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My Milchersatz brings everyone to the yard Diese 7 Milchalternativen sind besser als Kuhmilch

Pflanzlicher Milchersatz läuft Kuhmilch langsam den Rang ab. Geschmacklich könnten die Unterschiede grösser nicht sein. Aber auch bezüglich Einsatzmöglichkeiten unterscheiden sich die verschiedenen Alternativen. Während Hafer- und Erbsenmilch perfekt für die Tasse Kaffee sind, nutzt du zum Kochen am besten Sojamilch und zum Backen Mandelmilch. Welcher Milchersatz es künftig in deinen Kühlschrank schafft, erfährst du hier.

Milchersatz lässt sich genau so gut in der Küche verwenden wie Kuhmilch, ist aber gesünder und nachhaltiger.
Milchersatz lässt sich genau so gut in der Küche verwenden wie Kuhmilch, ist aber gesünder und nachhaltiger. © Nastya Maxymova / Unsplash

Das Wichtigste in Kürze:

  • Ob aus Reis, Soja oder Erbsen – das Angebot an Milchalternativen wird immer grösser. Mehr.
  • Im Kaffee flockt Sojamilch, besser ist zum Beispiel Hafermilch. Die «Barista-Edition» lässt sich sogar aufschäumen. Mehr.
  • Pflanzenmilch unterscheidet sich geschmacklich von Kuhmilch. Manche Alternativen kommen aber sehr nah an das tierische Produkt ran. Mehr.
  • Hafermilch, Sojamilch und Co.: Diese 7 Milchalternativen sind besser als Kuhmilch. Mehr.

Wegen Unverträglichkeit, aus Gründen wie Nachhaltigkeit oder weil man sich vegan ernährt wird Pflanzenmilch immer beliebter. Die Kuhmilch bekommt Konkurrenz – nicht zuletzt auch wegen wegen publizierter Studien, die gesundheitliche Bedenken an Kuhmilch äussern, sowie den negativen Einfluss auf die Umwelt, den die Haltung von Kühen ausübt.

Welche Milchalternativen gibt es?

Das Angebot an Milchalternativen wird von Jahr zu Jahr grösser. Ob Soja-, Hafer-, Mandel- oder Kokosmilch – im Handel werden verschiedene Produkte als gesunde Kuhmilchalternative angeboten. Doch nicht jeder Milchersatz ist gleich gut im Geschmack und für die Umwelt.

Was ist die beste Alternative zu Kuhmilch?

Je nachdem, weshalb man auf Kuhmilch verzichten möchte, kommt eine andere Milchalternative in Frage. Das Angebot an Milchalternativen ist gross und so auch die Einsatzmöglichkeiten. Sojamilch kann wegen ihres neutralen Geschmacks sehr vielseitig eingesetzt werden. Hafermilch hat einen leicht süssen Geschmack und ist deshalb perfekt für Müesli und Kaffee geeignet. Es ist also schwer, die beste Kuhmilchalternative zu küren, am Ende ist es Geschmackssache.

Welcher Milchersatz ähnelt Kuhmilch am meisten?

Eine Milchalternative zu finden, die der Kuhmilch am nächsten kommt, ist gar nicht so einfach. Es gilt abzuwägen, ob dir der Geschmack oder die Inhaltsstoffe der Kuhmilch wichtiger sind. Ist dir vor allem der Geschmack wichtig, ersetzt du Kuhmilch am besten mit einer Alternative aus Getreide wie zum Beispiel Hafer- oder Dinkelmilch. Diese Ersatzprodukte haben aber einen geringeren Proteinanteil als Kuhmilch. Wenn du Wert auf die Inhaltsstoffe legst, solltest du Kuhmilch mit einer Alternative aus Hülsenfrüchten wie Soja- oder Erbsenmilch ersetzen. Diese sind sehr reich an Proteinen.

Welche Milchalternative für was?

Ob für den Kaffee, zum Kochen oder Backen oder fürs Zmorgenmüesli – Milchersatz ist nicht gleich Milchersatz. Jeder Milchersatz kann anders verwendet werden. Wir verraten, welche Milch sich für welches Rezept eignet.

Der beste Milchersatz für Kaffee

Nicht alle Milchalternativen schmecken im Kaffe gleich gut. Gehört für dich ein Schluck Milch in den Kaffe, hast du auch mit Milchersatz verschiedene Möglichkeiten, den Kaffee zu verfeinern. Ungesüsste Sojamilch lässt sich zwar gut aufschäumen, ihr Geschmack im Kaffee ist eher gewöhnungsbedürftig. Ist sie jedoch gesüsst, schmeckt sie im Kaffee sehr lecker. Wegen des leicht süsslichen Geschmacks passt auch Hafermilch gut zum Kaffee, lässt sich jedoch schlecht aufschäumen. Mit «Barista»-Hafermilch sind auch Cappuccino und Latte Macchiato auf Pflanzenbasis möglich. Erbsenmilch lässt sich ebenfalls sehr gut aufschäumen und hat im Gegensatz zu Hafermilch einen eher neutralen Geschmack.

Mit diesem Milchersatz lässt sich am besten kochen

Soja- und Kokosmilch können sehr gut zum Kochen verwendet werden. In Currys gibt Kokosmilch den Gerichten das gewisse Etwas. Für Gerichte wie Gratins, den Guss von Wähen, Kartoffelstock oder zum Verfeinern von Saucen eignet sich hingegen Sojamilch besser, da sie eher geschmacksneutral ist.

Milchersatz zum Backen, für Müsli und süsse Desserts

Zum Backen und für Desserts passen Mandel-, Haselnuss- und Hafermilch, aber auch Soja- oder Kokosmilch, da diese von Natur aus schon süsslich sind. Da die Mandeln für Mandelmilch jedoch meist aus Kalifornien stammen und für die Produktion eine grosse Menge Wasser verbraucht wir, sind Hafer- oder Haselnussmilch nachhaltiger. Viele Müesli bestehen aus Hafer und anderen Getreide- und Nusssorten, deshalb passen Hafer-, Mandel- oder Haselnussmilch am besten zum Frühstücksklassiker.

Milchalternativen im Überblick

Mandelmilch: Mandelmilch wird aus Mandeln und Wasser hergestellt und ist inzwischen neben Sojamilch eine der gängigsten Alternativen zu Kuhmilch. Dieser Milchersatz ist besonders reich an ungesättigten Fettsäuren und dadurch gut verträglich. Dafür ist der Gehalt an Kalzium vergleichsweise gering. Kalzium brauchen wir für den Knochenaufbau und die Festigkeit von Knochen und Zähnen in unserem Körper.

Besonderheiten: Die Produktion von Mandelmilch ist nicht besonders nachhaltig. Die Milch wird meist aus den USA exportiert, Monokulturen Bedrohen die Bienen und der Anbau erfordert viel Wasser, da das Anbaugebiet Kalifornien sehr trocken ist. Wer ökologisch leben möchte, sollte Mandelmilch daher nicht literweise trinken.

Preis: Rund 3 Franken pro Liter.

2 Sojamilch: Sie ist längst zum Klassiker unter den Alternativen zu Kuhmilch avanciert. Kein Wunder: der hohe Eiweissgehalt bei vergleichsweise wenig Fett machen Sojamilch zu einem gesunden Milchersatz. Umstritten ist lediglich die Wirkung der enthaltenen Isoflavone, die gesundheitsschädlich oder gar krebserregend sein könnten. Experten raten vor allem Kleinkindern und Säuglingen vom Verzehr von Soja ab.

Besonderheiten: In Puncto Nachhaltigkeit ist Sojamilch als Milchersatz zu Unrecht umstritten. Dass für den Anbau von Soja als Milchersatz Regenwald gerodet wird, stimmt nicht. Das Soja, aus dem Sojamilch, Tofu und mehr hergestellt werden, stammt meist aus Frankreich, Italien und den USA. Regenwälder müssen grossen Sojaplantagen weichen, die für die Futterversorgung der Nutztiere benötigt werden.

Preis: Rund 2 Franken pro Liter.

3 Kokosmilch: Dieser Milchersatz wird aus gepressten Kokosraspeln gewonnen und hat den Ruf, besonders fetthaltig zu sein; dabei liegt sein Fettgehalt je nach Sorte unterhalb dem von Rahm. Zudem handelt es sich bei den enthaltenen Fetten um gut verträgliche, ungesättigte Fettsäuren. Die Ökobilanz jedoch ist nicht sehr gut: Von der Plantage bis zu uns im Regal wird viel CO₂ ausgestossen und es teilweise werden Regenwälder gerodet. Wir empfehlen deshalb, Bio-Kokosmilch aus kontrolliertem Anbau.

Preis: Rund 7 Franken pro Liter.

4 Reismilch: Reismilch ist eine Getreidemilch, die einen hohen Kaloriengehalt hat, dafür aber nur wenig Nährstoffe besitzt. Sie ist laktosefrei, milcheiweissfrei und glutenfrei und bietet sich so als Milchalternative bei typischen Unverträglichkeiten an.

Besonderheiten: Wegen der geringen Nährstoffwerte sollte Reismilch nicht als alleiniger Milchersatz verwendet werden. Vor allem Kinder brauchen eine zusätzliche, nahrhaftere Alternative.

Preis: Rund 2 Franken pro Liter.

5 Haselnussmilch: Der Milchersatz aus Haselnüssen und Wasser duftet so aromatisch wie eine feine Nussnougatcreme. Tatsächlich erinnert auch der Geschmack an den leckeren Brotaufstrich. Der hohe Gehalt an Kalzium, Mangan, Selen, Zink und Eisen dieses Milchersatzes ist ein Vorteil. Durch den hohen Gehalt an Kalorien ist Haselnussmilch jedoch nicht für Diäten geeignet.

Besonderheiten: Genau wie Mandelmilch lässt sich auch Haselnussmilch durch das Quellen von Haselnüssen in Wasser leicht selbst herstellen. Der Vorteil dabei ist, dass man selbst Einfluss auf den zugegebenen Zuckeranteil nehmen kann. Bei gekaufter Haselnussmilch muss jedoch im Vergleich zu anderen Milchalternativen tiefer ins Portemonnaie greifen.

Preis: Rund 5 Franken pro Liter.

6 Erbsenmilch: Erbsenmilch ist eine eher neue Alternative zur Kuhmilch und hat den Weg von den USA nun auch nach Europa und in die Schweiz gefunden. Erbsenmilch wird normalerweise aus gelben Erbsen hergestellt.

Besonderheiten: Gelbe Erbsen können auch in Europa angebaut werden, was Erbsenmilch zu einer nachhaltigen Alternative zu Kuhmilch macht. Zudem wird beim Anbau im Vergleich zu anderen Milchalternativen wie Mandelmilch viel weniger Wasser gebraucht.

Preis: Rund 4,50 Franken pro Liter

7 Hafermilch: Ohne Laktose, Milcheiweiss und Sojabestandteile ist dieser Milchersatz wohl einer der bekömmlichsten. Da Hafer jedoch meist mit denselben Maschinen wie Weizen geerntet wird, kann Hafermilch Gluten enthalten. Es gibt aber auch glutenfreie Hafermilchprodukte. Ihr Kaloriengehalt ist eher hoch. Hafermilch soll cholesterinsenkend wirken.

Besonderheiten: Hafermilch stammt in aller Regel aus regionalem Anbau – ein grosses Plus für diesen Milchersatz.

Preis: Rund 2 Franken pro Liter.

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