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Beziehung am Ende?11 Signale, dass Ihre Beziehung bald zu Ende ist

Diese Entscheidung ist keinesfalls leicht. Aber vielleicht dennoch längst überfällig. Denn viele Beziehungen scheitern schon, bevor sie überhaupt richtig angefangen haben, andere wiederum, werden viel zu früh aufgegeben. Elf Anzeichen, die darauf hindeuten, dass eine Beziehung am Ende ist.

Beziehung am Ende?

Fakt ist: Trennungen tun weh. Und zwar immer. Und sogar unabhängig davon, ob man verlassen wird oder selbst gegangen ist. Auch wenn ein Schlussstrich die beste und richtige Entscheidung ist, bleibt der Schmerz nicht aus. Liebeskummer ist aber längst nicht nur ein seelisches Leiden, sondern kann auch körperliche Leiden, wie Magenschmerzen, Appetitlosigkeit und andere ernst zu nehmende Gesundheitsbelastungen mit sich bringen. Das alles sind Tatsachen. Und das alles ist auch der Grund dafür, dass sich Menschen mit der Entscheidung für oder gegen eine Trennung so schwer tun.

Viele Menschen halten lieber am bekannten Unglück fest, als den Sprung ins unbekannte Glück zu wagen. Denn die Zweifel sind gross. Und berechtigt. Werfen Sie nicht leichtfertig das Handtuch – aber verlieren Sie auch nicht den Mut, Ihren Weg zu gehen. Den Richtungsweiser, bei Beziehungszweifeln gibt es hier: die elf wichtigsten Anzeichen für das Ende einer Liebe.

Häufige Zweifel: Trennungen beginnen im Kopf

Es beginnt mit einem leisen Gefühl in der Magengegend, entwickelt sich zu einem dicken Kloss im Hals und wird schliesslich zu einer wiederkehrenden Gedankenschleife. Die Rede ist von Zweifeln an ihrer Partnerschaft. Regelmässige wiederkehrende Ungewissheit über die Zukunft ihrer Beziehung sind ein Zeichen dafür, dass Sie sich nicht mehr sicher und wohl in Ihrer Partnerschaft fühlen. Doch Vorsicht: Urteilen Sie nicht vorschnell. Wer die Beziehung gelegentlich – vielleicht nach einem Streit - in Frage stellt, muss nicht gleich an das Ende denken. Zweifel sind durchaus normal. Erst wenn die Bedenken regelmässig wiederkehren und ein intensiver werdendes, unsicheres Bauchgefühl hinzukommt, sollte man diese unüberhörbaren Signale ernst nehmen.

Missstimmung: Beziehungsfrust macht schlechte Laune

Wer verliebt ist, ist überschwänglich gut gelaunt. Wer in einer glücklichen Langzeitbeziehung lebt, fühlt sich überwiegend zufrieden. Und wer in einer zerrütteten Partnerschaft lebt, schafft es kaum noch gute Laune zu empfinden. Die Stimmung eines Menschen ist ein Barometer seines Wohlgefühls. Natürlich kommen auch in harmonierenden Partnerschaften gelegentliche Phasen der schlechten Laune vor, ungewohnt häufiges Trübsalblasen ist hingegen ein Anzeichen von unterschwelligem Unwohlsein. Beobachten Sie Ihr Gemüt und klären Sie, den Ursprung Ihrer Launenhaftigkeit.

Respektlosigkeit: Vorwürfe statt verliebt sein

Die rosa-rote Brille ist kein dauerhaftes Accessoire einer Beziehung. Das weiss jeder. Doch auch ohne getönte Gläser auf der Nase, sollte man an seinem Partner Werte und Eigenschaften erkennen, die man schätzt. Beobachten Sie hingegen, dass Sie ständig an Ihrem Partner (oder anders herum) nörgeln, seinen Geschmack oder Fähigkeiten in Frage stellen oder ihm kaum etwas zutrauen, ist das ein Zeichen mangelnder Wertschätzung. Ohne Achtung voreinander kann keine gleichberechtigte, liebende Beziehung bestehen. Nehmen Sie dieses Zeichen besonders ernst. Denn in einer Beziehung mit geringer Wertschätzung fühlt sich keine der Parteien wohl – langfristig können sogar depressive Verstimmungen und Selbstzweifel die unschöne Folge sein.

Verschiedene Lebensvorstellungen: Das Fundament bröckelt

Eine Beziehung ist wie ein Haus: Sie braucht ein stabiles Fundament, um bestehen zu können. Das Fundament einer Partnerschaft besteht dabei nicht aus massivem Beton, sondern aus übereinstimmenden Vorstellungen, Werten und Zielen, wie beispielsweise der Kinderwunsch, Karrierevorstellungen oder Vorhaben bezüglich der (gemeinsamen) Wohnsituation. Gibt es zwischen den Partnern wesentliche Übereinstimmungen, ist die Beziehung standfest und wird nicht durch einen vorbei ziehenden Sturm aus den Angeln gehoben. Driften Ansichten und Ziele der Liebenden jedoch von Beginn an auseinander, kann kaum eine langfristige Basis entstehen. Anders als bei Beton ist das Fundament einer Beziehung übrigens nicht unverrückbar. Ansichten und Wünsche können sich ändern. Solange dieser Veränderung im Sinne beider Parteien verläuft bleibt das Fundament stabil. Wechseln die Ansichten hingegen unterschiedlich, rückt das mögliche Beziehungsende näher.

Einseitige Planungen: Das Wir-Gefühl fehlt

Eine Beziehung ist die Entscheidung für ein Miteinander. Es ist das Wir-Gefühl, was Paare emotional nährt und stärk. Bemerken Sie, dass Entscheidungen, Pläne und Zukunftsideen einseitig getroffen werden, egal, ob von Ihnen oder durch Ihren Partner, ist dies ein deutliches Alramsignal für eine mögliche Trennung. Auch wenn Abmachungen ständig gebrochen werden, Verabredungen nicht eingehaltem oder schlicht vergessen werden, ist es ein Anzeichen, das zumindest einer der Partener nicht mehr genügend Einsatzbereitschaft zeigt. Natürlich entscheidet auch hier das Mass über die Bedeutung des Verhaltens. Nicht jede Entscheidung muss in einer Beziehung gemeinsam getroffen werden, nicht zu jedem Treffen mit Freunden muss der Partner begleiten und Verabredungen können in der Hektik des Alltags schon mal vergessenw erden. Grundlegende Richtungen sollten jedoch zusammen verfolgt werden. Dazu können, neben der Planung einer gemeinsamen Zukunft, auch Feizeitaktivitäten, wie Reisen oder das Treffen von Freunden gehören.

Unterstellungen: Misstrauen als Warnsignal

Vertrauen ist das unsichtbare Band, das zwei Herzen miteinander verbindet. Wird dieses Band zu straff angezogen, liegt etwas im Argen. Misstrauen ist grundsätzlich ein belastender Faktor, den keine Beziehung auf Dauer ertragen kann. Tritt Misstrauen oder überzogene Eifersucht in einer Beziehung auf, gilt es die Ursache zu klären. Neben begründeten Zweifeln, kann das Entstehen von Misstrauen aber durchaus auch daher rühren, dass der misstrauische Partner selbst auf unloyale Gedanken gekommen ist und diese lediglich auf sein Gegenüber projiziert. «Der Schelm denkt, wie er ist», heisst es im Volksmund. Nehmen Sie die Gründe des Misstrauens unter die Lupe und versuchen Sie das Problem zu beseitige. Andernfalls führt mangelndes Vertrauen zu Disharmonien in der Beziehung und damit vielleicht zu ihrem Ende.

Keine Zärtlichkeit: Tote Hose im Bett

Sex gehört zu einer Beziehung wie das Amen in der Kirche. Dabei entscheidet keinesfalls die Häufigkeit von körperlicher Nähe über die Beziehungsqualität, sondern die Sehnsucht als solche. Eine Beziehung ohne Sex, ist keine Partnerschaft zwischen Liebenden, sondern eher eine Art von Freundschaft. Machen Sie sich jedoch keine übertriebenen Sorgen, wenn im Bett die Luft raus ist. Gelegentliche Flauten sind normal. Auch das Aufkommen von Routine im Sexleben ist nichts Ungewöhnliches. Wichtig ist allein, dass Sie die körperliche Anziehung zu Ihrem Partner – auch in Form von Kuscheln und anderen körperlichen Zärtlichkeiten – überhaupt noch spüren. Dann kann eine Sexflaute, auch eine Gelegenheit bieten, wieder über die gemeinsame Lösung des Problems wieder zueinender zu finden. Warum schlechter Sex, guter Sex ist, erklärt David Schnarch.

Konflikte: Streit und Schluss?

Streiten ist nicht schön. Aber durchaus normal. Wer mit seinem Partner streitet, sollte deshalb nicht gleich das Ende der Beziehung fürchten. Dennoch gilt es wachsam zu bleiben. Denn Konflikte stellen Paare vor einen Scheideweg: Löst man Meinungsverschiedenheiten gut und zum beiderseitigen Einvernehmen, können sie die Beziehung sogar noch intensivieren. Aus Streitigkeiten werden dann gemeinsam überwundene Hürde, die die Partnerschaft sogar noch wachsen lassen. Ungelöste, wiederkehrende oder eskalierende Konflikte sollten hingegen als Warnzeichen ernst genommen werden.

Verstrickungen: Rationale Gründe überwiegen

Im Laufe der Jahre verschmelzen Paare oft nicht nur auf emotionaler Ebene. Gemeinsam angeschafftes Eigentum, Kinder, finanzielle Verstrickungen anderer Art oder der verschmolzene Familien- und Freundeskreis ketten Paare aneinander. Sogar dann, wenn Sie eigentlich lieber getrennter Wege gehen wollen. Wenn Zweifel an der Beziehung bestehen, lohnt es sich zu überdenken, ob die Gründe des Zusammenseins vielleicht auf rein rationalen Argumenten, Bequemlichkeiten oder Abhängigkeit basieren.

Affären: Beziehungen zu Dritt

Ob ein einziger Seitensprung eine Beziehung endgültig zum Scheitern bringt, mag dahin gestellt bleiben. Entwickelt sich jedoch eine längerfristige Affären, ist damit sehr häufig der Anfang vom Beziehungsende gesetzt. Paarbeziehungen basieren auf einer Verbindung von zwei Personen, sobald Dritte die Chance haben in diese Intimität einzudringen, sollten die Alarmglocken angehen. Woher rührt die Sehnsucht nach einer anderen Person? Lässt sich das Interesse am eigenen Partner wieder wecken? Und wie geht das Paar mit diesem Konflikt um? Finden Sie Antworten auf diese Fragen, um über den Status Ihrer Beziehung objektiv urteilen und eine mögliche Trennung abwenden zu können.

Ehrlich sein: Nicht mehr Verdrängen

Der Mensch ist geschickt. Vor allem im Umgang mit unangenehmen Wahrheiten ist er ein echter Zauberkünstler. Denn wer feststellen will, ob er in seiner Beziehung noch wirklich richtig ist, braucht eigentlich keine Ratschläge, sondern nur eines: Den Mut, auf seine innere Stimme zu hören. Tief im Inneren hat jeder ein (wenn auch leises) Bauchgefühl, das einem sagt, was richtig ist. Intuition ist nicht manipulier-, aber durchaus überhörbar. Ehrlich zu sich selbst zu sein, ist die schwerste Aufgabe der Welt, aber gleichzeitig die grösste Gabe. Denn wer es schafft seine innere Stimme zu hören und ihr zu folgen findet den richtigen Weg von ganz allein. Worauf warten Sie also noch? Hören Sie hin!

Trennung droht: Was tun?

Die Zweifel sind deutlich, die Warnzeichen unübersehbar, nur der Ausweg aus dem Beziehungsdilemma ist nicht erkennbar. Was ist es zu tun, um eine Trennung abzuwenden. Die wichtigsten Strategien:

+ Reden ist Gold: Auch wenn es unangenehm erscheinen mag, ist es wichtig, dass die Tabu-Themen der Beziehung auf den Tisch kommen. Um etwas ändern zu können, muss man das Problem zunächst verstehen. Und Verständnis setzt Kenntnis voraus. Ohne Reden kann daher kein Konflikt gelöst werden.Trauen Sie sich.

+ Hilfe suchen: Oft sind die Konfliktfronten derart verhärtet, dass man gemeinsam nicht mehr weiter kommt. In solchen Fällen ist es hilfreich, sich Rat von einer neutralen und fachkundigen Person zu holen. Psychologen, Mediatoren oder Therapeuten helfen Paaren durch Krisen. Weniger hilfreich ist es hingegen oft, den Rat eines Freundes zu suchen. Nahe stehende Personen wollen zwar helfen, können aufgrund der emotionalen Verflechtung aber oft nicht objektiv genug sein, um den Kern des Problems fair zu behandeln.

+ Nicht aufgeben: Wer aufgibt hat sowieso verloren. Verlieren Sie nicht den Mut und den Willen, um Ihre Beziehung zu kämpfen. Oft ist es eine Frage der Einstellung, wie sich die Beziehung entwickelt. Wer Unmut ausstrahlt, wird auch Unmut ernten. Gehen Sie optimistisch an das Problem heran. Nur wer Alles versucht hat, kann sich gänzlich sicher in seiner Entscheidung sein.

Text: Linda Freutel

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