Wie ärgerlich!Was du auf Reisen schon immer falsch gemacht hast

Ferne Länder sehen auf Postkarten und im Reiseführer so toll aus. In Wahrheit können Ferien echt stressig und enttäuschend sein. Nämlich dann, wenn man sich die Laune mit typischen Reisefehlern selbst verdirbt. Aber diese Fehler gehören bald der Vergangenheit an. So vermeidest du typische Travel-Fails.

Was du auf Reisen schon immer falsch gemacht hast

Der Mensch lernt durch Erfahrung. Und wer schon mal nächtelang über der südostasiatischen WC-Schüssel hing oder mit einem russischen Beamten über vermeintlich ungültige Passdokumente gestritten hat, weiss wie bitter solche Erfahrungen beim Reisen sein können. Damit deine Ferien nicht zur Alptraum-Erholung werden, solltest du die folgenden Fehler beim Reisen vermeiden.

Das sind die häufigsten Fehler beim Reisen:

Ungültige Reisedokumente

1 Innerhalb der EU, die Schweiz ist dabei eingenommen, lässt es sich bequem mit der Identitätskarte reisen. Bei allen anderen Ländern wird zur Einreise jedoch ein Reisepass gefordert. Prüfe frühzeitig, ob dein Pass noch gültig ist. Wer sich zu spät um solche Details kümmert, muss mit langen Wartezeiten bei der Beantragung oder teuren Expressgebühren rechnen. Unbedingt auch Visa und die Länge der Gültigkeit abklären: Manche Länder wie Russland fordern, dass der Pass nach der Reise noch eine Gültigkeit von mindestens sechs Monaten aufweist.

Zu viel Gepäck

2 Die Hälfte des Koffers nehmen wir ungetragen wieder nach Hause: Unnötigen Ballast mitzuschleppen ist ein typischer Anfängerfehler beim Reisen. Eigentlich braucht man ja nicht wirklich viel. Am Ende trägt man nämlich auch in den Ferien bloss die Lieblingsklamotten. Anstatt also unnötig viel Kleidung und Kosmetik einzupacken, solltest du lieber ein Handwaschmittel im Gepäck haben, mit dem du deine Sachen zwischendurch auffrischen kannst.

Teure Umbuchungsgebühren beim Fliegen

3 Viele Fluggesellschaften locken mit rekordverdächtigen Tiefpreisen. Doch Vorsicht; der Haken an diesen Tarifen ist oft eine mangelnde Möglichkeiten zur Umbuchung. Sollte dir also doch mal etwas dazwischenkommen – gerade bei längeren Welt- oder  Etappen-Reisen kann das der Fall sein –, ist eine Umbuchung nur mit erheblichen Kosten möglich. Lies daher bereits bei der Buchung das Kleingedruckte zu den Umbuchungsmöglichkeiten und überlege gut, welcher Tarif am Ende wirklich am günstigsten für dich ist.

Das sind die häufigsten Fehler beim Reisen

Bild: jacoblund/iStock

Schlechtes Essen

4 Natürlich solltest du in fremden Ländern unbedingt die einheimischen Gerichte kosten. Doch Vorsicht: Einige fremdländische Nahrungsmittel vertragen wir Europäer nicht. Auch auf verunreinigtes Leitungswasser reagiert unser Körper nicht selten mit Durchfall und Magenproblemen. Daher gilt: Fremde Gerichte sollten zunächst nur gekostet werden. Sofern danach keine Probleme auftreten, kann man sich am nächsten Tag auch mal an eine grössere Portion wagen. Auch eine Magentinktur kann helfen. Wenn etwas komisch riecht oder verdächtig aussieht, lass es besser stehen – unsere Sinne sind da relativ verlässlich. Ausserdem solltest du in manchen Ländern Lebensmittel meiden, die mit Leitungswasser in Berührung waren; etwa gewaschener Salat oder Eiswürfel.

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Teure Wechselkurse

5 Der Tausch von fremdländischen Währungen ist in vielen Ländern ein grosses Geschäft. Anstatt auf diesen Touristen-Trick hereinzufallen, solltest du lieber bereits vor Reiseantritt etwas Geld bei deiner Hausbank wechseln; hier sind die Wechselkurse deutlich günstiger und du musst dich nicht gleich bei der Ankunft darum sorgen, wie du dein Getränk und das Taxi bezahlst. In westlichen Ländern ist es mittlerweile einfacher, den Grossteil direkt mit Karte zu bezahlen. Es gibt aber auch Destinationen, in welchen dir dein Plastikkärtchen rein gar nichts nützt.

Wenn du ohnehin schon bei deiner Bank bist, kannst du deine Reise gleich anmelden. Banken sperren manchmal vorsorglich Konten, wenn sie ungewöhnliche Transaktionen aus dem fernen Ausland feststellen.

Ärgerliche Flugplanänderungen

6 Nicht selten kommt es zu kurzfristigen Änderungen der Flugzeiten. Bis zu vier Stunden Wartezeit gelten dabei als rechtlich zulässig. Welche Rechte man bei längeren Wartezeiten hat, hängt vom Einzelfall sowie den Bestimmungen der Airline ab. Wer keine Lust auf diesen Ärger hat, sollte prüfen, ob die kurzfristige Neubuchung eines anderen Fluges am Ende nicht komfortabler ist. Vor allem bei Rund- und Etappenreisen kann das sinnvoll sein. Vor allem, weil man bei derart kurzfristigen Buchungen oft Schnäppchen machen kann.

Überfüllte Touristenattraktionen

7 Wer sich schon mal mit hunderten Fremden durch die engen Räume der Bernsteinzimmer-Rekonstruktion im Katharinenpalast gequetscht hat oder drei Stunden unter dem Eiffelturm in der Schlange stand, macht diesen Fehler nie wieder: Zur Hauptsaison, an Wochenenden oder späten Nachmittagen berühmte Sehenswürdigkeiten zu besuchen, ist frustierend. In der Nebensaison oder zu vermeintlich unattraktiven Uhrzeiten ist das Ferienerlebnis wesentlich entspannter. Überlege dir auch, ob du die Sehenswürdigkeit wirklich besuchen oder nur von der Liste im Reiseführer abhaken möchtest.

Zu viele Unternehmungen

8 Natürlich möchte man auf seiner Traumreise möglichst viel erleben. Genau deshalb machen viele auch den Fehler, sich mit Unternehmungen zu überladen. Man fühlt sich ständig gehetzt, kann kaum einen Ausflug wirklich bewusst geniessen und ist nach ein paar Tagen völlig ausgelaugt. Nimm dir im Idealfall nur eine Attraktion pro Tag vor, plane unbedingt Erholungstage ein und laufe auch einfach mal ohne konkretes Ziel durch die Strassen deiner Feriendestination.

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Der Reiseführer als Bibel

9 Im Reiseführer finden sich zwar die wichtigsten Attraktionen einer Destination, aber längst nicht immer auch ihre schönsten. Klar, für Gepflogenheiten einer Region sind Reiseführer top, doch wenn beim Geheimtipp auf jedem Tisch ein Lonely Planet liegt, ist der Tipp vielleicht gar nicht so geheim. Wer ein Reiseziel wirklich gut kennen will, muss jemanden fragen, der sich wirklich auskennt; nämlich einen Einheimischen. Geh unter Leute und such das Gespräch. Bestimmt erfährst du von tollen Stränden, Restaurants oder Aussichtspunkten, die du in keinem Reiseführer finden wirst.

Übermässiges Geknipse

10 Auf Fotos hält man die schönsten Ferienmomente für die Ewigkeit fest. Allerdings läuft man auch Gefahr, dass man den Moment als solchen verpasst. Nämlich dann, wenn man nur noch hinter der Kamera hängt und zwischen all den Selfies, Stories und Posts gar nicht mehr am Hier und Jetzt teilnimmt. Nimm dir daher vor, wirklich nur wenige, dafür wertvolle Bilder zu machen und die Zeit vor Ort lieber jenseits des Objektivs zu geniessen. Schöne Ferien! Du hast jetzt selbst in der Hand, ob sie welche werden.  

Titelbild: oneinchpunch/iStock

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