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Clean Eating: Die wichtigsten Clean Eating Regeln

Essen wie zu Grossmutters Zeiten

Fassen wir also zusammen. Einkaufen auf dem Wochenmarkt. Frisches Zubereiten und Kochen. Jeden Morgen frühstücken. Das klingt vielleicht gut, irgendwie sogar romantisch, aber ist es auch machbar? Als Berufstätige, Vollzeitmama oder berufliche Vollzeitmama hat man schliesslich kaum Zeit für stundenlange Kocharien und tägliches Einkaufen. Einwände, die Clean Eaterin Tosca Reno nicht zählen lässt. Laut ihr ist Clean Eating für jedermann machbar. Denn Zeit hat man nicht, man nimmt sie sich – und zwar für die wichtigste Sache der Welt: Die Gesundheit des eigenen Körpers.

Selber kochen, Zutaten aus der Region oder vom Wochenmarkt, keine künstlichen Inhaltstoffe und erst Recht kein Fast Food: Das ist es, was die Clean Eating Methode von Tosca Reno propagiert. Das war aber auch das, was bei unseren Grossmüttern täglich auf dem Speiseplan stand. Gesunde, hausgemachte Küche – nicht mehr und nicht weniger. Ernährung mit dem, was uns Mutter Natur serviert und der Mensch – mit einem vernünftigen Ernährungsbewusstsein – zu Tische bringt.

Was ist daran neu? Kritiker sagen: Gar nichts. Hinter Clean Eating steckt nichts weiter als gutes Marketing unter dem Deckmantel traditioneller Ernährungslehren. Stimmt irgendwie. Am Ernährungsgedanken des Clean Eating hat sich seit Grossmutters Zeiten eigentlich kaum etwas geändert, an seiner Umsetzung schon. Zwar sollen wir wieder essen, kochen und einkaufen wie früher, doch die Supermärkte, Gewohnheiten und Angebote haben sich seit Omas Einkauf gründlich geändert. Naturkost ist zwar noch da – aber selten! Fast Food und Fertiggerichte waren vor ein paar Jahrzehnten noch ein Fremdwort, sind heute aber auf jedem Speiseplan zu finden. Es sind nicht der Körper und seine Bedürfnisse, die sich geändert haben, sondern unsere Gewohnheit, mit diesen umzugehen. Natürliches Essen ist in Vergessenheit geraten. Clean Eating ist daher vielleicht nichts unbedingt Neues, aber etwas wieder neu Entdecktes. Und das dürfte reichen, um es zum Trend zu machen. Hoffentlich nicht nur vorübergehend.

Die wichtigsten Clean Eating-Regeln

Frühstücks-Pflicht: Jeder Tag sollte mit einer kleinen Mahlzeit beginnen, um Heisshunger vorzubeugen.

Oft, aber nicht viel: Gegessen wird beim Clean Eating bis zu sechs Mal täglich. Die Portionen sollten dabei gemässigt gross sein. Wichtiger als die Menge ist die Regelmässigkeit.

Wasser marsch: Ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen ist ebenfalls eine goldene Clean Eating-Regel. Wasser oder ungesüsster Tee sollten in grossen Mengen und über den Tag verteilt getrunken werden. Zwei Liter sollten es mindestes sein.

Alles frisch? Ja, bei Clean Eatern ist alles frisch. Es kommen nur unbehandelte, also cleane, Zutaten auf den Teller. Vorwiegend frisches Obst und Gemüse, weisses Fleisch, Fisch und Vollkorn.

Alles ist erlaubt: Jede Mahlzeit sollte einen ausgewogenen Mix aus gesungen Fetten, komplexen Kohlenhydraten und Eiweissen darstellen.

Keine leeren Lebensmittel: Clean Eater verzichten auf Lebensmittel, die dem Körper wenig Nährstoffe oder Energie liefern. Kohlenhydrate sind beispielsweise grundsätzlich erlaubt, sogar erwünscht, jedoch nur dann, wenn sie komplex sind und den Körper lange sättigen. Vollkornprodukte sind gesunde Kohlenhydrate, Zucker und Weissmehl halten hingegen nicht lange satt, so dass Heisshunger vorprogrammiert ist. Verzichten Sie auf «leere» Lebensmittel.

Gesunde Fette: Fett ist grundsätzlich nichts Böses. Im Gegenteil: Fette sind absolut nötig, um den Stoffwechsel und damit sogar die Energieverbrennung im Körper anzukurbeln. Ähnlich wie bei den Kohlenhydraten gibt es jedoch nützliche und weniger nützliche Fette. Clean Eaters verzehren grossteils gesunde Fette, wie natürliche Pflanzenöle, Fisch, Nüsse, helles Fleisch, verzichten aber auf ungesunde Fette, wie Transfette, Mengen von rotem Fleisch oder Frittiertes.

Sündigen: Clean Eater sind Genussmenschen. Deshalb verzeihen Sie sich auch, wenn Sie hin und wieder den Versuchungen aus dem Süssigkeitenregal oder dem Fast Food-Laden verfallen. Sündigen ist erlaubt - gelegentlich! 

Bild: iStock

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