Pixel

Finger weg!Eingewachsenes Haar: Was muss ich tun?

Ob im Intimbereich, unter den Achseln oder an den Beinen: Jeder hatte schon mal ein eingewachsenes Haar. Wer das vermeiden und richtig reagieren will, muss wissen wie das geht. Diese Tipps verhindern den Haar-Wildwuchs und vermeiden Entzündungen nach dem Rasieren.

Eingewachsene Haare vermeiden und entfernen

Ein eingewachsenes Haar ist kein Weltuntergang. Aber trotzdem ätzend. Besonders wenn es anfängt zu brennen, weh zu tun und sich schlimmstenfalls zu entzünden. Gerade im Intimbereich kann die Entzündung unangenehm sein. Und warum das Ganze?

Ganz ehrlich: In den meisten Fällen, weil wir einfach nicht die Finger vom Haar lassen konnten. Mit Kratzen, sticheln mit der Pinzette und festes Quetschen versuchen wir das Haar zu entfernen und haben das eingewachsene Haar nämlich oft erst zu dem gemacht, was es jetzt ist; eine handfeste Entzündung.

In den allermeisten Fällen ist ein eingewachsenes Haar eine harmlose, wenn auch nicht gerade hübsche Erscheinung.

Es braucht einfach seine Zeit, um sich von selbst zu verkapseln, an die Oberfläche zu wachsen und sich dann von ganz allein zu verflüchtigen. Durch unsachgemässe Behandlung, reibende Kleidung oder Rasur-Pannen, wird aus dem harmlosen Haar aber oft eine Entzündung. Und dann sind Schmerzen, Rötungen und das Drama gross. Doch keine Sorge; ab sofort werden wir dem Wildwuchs Herr.

Eingewachsenes Haar: Die häufigsten Gründe

Die Gründe für eingewachsene Haare sind verschieden. Die wohl häufigste Ursache sind Haarentfernungsmethoden wie Rasieren, Epilieren, Waxing oder Sugaring. Wachsen die Haare nach dem Entfernen unter der Haut nach, kann es nämlich leicht passieren, dass das Haar einen falschen Weg finden und nicht aus der Haut wachsen, sondern sich einen unterirdischen Weg suchen.

Aber auch verhornte Hautzellen sowie Poren und Talgreste, die sich blockierend über die Ausgangskanäle der Haare legen, können für das Einwachsen verantwortlich sein. Ebenfalls ein Grund für eingewachsene Haare ist eng an der Haut sitzende Kleidung, die einen derart hohen Druck auf die Haut ausübt, dass feine Haare keine Chance haben, aus der Haut zu wachsen, sondern sich lieber ihren Weg in den unteren Gewebeschichten suchen. Das ist vor allem ein Problem bei den Haare an den Beinen und am Intimbereich. Diesen Druck der Kleidung gilt direkt nach dem Rasieren zu vermeiden.

Eingewachsene Haare vermeiden

Vorbeugen: Eingewachsene Haare lassen sich vermeiden

Die Haut durch regelmässige Peelings und eine intensive Feuchtigkeitsversorung weich und durchlässig zu erhalten, beugt das Einwachsen von Haaren vor. Auch der Verzicht auf enge Kleidung, die unnötig drückt und reibt, ist ein wichtiger Schritt. Aber die wohl wichtigste Massnahme, um eingewachsene Haare zu verhindern, ist der Verzicht auf die Haarentfernung.

Doch genau das ist für die Meisten keine Option. Es gibt also einige Dinge beim Entfernen deiner Haare zu beachten, um eine die Haut zu schützen und eingewachsene Haare zu vermeiden.

Rasieren, Waxing und Co: Wichtig zu wissen

Wer auf die Haarentfernung nicht verzichten will, beachtet zur Vorbeugung gegen eingewachsene Haare ein paar Regeln: Vor der Haarentfernung sollte die Haut gepeelt und anschliessend mit einem warmen Waschlappen eingewickelt werden, so dass sich die Poren weiten können. Die Haarentfernung selbst geschieht bitte immer – und unabhängig von der Enthaarungsmethode – mit der Wuchsrichtung; niemals entgegen. Egal, ob im Gesicht an den Beinen oder im Intimbereich.

Die Nachteile der Rasur

Anders als bei der Rasur, werden die Haare beim Epilieren, Waxing und Sugaring mit samt ihrer Wurzel aus der Haut gezogen. Dies hat den Vorteil, dass besonders feine Haare nachwachsen, die oft noch nicht stabil genug sind, um sich durch die unteren Hautschichten zu bohren und sich stattdessen lieber den Weg an die Oberfläche suchen. Anders beim Rasieren.

Doch ein Garant dafür, dass sich nicht doch mal ein Haar unter der Haut verirrt, ist das aber leider nicht. Dennoch neigen mehr Menschen nach einer Rasur zu eingewachsenen Haaren, als nach dem Epilieren, Sugaring oder Waxing.

Eingewachsene Haare richtig behandeln

Wer ein eingewachsenes Haar entdeckt, lässt es am besten zunächst in Ruhe. Oft dauert es nur einige Tage bis sich das Haar verkapselt und an die Oberfläche wachsen kann. Hier lässt es sich leicht mit dem Fingernagel oder einer Pinzette entfernen. Dabei bitte nicht vergessen: Vor und nach dem Entfernen muss die Haut desinfiziert werden, um Entzündungen vorzubeugen.

Ist es bereits dazu gekommen, dass sich ein eingewachsenes Haar entzündet hat, ist ein intensives Kühlen eine gute SOS-Massnahme, um die Schmerzen zu lindern. Und dann ist Aufmerksamkeit gefragt: Im Normalfall reguliert der Körper den Entzündungsherd in wenigen Stunden von allein und schwemmt dabei auch das eingewachsene Haar an die Oberfläche. Wird der Schmerz jedoch grösser oder bilden sich eitrige Stellen, sollte niemals selbst Hand angelegt werden.

Nur ein Dermatologe kann die Stelle fachgerecht und ggf. medikamentös behandeln. Doch keine Sorge: Der Gang zum Arzt ist nur selten erforderlich. Im Normalfall sollte man eingewachsene Haare nicht grösser machen als sie sind. Dann verschwinden sie nämlich meistens ganz von allein.

Titelbild: Unsplash

Weitere Artikel