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SEI DOCH MAL KREATIV!5 Tipps für den genialen Durchbruch

Heute hat jeder kreativ zu sein, auf der Arbeit, in der Freizeit, in der Beziehung. Doch auf Abruf schöpferisch zu sein ist anstrengend und zehrt an den Nerven. Dabei ist Kreativsein gar nicht so schwer. In seinem Buch «Alles nur geklaut» gibt Austin Kleon Tipps, wie man den kreativen Durchbruch schafft.

Kreativ sein leicht gemacht: Malen

Das Gehirn ist leer, die Gedanken schweben irgendwo zwischen «Was muss ich heute noch einkaufen?» und «Wo will ich meine nächsten Ferien verbringen?». Aber eigentlich sollte man in kürzester Zeit ein neues Konzept fertigstellen, eine Arbeit schreiben oder sich auf eine wichtige Sache konzentrieren. Und genau dann plagt sie uns, die Schreibblockade, die kreative Durststrecke, der ungebetene Gast, der uns das Leben schon allzu oft erschwert hat.

Doch kreativ sein ist keine Hexerei, das behauptet jedenfalls Autor und Zeichner Austin Kleon und gibt in seinem Buch «Alles nur geklaut» zehn Tipps, wie man seine kreative Muse zurückgewinnt und seine Kreativität anregen kann. Wir haben vier Ratschläge ausgesucht, die Ihnen in kürzester Zeit zum kreativen Durchbruch verhelfen. Versprochen!

1. Kreativ sein: Schreiben Sie, was Sie selber lesen möchten

Schreibblockaden sind lästig und führen selten zu etwas Gutem. Die schrecklichsten Geschichten entstehen meistens dann, wenn es heisst: «Schreib einfach über das, was du kennst.» Austin Kleon rät allerdings, sich vielmehr darauf zu fokussieren, was man denn selber gerne lesen möchte. Das Gleiche gilt für das Leben und die Karriere. Immer, wenn Sie nicht mehr weiter wissen, sollten Sie sich fragen: «Will ich das auch wirklich und gefällt mir das, was ich mache überhaupt?» Denn wenn wir eine Arbeit lieben, dann wollen wir normalerweise auch mehr davon.

2. Kreativ sein: Die besten Ideen sind geklaut

Kreativ sein: Frau lässt sich von Büchern und Musik inspirieren

Lieder, Bücher und Bilder sind gute Inspirationsquellen. Foto: iStock, Thinkstock

Fragt man einen kreativen Kopf nach der Quelle seiner Kreativität, erwarten die wenigsten folgende Antwort: Ich klaue. Doch genau darin sieht Autor Kleon den Schlüssel zur Kreativität. Ganz nach dem Motto «Von nichts kommt nichts» rät Kleon deshalb zum Ideen-Klau. Ja, richtig gehört, von anderen klauen. Was der Autor meint: Lassen Sie sich von Büchern, Liedern oder Fotos inspirieren und kombinieren Sie, erweitern oder ergänzen Sie, was auch immer Ihnen in den Sinn kommt.

3. Kreativ sein: Benutzen Sie auch mal Ihre Hände

Nicht nur Kopfarbeit bringt uns ans Ziel, manchmal ist es besser, auch einfach mal die Hände zu benutzen und zu den Ursprüngen der Kreativität zurückzukehren. Deshalb rät Austin Kleon: Weg vom Bildschirm. Der Computer ist zwar gut, um die eigenen Ideen in Form zu bringen, doch er bringt auch den verklemmten Perfektionisten in uns ans Tageslicht. Der Autor empfiehlt immer zwei Schreibtische zu haben – einen analogen und einen digitalen. Auf dem analogen Schreibtisch darf nur gekritzelt und gemalt werden. Auf dem digitalen werden die Ideen dann endgültig zu Papier gebracht.

4. Kreativ sein: Tapetenwechsel und Distanz gewinnen

Kreativ sein: Frau mit Koffer

Koffer packen und einfach mal losziehen. Foto: Digital Vision, Thinkstock

Die eigenen Gedanken können mit der Zeit einengend wirken und so die Kreativität behindern. Das Gehirn gewöhnt sich an das, was einem jeden Tag umgibt und so kann es ganz leicht zur Routine und schliesslich zum Denk-Stau kommen. Deshalb ist Distanz von der gewohnten Umgebung ab und zu besser, als sich immer in den eigenen vier Wänden zu verkriechen. Deshalb Koffer packen und sich einen Tapetenwechsel gönnen, schliesslich liegt die Erkenntnis manchmal einfach in der Entfernung.

Und zu guter Letzt gibt Kleon den wohl wichtigsten Tipp: Bleiben Sie immer neugierig! Irgendwann kommt die Muse bestimmt zurück und führt Sie auf dem Weg der kreativen Durststrecke bis zum kreativen Durchbruch!

Kreativ sein mit dem Buch Alles nur geklaut

«Alles nur geklaut» von Austin Kleon

Austin Kleon schreibt und zeichnet. Er ist Autor von Newspaper Blackout, einer Sammlung von Gedichten, die durch das Ausstreichen überflüssiger Wörter in Zeitungsartikeln entstanden ist. Der Amerikaner gibt im Buch «Alles nur geklaut» zehn Tipps, wie man den kreativen Durchbruch erreicht und wirft damit einen originellen Blick auf das Thema Kreativsein.

Text: Yvonne Lichtsteiner, 30.10.2013

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