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AbschaltenSo verbringst du weniger Zeit am Smartphone

Weniger Bildschirmzeit und dafür mehr Lebensqualität – einfacher gesagt, als getan. Im Alltag fällt es schwer, in den Offline-Modus zu schalten und sich die regelmässigen Blicke auf das Display zu verkneifen. Unsere 7 Tipps unterstützen dich beim bewussten, reduzierten Handykonsum.

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Sie kann toxisch sein, die Beziehung zum Smartphone. Eine Hassliebe. Das Gerät plappert nonstop, braucht ununterbrochen Aufmerksamkeit. Kaum ist es weggelegt, kommen Zweifel auf, vielleicht sogar Ängste: Könnte sein, dass man etwas verpasst. Ab und zu tut eine Auszeit gut. Denn was macht man mit all den trügerischen Verführungen im Leben? Genau, man setzt ihnen Grenzen.

1. Tabu-Zonen einrichten

Bitte Abstand halten: Definiere Orte in deinen vier Wänden, die handyfrei bleiben. Klassiker sind der Treffpunkt Küchentisch, oder das Büropult, wo das summende Privatleben vom öden Papierkram ablenkt. Nicht zu vergessen: Im Bett ist irgendwann Schlafenszeit. Du startest gelassener in den Tag, wenn du nicht neben verpassten Nachrichten aufwachst. Damit das mit der Distanz funktioniert, braucht das Handy ein vorübergehendes Depot. Jackentaschen und Ablageflächen im Flur melden sich freiwillig – oder für ganz angefressene Instagram-Scroller: Das Auto in der Parkgarage. Hauptsache so weit weg, dass du nicht in Versuchung gerätst, den Unruhestifter wieder zu dir zu holen.

2. Gewohnheiten hinterfragen

Es ist wie mit der Zigarette: Beim Warten, nach dem Essen, wenn die Chefin den Raum verlässt… bevor man sich versieht, tippen die Finger schon wieder auf dem Touchscreen. Hinterfrage dich, wann du automatisch nach dem Handy greifst. Wenn das Bewusstsein für diese Momente da ist, fällt es leichter, das Gerät direkt wieder zurück in den Hosensack zu verfrachten – oder noch besser: es gar nicht erst herauszuholen.

Digital Detox: So verbringst du weniger Zeit am Handy

Ab und zu tut eine Auszeit gut.

3. Multitasking bleibenlassen

Entscheide dich. Entweder tippst du gerade eine WhatsApp-Nachricht oder du läufst über den Zebrastreifen. Für Fussgänger ist das unvorsichtige Überqueren der Fahrbahn die häufigste Unfallursache. Das zeigt die Unfallstatistik des Bundesamts für Strassen (Astra). Und die Zahlen steigen. Also bitte aufpassen! Wenn eine Tätigkeit deine Aufmerksamkeit erfordert, hat es im Kopf keinen Platz für das neueste Video auf «TikTok».

4. Analoge Alternativen nutzen

Back to the roots und zu den simplen Dingen des Lebens: Armbanduhren kommen nie aus der Mode, ein Radiowecker spielt Dir frühmorgens Hits aus der Jugend, Post-It-Aufkleber am Kühlschrank dienen als praktische Erinnerungsstützen und Landkarten zeigen auch bei fehlender Netzwerkverbindung den Weg. Solche smarten Sachen ersetzen den digitalen Alleskönner und haben einen unaufdringlichen Charme.

5. Digitale Detox-Helfer installieren

Sei streng. Setze Zeitlimits für Apps (häufig via Einstellungen des Telefons). So sagt dir der Zeiträuber gleich selber, wann es genug ist. Diese cleveren Applikationen helfen dir zusätzlich beim Detox:

  • «Moment - Screen Time Control» gibt Aufschluss über den Handy- und App-Gebrauch.
  • «Offtime» erinnert daran, regelmässige Auszeiten zu nehmen.
  • «Cleverest: Fokus Digital Detox» oder «Forest» sind spielerischer. Du bist für die Zufriedenheit eines Avatars oder für das gedeihen von Bäumen zuständig. Nur wer sich an seine Handy-Pausen hält, kann neue Features freischalten.
  • «Flipd» hilft insbesondere Lernenden und Studierenden dabei, produktiv zu sein.

6. Blackout-Rendezvous planen

Führe regelmässige Blackout-Abende durch. Das bedeutet, du nimmst dir ein Timeout; Bildschirme jeglicher Art bleiben schwarz. Das klappt am besten im Team. Haltet euch gegenseitig verantwortlich und geniesst zusammen die freien Stunden.

7. Bewusst gewusst, wie

Und wenn du schon in der Leitung hängst, dann so richtig. Ziehe dich zurück für wichtige Rückrufe und beantworte lange Nachrichten in aller Ruhe. Plane Momente ein, in denen du dich bewusst mit dem Smartphone auseinandersetzt. So nutzt du es kontrollierter und koordinierter – und verpasst auch bestimmt nichts.

Titelbild: Unsplash / Artikelbild: Getty Images

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