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FRÜHLINGSGEFÜHLEIm Frühling lässt's sich gut flirten – ein Mythos?

Mit steigenden Temperaturen erhöht sich auch die Lust am Flirten. So sagt man. Vorausgesetzt, man kennt alle Fakten über die kommenden Frühlingsgefühle. Lest und lernt, wie ihr euch in Frühlingslaune flirten könnt.

Fit für den Frühlingsflirt?

Der Frühling verleiht Flügel. Nie flattern so viele Schmetterlinge wie jetzt. Warum sollten also nicht einige davon auch in Ihrem Bauch landen? Nach den langen, trostlosen Wintermonaten wäre ein bisschen Nervenkitzel nur fair!

Das sieht Mutter Natur genauso. Und lässt pünktlich ab März den Schnee und unsere Herzen gleichermassen schmelzen. Jedenfalls wurde das von der Wissenschaft lange Zeit behauptet. Und von vielen so empfunden.

Einige moderne Forscher sagen heute jedoch das Gegenteil. Für sie sind Frühlingsgefühle der sprichwörtliche Schnee von gestern. Wie unromantisch! Wir finden, der Frühling ist ein schöner Anlass zum Flirten.

Hier kommen die besten Tipps für einen gelungen Frühlingsflirt und die wissenschaftliche Wahrheit über prickelnde Frühlingsgefühle. 

Flirten im Frühling: Hormone sind Schuld

Jene Experten, die den Frühling zum Liebesbringer erklären, stützen ihre These auf die vermeintlichen Tricks der Natur. Danach ist das Verlieben - pragmatisch gesprochen – eine simple, chemische Reaktion, ausgelöst durch einen berauschenden Cocktail aus Hormonen.

Diese besagten Sexual- und Happy-Hormone, wie Serotonin oder Melatonin, brauchen jedoch eine gewissen Frequenz und Menge von Tageslicht, um im Körper aktiv zu werden. Während der Dunkelheit des Winters sind sie zu keinem Freudenrausch bereit. Erst wenn sie ab circa Mitte März wieder von der Sonne hervorgekitzelt werden, werden auch wir wieder agiler, wacher und – nennen wir es beim Namen – williger.

Serotonin & Melatonin: Warum die Hormone so happy machen

Serotonin und Mealtonin sind Hormone unseres Körpers, also Botenstoffe, die körperliche Funktionen und Abläufe steuern und beeinflussen. Melatonin ist dabei eine Art Produkt des Serotonins; es wird nämlich durch dieses überhaupt erst erzeugt. Das Zusammenspiel dieser beiden Hormone regelt in erste Linie den Schlaf-Wach-Rhythmus – und damit indirekt auch, wie «wach», also wir agil und belastbar, wir uns fühlen. Je aktiver wir sind, desto besser fühlen wir uns. Melatonin wird dabei vor allem bei Dunkelheit ausgeschüttet und lässt uns müde werden. Serotonin wird hingegen bei Lichtimpulsen ausgeschüttet. Je mehr ihr euch also den natürlichen Lichtverhältnissen der Sonne aussetzt (z.B. durch Spaziergänge – auch im Winter), desto mehr des Wach-Homons Serotonin könnt ihr tanken. 

Frühlingsgefühle gibt es nicht mehr

Frühlingsgefühle sind also ein sonnengetränktes Liebes- und Laune-Doping, ohne Rezept, aber mit dem gewissen Reiz. Das klingt verlockend, ist aber purer Blödsinn. Jedenfalls behauptet das die wissenschaftliche Gegenmeinung. Hiernach sind Frühlingsgefühle schlicht weg veraltetet. Ihre Argumentation ist ebenso trostlos wie theoretisch. Sie sagen: Die Lust am Lenz wurde längst dem Fortschritt geopfert. Es gäbe heute einfach keine lichtbedingten, spürbaren Hormon-Achterbahn-Fahrten mehr, da die Fülle und Helligkeit des künstlichen Lampenlichts ausreiche, um unsere Hormonkurve stets in der gefühlslosen Geraden zu halten.

Mit der Erfindung des Lichtschalters haben wir unser frühjährliches Liebesflackern quasi ausgeknipst. Selber Schuld. Allenfalls Naturvölker, die die Wärme- und Lichtversorgung nicht steuern können, kommen noch in den Genuss der Frühlingsgefühle.

7 Tipps für heisse Frühlingsflirts

Unsere Gesellschaft ist also zu modern zum Flirten. Mag sein. Klingt auch zugegebenermassen irgendwie logisch, aber deshalb noch lange nicht lebensfroh. Zum Glück handelt es sich auch nur um eine Theorie und eben nicht um folgende Tatsache. Die da sagt: Wir haben vielleicht das Licht gebändigt und das Rad erfunden, die Wirkung gewisser Kurven können wir aber zum Glück noch nicht kontrollieren. Wenn also das Sonnenlicht allein die Leidenschaft nicht mehr weckt, dann lassen Sie das eben ihren Körper übernehmen.

Zeigt euch

Zeit für Frühlingsmode, luftige Kleider, Röcke und blosse Schultern. Über fallende Hüllen freut sich auch die Haut. Nach langen Monaten unter dicken Wollschichten und ohne Kontakt zu Luft und Sonne, atmen die Zellen sprichwörtlich auf.

Kurze Shorts hin oder her – denkt daran, dass der Reiz des Verborgenen die Phantasie ankurbelt. Man muss also ja nicht gleich alles zur Schau tragen. Aber was man zeigt, hat auch eine besondere Pflege vorab verdient. Schöne Füsse, Lieblingsnagellack auf den Nägeln und etwas Bronzingpuder auf den Schultern – Pflege ist nicht nur für die Verschönerung des Hautbildes, sondern auch zur Stärkung des Selbstbewusstseins dienlich. Denn wer liebevoll und pflegsam mit sich selbst umgeht, sieht auch so aus und fühlt sich automatisch auch so.

Sexy denken

Wenn euch die Laune nicht nach knallengen Röcken oder kurzen Hosen steht, macht das nichts. Sexy ist nämlich nicht unbedingt nur, wer sich sexy kleidet, sondern wer Sexiness ausstrahlt. Oft wirken erfahrene Frauen auf Männer anziehender als ganz junge. Der Grund: Sie haben gelernt, ihren Körper zu lieben, egal, wie er gebaut ist, und sie wissen, was sie wollen. Wer sich selbst für begehrenswert hält, geht anders mit dem eigenen Körper um. Man berührt sich öfters, streicht sich durchs Haar, erregt unbewusst Aufmerksamkeit.

Schnuppert euch in Flirtlaune

Liebe geht nicht nur durch den Magen, sondern vor allem auch durch die Nase. Düfte gelangen nämlich über die Nase direkt ins limbische System, der Region des Gehirns, die für Emotionen und Erinnerungen verantwortlich ist. Schnuppern wir also etwas Sinnliches, fühlen wir uns auch so. Den Duft der Liebe bringen dabei vor allem Odeurs aus Rosen, Jasmin oder Maiglöckchen.

Auffordernde Blicke

Das wichtigste Hilfsmittel beim Flirten sind die Augen. Sie sind Köder und Kommunikationsmittel zugleich. Habt ihr einen attraktiven Flirtkandidaten entdeckt, können eure Blicke es zeigen. Und schenkt dazu ein kurzes Lächeln – damit ist fürs Erste alles gesagt.

Die Sprache des Körpers

Das Ziel eines erfolgreichen Flirts ist es, ohne Worte einen Kontakt aufzubauen. Das funktioniert mit den Augen und mit der Sprache des Körpers. Wendet euch eurem Flirtpartner zu und zeigt euch von der Schokoladenseite. Sofern es die Situation erlaubt, kann man seine Angebetete oder seinen Angebeteten auch leicht und scheinbar zufällig berühren. 

Der erste Kontakt

Senden Augen und Körper eindeutige Signale, übernimmt das Gegenüber oft und spricht einen an. Lasst euch aber auch nicht entmutigen, wenn dies nicht der Fall sein sollte. Und natürlich kann man auch selbst den Mut zusammennehmen, aufstehen und mit einem freundlichen «Hallo» das Eis brechen. Ob daraus nun ein Flirt oder einfach ein angenehmes Gespräch entstehen – hauptsache man hat eine gute Zeit.

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Smalltalk-Tipps

Die gute Nachricht zuerst: Beim Flirten geht es weniger darum, was man sagt, sondern wie man es sagt. Zeit für tiefsinnige Gespräche ist später. Plaudert beim ersten Kontakt über das, was die Situation anbietet: Die Location oder Party auf der ihr seid, die gemeinsamen Freunde oder macht einfach einen kleinen Witz. Leichtigkeit und ein Lächeln sind ohnehin das Wichtigste beim Flirten. Lasst also euren Charme sprühen und überlasst das «Reden» euren Augen und der Körpersprache – der Rest läuft dann von ganz allein.

Foto: iStock, Thinkstock

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