Bring it on, 2022!Was wir aus diesem Jahr lernen und mitnehmen

Manchmal bringen uns die schwierigsten Situationen die wertvollsten Einsichten. Redaktorin Solveig verrät, was wir von einem weiteren geschichtsträchtigen Jahr mitnehmen können.  

Femelle

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as Jahr neigt sich dem Ende zu. Es ist so viel passiert – global, gesellschaftlich und auch in uns selbst. Wir haben alle gemeinsam, aber auch jede und jeder für sich, eine kleine innere Reise vollzogen. Selten haben wir so viel über uns, die Menschen um uns herum und das Leben gelernt, wie die letzten zwei Jahre.

Wir können bestimmt auf Vieles verzichten, was sich in den vergangenen Monaten ereignet und verändert hat – aber es gibt doch auch die ein oder andere Einsicht, die wir auf unseren weiteren Weg mitnehmen möchten.

Hier sind sieben Punkte, die wir das Jahr gelernt haben und weiterhin beibehalten:

1 Natur tut gut!

In diesem Jahr kamen wir wieder in direkten Kontakt mit der Natur. Und wir möchten in Zukunft unbedingt mehr davon. Spaziergänge, Wanderungen und Sport ausserhalb der eigenen vier Wände schätzen wir heute mehr denn je. Auch in Zukunft wollen wir öfter wieder mit Mutter Natur connecten.

2 Es geht auch mit weniger Ablenkung

Es ist wunderschön, nicht immer mit so vielen äusseren Reizen konfrontiert zu sein. Nicht überall dabei sein zu müssen, das Fomo-Gefühl einfach auszublenden. Und in Zukunft wollen wir bescheidener mit Ablenkung umgehen.

3 Alleinsein darf gelernt sein

Zeit alleine zu verbringen – haben dieses Jahr Viele festgestellt – ist gar nicht so einfach. Aber tatsächlich ist es so, dass die zufriedensten und glücklichsten Menschen diejenigen sind, die gut Zeit alleine verbringen können und darin Ruhe finden. Falls wir noch nicht ganz an dem Punkt angekommen sind, wollen wir das im kommenden Jahr unbedingt lernen.

4 Auf die innere Stimme hören

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Wir haben gelernt, unsere eigenen Prioritäten zu setzen. (Bild: Unsplash)

Wer von euch kennt das Gefühl, immer allen gerecht werden zu wollen? Das ist ganz schön anstrengend, raubt Energie und ist auf Dauer ungesund. Dieses Jahr hat uns allen beigebracht, mehr auf uns selbst zu hören. Zu spüren, was guttut und entsprechend Prioritäten zu setzen. Das kommt gleich mit auf die Liste der Neujahrs-Vorsätze.

5 Mehr bewusste Bewegung

Das Home Office oder der direkte Weg ins Büro und wieder zurück nach Hause, hat unsere tägliche Bewegung eingeschränkt. Wir haben gemerkt, dass uns das gar nicht passt und wie sehr wir den Sport schätzen. Zahlreiche YouTube- und Fitnessanbieter haben ihr Angebot erhöht. Wir haben fleissig morgens, in der Mittagspause oder am Abend in den vier Wänden geschwitzt, fühlten uns gestärkt und schwelgten uns in den Emotionen der ausgelösten Glückshormone. Dieses bewusste Bewegen wollen wir unserem Körper auf jeden Fall weiterhin geben.

6 Die Gesundheit wertschätzen

Noch nie hatte Gesundheit einen so hohen Stellenwert, wie heute. Die eines jeden stand auf wackeligen Beinen und wir sorgen uns um unser Wohlergehen in einer Welt, die von Krankheit beherrscht zu werden scheint.

Dementsprechend achten wir mehr auf uns selbst. Auf einmal bemühen wir uns alle um unser starkes Immunsystem, impfen fleissig, trinken noch mehr Ingwer mit Zitronensaft und nehmen unsere Vitamine zu uns. Ein selbstverantwortlicher Ansatz, dem wir auch in Zukunft nachgehen werden.

7 Freizeitstress – nein danke!

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Unsere Terminkalender sind nicht mehr überfüllt. (Bild: Unsplash)

Wir erinnern uns mit leichtem Unverständnis daran, wie wir vor dem Lockdown jede Stunde, jeden Abend und jedes Wochenende verplant haben und von einem Abendessen, zur nächsten Veranstaltung und zum nächsten Töpferkurs rannten. Retroperspektiv betrachtet, ein ziemlicher Stress.

Im neuen Jahr wollen wir eine gewisse Kalenderhygiene beibehalten. Konkret heisst das, mehr Zeit für sich selbst und weniger Druck, irgendeinen Termin einhalten zu müssen.

Dankbarkeit, die bleibt

Das vergangene Jahr war sicherlich nicht das einfachste, aber es hat uns viel beigebracht. Am Ende des Tages bereichert es uns wenig, wenn wir uns in den Strudel des Negativen begeben, mit dem wir die letzten Monate konfrontiert wurden. Umso grösser die Freude, wenn wir in die Ferien gefahren sind, im Club die Sorgen vergessen durften und unsere Kollegen und Kolleginnen wieder life statt per Zoom sehen konnten. Auch wenn jetzt wieder alles wieder etwas schwieriger ist, wissen wir: «This too shall pass.» Deshalb orientieren wir uns lieber an den Lektionen, die unser Leben auf eine positive Art beeinflusst haben. Und das sind viele!

Mögen wir alle dieses verrückte Jahr in Frieden abschliessen und stärker denn je zuvor, bepackt mit einer grossen Ladung Vertrauen, Freude und Dankbarkeit ins frische 2022 starten!

Titelbild: jasmin chew, Pexels

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