Sorry, Männer!Frauen sind die besseren Singles

Männliche Singles geniessen stets den Ruf des verwegenen Jägers, der durch nichts und niemanden zu zähmen ist. Weibliche Singles dagegen gelten schlicht als verzweifelt. Tatsächlich ist aber genau das Gegenteil der Fall.

Frauen sind die besseren Singles

Sie sind das starke Geschlecht. Sie sind tollkühne Jäger und sie sind unerschrockene Beschützer. Angeblich. Wenn es darum geht, das Leben ohne Partner zu bestreiten, verlieren sie aber zunehmend ihre Selbstständigkeit. Während Frauen vor allem im Alter beschwingt als glückliche Singles durchs Leben tanzen, die Welt bereisen und sich mit ihren Freunden treffen, trösten sich Single-Männer mit ihren scheinbar einzigen Begleitern: Bier, Pizza, LCD-Bildschirm und vor allem: Frustration und Antriebslosigkeit.

In dieser Hinsicht verhalten sich Frauen dagegen doch ziemlich männlich und erfüllen das Klischee vom unabhängigen Alpha-Tier: Single-Frauen verfügen über ein engeres Netzwerk als Männer und nutzen dieses laut der ElitePartner-Singlestudie aus dem Jahre 2011 deutlich mehr als ihre männlichen Single-Kollegen. Die Kommunikation unter Freunden ist bei Frauen stärker ausgeprägt und nimmt im Alter sogar noch zu. Die Sozialkompetenz der Männer lässt hingegen zu Wünschen übrig.

In stürmischen Zeiten wie diesen, in denen eine immens hohe Vielfalt und Auswahl an Lebensstilen geboten wird und ein hoher Grad an Unabhängigkeit vorherrscht, geht der Trend gerade bei weiblichen Singles stark zum Individualismus. Besonders Frauen mit höherer Bildung  zeigen einen Hang zur Egozentrik und bleiben daher aus freiem Willen Single. Sei es der Karriere wegen, um mobil zu bleiben oder weil ein Partner mit niedrigerer Bildung schlicht nicht in Frage kommt. Der weibliche Single ist anspruchsvoll, nimmt sich, was er will und ist vor allem eins: unabhängig und dennoch gesellig.

Frau braucht man(n) – Umgekehrt aber nicht

Genau an diesem Punkt steht Mann vor einem Problem: ohne die sozialen Strukturen von Ehe und Familie und die emotionale Stütze einer Frau, werden Männer laut der Süddeutschen Zeitung sogar schneller krank und leichter kriminell. Man wagt aus diesem Grund die einfache These: Männer brauchen die familiäre Einbindung, um zur nötigen Sozialkompetenz zu gelangen, während weibliche Singles ganz einfach ihre Frau stehen und den Mann an ihrer Seite gar nicht brauchen.

Der britische Soziologe Richard Scase enthüllte in seiner Publikation« Britain Towards 2010: the changing business environment» bereits im Jahre 1999 die traurige Wahrheit: « "Männer sind von ihrer Ehefrau viel abhängiger, was emotionale und psychologische Unterstützung angeht (...). Frauen waren im emotionalen Bereich immer schon viel weniger von nur einer Person abhängig». Single sein bedeutet nach Scale also für Männer ein tragisches Schicksal: «Single-Frauen (...) haben gut ausgebildete soziale Netzwerke und sind in eine große Bandbreite von Aktivitäten eingebunden. Alleinstehende Männer hingegen erscheinen als traurige, isolierte, einsame Gestalten. Die harte Wahrheit ist, dass das Alleinleben gut für Frauen ist, aber schlecht für Männer.» So viel zum Thema starkes Geschlecht und dass Single-Frauen verzweifelt sind.

Text: Linda Leitner

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