn sie können auf fehlendes Eisen im Blut oder Anämie deuten.

Typische Anzeichen für Eisenmangel

  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Nachlassende körperliche Leistungsfähigkeit
  • Antriebslosigkeit
  • Schlafstörungen
  • depressive Verstimmungen
  • Gereiztheit
  • Nervosität
  • Haarausfall, brüchige Nägel
  • Kopfschmerzen
  • Nackenverspannungen
  • Schwindelgefühl, Konzentrationsprobleme, Kältegefühl
  • Libidoverlust
  • Blasse oder trockene Haut

Warum sollte ich bei Eisenmangel zum Arzt?

Die richtige Dosierung ist sehr individuell und lässt sich nur über die Analyse des Blutes bestimmen, deshalb solltest du deine Werte beim Arzt überprüfen lassen. Zudem sollte geklärt werden, wie stark der Mangel ist oder ob es sich sogar um Anämie handelt, um die richtige Therapie dafür zu finden. Zunächst wird Blut abgenommen.

Das Labor misst das Ferritin, ein Eiweiss das Auskunft über die Eisenreserven im Blut gibt. Liegt der Wert des Ferritin zwischen 30 und 50 Nanogramm so spricht man von einem niedrigen Eisenwert, fällt dieser Wert jedoch unter 15 Nanogramm pro Milliliter, so sind deine Eisenreserven erschöpft und es liegt ein akuter Mangel vor.

Bleibt dieser mangelhafte Zustand unbehandelt so kann es zu einer Eisenmangelanämie kommen. Daher ist es wichtig sobald wie möglich mit einer Behandlung zu beginnen.

Was kann die Ursache von Eisenmangel sein?

Der Grund für den Eisenmangel ist oft eine zu geringe Einnahme von Eisen über das Essen oder ein starker Blutverlust. Eisenmangel betrifft nicht nur Frauen, auch Sportler kennen die Beschwerden. Die Periode führt allerdings dazu, dass man viel Blut verliert und deshalb weisen Menstruierende oft einen schwächeren Eisenhaushalt auf, was der Grund für Eisenmangel und Blutarmut sein kann.

Eine andere Ursache für Eisenmangel oder gar Anämie ist der Stoffwechsel. Da Eisen über den Darm aufgenommen wird, kann auch eine Magen-Darm-Erkrankung für den Eisenmangel verantwortlich sein. Nimmt der Darm nicht genügend auf, hat der Körper weniger zur Verfügung und die Reserven sind schnell ausgeschöpft. Viele Patienten, mit niedrigen Eisenwerten klagen zudem über ständigen Bewegungsdrang in den Beinen. Das nennt man in der Fachsprache Restless-Legs-Syndrom, welches meist auf eine chronische Darmentzündung zurück zu führen ist.

Eisenmagel wegen der Ernährung

Die besten Eisenquellen sind rotes Fleisch und Fisch. Oft leiden Vegetarier an Eisenmangel. Zwar enthält auch Gemüse Eisen, jedoch kann der Körper das Spurenelement nicht so gut aufnehmen, wie aus Fleisch und Fisch.

Lebensmittel mit viel Eisen

Um dem Mangel langfristig entgegen zu wirken, sollte man aber vor allem auf eine eisenreiche Ernährung achten. Eine erwachse Frau sollte laut Empfehlung der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung etwa täglich 15 mg Eisen zu sich nehmen. Da über den Verzehr von Fisch und Fleisch das Eisen oft leichter zu bekommen ist, sollten Vegetarier und Veganer darauf achten, viele Hülsenfrüchte, Getreide, Nüsse und getrocknete Früchte zu essen.

Vermindert wird die Eisenaufnahme durch Alkohol, Nikotin, Koffein sowie Kalzium und Magnesium (vor allem in Milchprodukten). Diese Dinge sollte möglichst nicht zusammen mit Eisen eingenommen werden. Weitere Lebensmittel voller Eisen sind:

  • Hirseflocken (9mg /100 g)
  • Sojabohnen (9,7 mg/100 g)
  • Trockenfleisch und Rinderschinken (9,8 mg/100 g)
  • Linsen (8 g/100 g) )
  • Austern und Miesmuscheln (5,8 mg/100 g)
  • Eigelb (5,5 mg/100 g)
  • Tofu (5,4 g/100 g)
  • getrocknete Aprikosen (5,2 mg/100 g)
  • Vollkorn-Knäckebrot mit Sesam (4,3 mg/100 g)
  • Haferflocken (4,2 mg/100 g)

Mit der richtigen Ernährung lässt sich ein Eisenmangel vorbeugen. Akute Symptome von starkem Eisenmangel oder gar Anämie lassen sich dadurch aber nicht beheben.

Tipp: Vitamin C verbessert die Eisenaufnahme im Körper. Trinke deshalb Orangensaft zu deinen Frühstücksflocken, Sojamilch, Nüssen und getrockneten Früchten.

Eisenmangel wegen verminderter Aufnahmefähigkeit des Darms

Wenn der Dünndarm das Eisen aus der Ernährung nicht aufnimmt, kommt es ebenfalls zum Eisenmangel. Schuld daran sind zum Beispiel eine Fehlernährung bei einer strengen Diät, wenig Magensäure, ein Magengeschwür und Medikamente.

Warum brauchen wir Eisen?

Alle Stoffwechselvorgänge benötigen Eisen. Vor allem braucht unser Körper Eisen für den Sauerstofftransport im gesamten Körper und für die Bildung von Blut, insbesondere Hämoglobin, das den für uns so lebenswichtigen Sauerstoff an sich bindet. Laut einer Studie des Universitätsspitals Zürich brauchen sogar unsere Nervenzellen Eisen für den Informationsaustausch untereinander.

Eisenmangel während der Schwangerschaft

Auch während der Schwangerschaft und Stillzeit ist es wichtig, dass Gynäkologen prüfen, ob ein Eisenmangel vorliegt. Während der Schwangerschaft haben Frauen nämlich einen erhöhten Eisenbedarf. Daher ist eine Behandlung oft notwendig.

Wie kann man Eisenmangel beheben?

Man kann sich in der Apotheke Eisentabletten zu holen und diese über mehrere Monate einzunehmen. Eisen kann einem auch schnell auf den Magen schlagen. Daher sollte man die Tablette auch zum Essen einnehmen und nicht auf den nüchternen Magen.

Manche Frauen vertragen die Eisenpräparate zum Schlucken oftmals nicht, besonders wenn es sich um höhere Dosierungen handelt. Sie klagen über Magen-Darm-Beschwerden. In dem Fall, oder bei akut hohem Eisenmangel oder Anämie, wird der Arzt zu einer Eiseninfusion als Therapie-Methode raten, wobei das Eisen intravenös dem Körper zugefügt wird. In ein bis zwei Sitzungen ist der Mangel dann komplett ausgeglichen.

Eine sanftere Methode bieten Nahrungsergänzungsmittel, die mit weiteren Spurenelementen und Vitaminen angereichert werden.

Woran erkenne ich ob die Eisenbehandlung anschlägt?

Nach ein paar Wochen der Einnahme fühlst du dich bereits fitter, hast mehr Appetit und die Bewegungslust kehrt zurück. Viele Betroffene beschreiben, dass es sich anfühlt als würde man die Welt wieder richtig wahrnehmen. Eine erneute Blutabnahme ist jedoch notwendig um sicher zu sein, das die Methode anschlägt und sich der Eisenwert tatsächlich wieder im grünen Bereich befindet.

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