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Finger weg!Eingewachsenes Haar: Was muss ich tun?

Ob im Intimbereich, unter den Achseln oder an den Beinen: Jeder hatte schon mal ein eingewachsenes Haar. Wenn ein Haar nicht an die Hautoberfläche gelangt, kann es zu Rötungen und Eiterbildung kommen. Im schlimmsten Fall entsteht sogar eine schmerzhaften Entzündung. Deshalb ist es wichtig, Hautschuppen und Talgreste vor dem Rasieren loszuwerden, um den Haaren den Weg frei zu machen. Hat sich ein Haar mal unter die Hautoberfläche verirrt, helfen folgende Tipps ihm wieder auf den richtigen Weg.

Eingewachsene Haare vermeiden und entfernen

Eingewachsenes Haar: Das Wichtigste in Kürze

  • Eingewachsene Haare sind Härchen, die unter der Hautoberfläche wachsen und sich entzünden können. Mehr
  • Meist tauchen sie dort auf, wo die Haare dicht und kraus wachsen. Mehr
  • Durch verstopfte Poren wegen abgestorbener Haut oder Talgresten kann ein Haar nur erschwert in die richtige Richtung wachsen. Mehr
  • Am besten lässt du das Haar in Ruhe und schonst den Bereich. Wenn das Haar sichtbar ist, kannst du es mit einer Pinzette herausziehen. Mehr
  • Durch regelmässiges Peelen und Eincremen kannst du eingewachsene Haare in der Zukunft vermeiden. Mehr

Inhaltsverzeichnis

Wer sich an Beinen, im Intimbereich oder auch im Gesicht die Haare entfernt, hatte sicher schon einmal ein eingewachsenes Haar. An sich ist das nicht so schlimm, wenn es sich entzündet, kann das jedoch schmerzhaft sein. Besonders beim Rasieren ist die Gefahr hoch, dass sich das Haar einrollt und unter der Hautoberfläche weiter wächst. Wie du eingewachsene Haare behandelst und Entzündungen vorbeugst.

Was sind eingewachsene Haare?

Eigewachsene Haare sind Härchen, die in die falsche Richtung wachsen. Nachdem du dich rasiert, gewaxt oder epiliert hast, kann es vorkommen, dass ein Haar unter der Oberfläche weiterwächst. Um das eingewachsene Haar herum entstehen dann Rötungen und manchmal auch eitrige Stellen. Ausserdem kann das eingewachsene Haar zu schmerzhaften Entzündungen führen.

An diesen Stellen sind eingewachsene Haare besonders häufig

Im Intimbereich: Wo die Haare besonders stark wachsen, besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass sie einwachsen. Dichte, lockige Haare rollen sich nämlich eher unter der Haut ein, als dünne Haare. Deshalb entzünden sich Haare meistens im Intimbereich. Es kann auch passieren, dass das Haar aus der Oberfläche austritt und die umliegende Haut kratzt und verletzt.

An den Beinen: Deine Beinbehaarung ist glatter und dünner als deine Intimbehaarung. Allerdings können Haare hier durch viel Reibung und enge Kleidung einwachsen.

An den Achseln: Da die Haut besonders weich und elastisch unter den Achseln ist, kann es auch hier passieren, dass die Haare nicht in die richtige Richtung, sondern unter der Hautoberfläche wachsen.

Wie entstehen eingewachsene Haare?

Eingewachsene Haare entstehen meistens durch trockene Haut und die Haarentfernung. Die abgestorbenen Hautzellen verhindern, dass das Haar in die richtige Richtung wachsen kann. Haarentfernungsmethoden wie Rasieren, Epilieren, Waxing und Sugaring können alle dazu führen, dass ein Haar den Weg nicht an die Oberfläche findet.

Auch eng anliegende Kleidung kann ein Grund für ein eingewachsenes Haar sein. Übt die Kleidung einen derart hohen Druck auf die Haut aus, sieht das Haar keine Chance, aus der Haut zu wachsen. Gerade im Intimbereich und an den Beinen kann die Bekleidung ein Problem sein.

Wie behandelt man eingewachsene Haare?

Eingewachsene Haare verschwinden in der Regel von selbst. Wenn es zu sehr gereizt wird (durch rasieren, enge Kleidung oder rumdrücken), kann es sich aber entzünden und länger dauern. Entdeckst du also ein eingewachsenes Haar, lass es am besten in Ruhe. Wenn es dich extrem stört, kannst du mit einem chemischen Peeling versuchen, das Haar an die Oberfläche zu bringen und es dann rauszupfen.

Was hilft bei eingewachsenen Haaren im Intimbereich?

Ist ein Haar im Intimbereich eingewachsen, solltest du versuchen, deine Haare dort zunächst nicht mehr zu rasieren und auf enge Kleidung verzichten. Mit warmen Kompressen oder einem Waschlappen kannst du die Poren öffnen und das Haar vielleicht schon mit einer Pinzette entfernen. Wenn nicht, warte ein paar Tage. Benutze anschliessend eine Zugsalbe.

So reagierst du bei einem eingewachsenen Haar richtig:

Eingewachsene Haare heilen eigentlich von selbst wieder.

Eingewachsene Haare heilen eigentlich von selbst wieder.

  • Verzichte auf jegliche Haarentfernungsmethoden, bis der Bereich abgeheilt ist.
  • Lege ein befeuchtetes warmes Handtuch auf das eingewachsene Haar. So öffnen sich die Poren.
  • Manchmal sind abgestorbene Hautschuppen der Grund, dass ein Haar nicht an die Hautoberfläche gelangt. Ein Peeling entfernt abgestorbene Hautschüppchen. Aber Vorsicht vor physischen Peelings, denn sie können zusätzlich Reibung verursachen.
  • Eine nicht fettende Hautcreme versorgt die Haut um das Haar mit genug Feuchtigkeit.
  • Trage keine enge Kleidung.
  • Kommt das Haar bereits an die Hautoberfläche, kannst du es mit einer sterilisierten Pinzette vorsichtig herausziehen. Entferne es langsam, damit es nicht abbricht.
  • Wenn sich das Haar entzündet hat, solltest du zu einem Dermatologen oder zu einer Dermatologin.

Eingewachsene Haare – sind sie gefährlich?

Eingewachsene Haare sind ungefährlich, solange sie sich nicht entzünden. Die roten und teilweise eitrigen Stellen sind eher optisch störend und tun etwas weh, oft gehen sie aber on selbst wieder weg. Passiert das nicht, solltest du ärtzlichen Rat einholen.

Wie vermeidet man eingewachsene Haare?

Unabhängig davon, an welchen Stellen du die Haare entfernst, gibt es ein paar generelle Tipps, um eingewachsene Haare zu verhindern.

1 Benutze regelmässig ein Peeling: Indem du dafür sorgst, dass keine abgestorbenen Hautzellen deine Poren verstopfen, verhinderst du, dass sich Haare unter die Hautoberfläche Verirren. Hier findest du Rezepte zum Peeling selber machen.

2 Wechsel deine Rasierklingen regelmässig: Stumpfe Rasierklingen tun deiner Haut gar nicht gut und verursachen Rausurbrand oder eingewachsene Haare. Du merkst, ob eine Klinge stumpf ist, wenn es sich anfühlt, als ob die Klinge am Haar zieht.

3 Benutze Rasierschaum oder -gel: Damit trocknet deine Haut beim Rasieren nicht aus. Ausserdem wird die rasierte Stelle weniger strapaziert.

4 Creme dich nach der Haarentfernung gut ein: Wenn deine Haut genug Feuchtigkeit hat, sind eingewachsene Haare und Rötungen unwahrscheinlicher.

Titelbild: Unsplash

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