Haare wachsen lassenDie Dos and Don'ts für langes Haar

Wir haben das Netz nach den besten Tipps und Tricks für Traummähnen durchkämmt: Haare wachsen lassen geht damit nicht unbedingt schneller, aber garantiert erfolgreicher.

Lange Haare

Wie schnell Haare wirklich wachsen

Die schlechte Nachricht zuerst: Wer seine Haare wachsen lassen will, braucht Geduld. Der Weg zum Long-Look ist nämlich ebenso lang. Pro Jahr wachsen Haare nämlich gerade mal 10 bis 15 Zentimeter. Wundermittel für schnelleren Wachstum gibt es leider keine.

Extensions: Überbrückungshilfen beim Haare wachsen lassen

Wer nicht warten mag, hilft nach: Extensions sind simple Sofort-Lösungen für lange Haare. Inzwischen gibt es Echthaar-Techniken, die weder unnatürlich aussehen noch die Haare strapazieren. Einen Haken gibt es allerdings doch: Für eine gute Haarverlängerung müssen Sie mit mindestens 500 Franken rechnen.

Übergangsfrisuren: Der Schnitt entscheidet

Wer seine Haare wachsen lassen will, sollte eine Übergangsfrisur mit idealen Voraussetzungen wählen. Die variabelste Frisur beim Haare wachsen lassen ist ein weicher Stufenschnitt. Besonders, wer sich von seinem Pony trennen will, ist mit dem Lagenlook gut beraten. Exakte Cuts (z.B. ein klassischer Bob) verlieren während der Wachstumsphase dagegen rasch ihre Grundform und lassen die Haarpracht ungepflegt wirken. Es gibt auch Stimmen, die vor Stufenschnitten warnen, da gleichlanges Haar stärker und gesünder wachsen. Das ist Quatsch, denn jedes Haar wächst für sich. Richtig aber ist, dass die Haare schonend geschnitten werden sollten. Ausdünnende Schnitttechniken mit Messer oder Fransenscheren sollten Sie jetzt wirklich nicht ausprobieren.

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Regelmässig Spitzen Schneiden: Tut weh, ist aber Pflicht

Auch wenn man es nicht hören will, wer seine Haare wachsen lassen will, muss sie regelmässig schneiden. Alle acht bis zehn Wochen brauchen die Spitzen einen Mini-Cut. Wer schon beim kleinsten Ansatz von Haarspalterei nicht reagiert, lässt den Spliss ein nach oben zu wandern und riskiert bei einem späteren Coiffeur-Termin noch viel mehr Länge hergeben zu müssen. Es schadet allerdings nicht, wenn Sie im Coiffeur-Salon ein Auge darauf haben, das wirklich nur Millimeter bzw. die angegriffenen Stellen abgeschnitten werden. Und die erkennt man am besten, wenn das Haar trocken ist.

Wachsen Haare durch Spitzen Schneiden schneller?

Viele schwören auch deshalb auf regelmässiges Spitzen schneiden, weil es die Haare schneller wachsen lassen soll. Das ist leider zu schön, um wahr zu sein. Ihre Haare wachsen deshalb nicht schneller, aber schöner.

Gut gebunden, besser gewachsen

Egal, ob das Haar bereits auf Rekordlänge gewachsen ist oder sich noch auf dem Weg dahin befindet, wer eine gesunde Traummähen züchten möchte, sollte sie nicht  immer offen tragen. Die Spitzen reiben nämlich an der Kleidung, werden dadurch rau und brüchig. Auch kommt es regelmässig dazu, dass sich einzelne Haare verknoten und an den Knotenpunkten brechen. Sparen Sie sich haarstrapazierende Stylings und binden sie ihren Schopf so oft es geht zu einem Zopf zusammen.

Samthandschuhe, bitte!

Lange Prinzessinnenhaare sind Sensibelchen. Behandelt man sie zu schroff, brechen oder splissen sie. Kämmen Sie Ihre Haare deshalb am besten nur mit Naturborsten und möglichst nur im trockenen Zustand, denn nasses Haar bricht am leichtesten ab. Um nasses Haare zu bändigen empfehlen sich sehr grobzackige Kämme. Scharfkantige Metall- oder Plastikkämme und toupieren sollte allerdings ebenso tabu sein. Auch bei der Wahl der Haargummis und Haarklammern ist ein Schmusekurs gefragt. Zu dünne Haarbänder wirken wie ein Messer und schneiden in die empfindlichen Strähnen ein. Besser eigenen sich weiche, dicke Haargummis und –bänder. Haarklammern sollten möglichst breit oder aus Plastik sein.

Pflege für mehr Power im Haar

Haarpflegeprodukte sind keine Zauber-, aber gute Hilfsmittel. Denn sie können die Haare zwar nicht schneller, aber dafür gesünder wachsen lassen. Viele Kuren und Shampoos arbeiten dafür mir Haarbausteinen, wie zum Beispiel Keratin. Keratin dringt tief in den Haarschaft ein, vernetzt dort die Fasern wie ein Stützskorsett und verhilft dam Haar so zu mehr Festigkeit und Widerstandskraft.

Welches Shampoo ist das Beste?

Um die richtigen Pflegeprodukte zu finden, müssen Sie Ihren Haartyp bestimmen. Trockenes und widerspenstiges Haar, braucht ein Shampoo, das Feuchtigkeit schenkt und glättet, während fettiges Haar ein Shampoo braucht, das weniger stark rückfettet. Wenn Sie sich wegen Ihres Haartyps unsicher sind, fragen Sie doch mal beim Coiffeur nach.

A treatment a day keeps the scissor away...

Natürlich brauchen unsere Haare nicht jeden Tag eine reichhaltige Pflegekur, etwa einmal pro Woche sollten Sie Ihre Haare jetzt aber mit einer Haarmaske verwöhnen. Dabei gibt es verschiedene Produktformen, die unterschiedliche Haarbedürfnisse befriedigen. Übrigens Haarkuren lassen sich auch selber herstellen. (Lesen Sie auch: DIY-Beauty: Masken für Gesicht und Haare selber machen)

Cremige Haarkuren (z.B.  Aesop Rose Hair & Scalp Moisture Masque, John Frieda Frizz-Ease Wunderkur, Wella System Professionell Repair Mask) sind ein Muss für nahezu jeden Haartyp, der glänzend wachsen will. Sie geben dem Haar die durch Styling und Umwelteinflüsse verlorene Feuchtigkeit, Spannkraft und Glanz zurück. Allerdings können auch diese wohlriechenden Wunderkuren bereits zerstörtes Haar nicht wieder reparieren, egal was auf dem Tiegel steht.

Die zuletzt so beliebten Haaröle sind vor allem für trockenes und sprödes Haar oder coloriertes Haar zu empfehlen (z.B. Kahina Giving Beauty – Argan Oil, AVEDA Dry Remedy Oil, KIEHL’S Deeply restorative Smoothing Hair Oil Concentrate). Wer feines und eher fettiges Haar hat, sollte wirklich nur leichte Öle nutzen und wenn die Haare durch Färben strapaziert werden (z.B. Bumble Bumble Invisible Oil).

Ein Lebensretter bei überanspruchtem Haar durch extremes Styling und häufiges Färben sollen übrigens Protein-Treatments für die Haare sein (z.B. Redken extreme cat).

Haare färben? Das tönt gut!

Es ist leider wahr, die Wunderwaffe gegen fahles und graues Haar, ist der Feind des gesunden Haares. Wer nicht auf frische Farbe verzichten will, sollte drei Regeln befolgen. 1.Lassen Sie sich Ihre Haare, wenn es die Portokasse erlaubt, von einem Profi färben. 2. Tönen Sie Ihre Haare statt Sie einer dauerhafter Coloration auszusetzen. 3. Gönnen Sie Ihrem Haar regelmässig eine reichhaltige und tiefenwirksame Pflegekur, die der Austrocknung durch das Färben entgegenwirkt.

Noch mehr Tipps für lange Haare gibt's auf der nächsten Seite.

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