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PlastikfreiMikroplastik erkennen und vermeiden

Mikroplastik sind Kunststoffteile, die kleiner als fünf Millimeter sind. Man findet sie unter anderem in Teebeuteln oder Kaugummi. Wir nennen dir die häufigsten Alltagsfallen sowie Tipps, um Plastik zu vermeiden.

Hättest du es gewusst? In den meisten Teebeuteln steckt Mikroplastik.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bei Mikroplastik handelt es sich um Kunststoffteilchen, die kleiner als 5 Millimeter sind und für den Verbraucher in einer Reihe von alltäglichen Dingen nicht erkennbar sind.
  • Mikroplastik ist unter anderem in Teebeuteln, Peelings und Tampons enthalten.
  • Mikroplastik gelangt durch z.B. Kleidung oder Waschmittel in den Wasserkreislauf. 
  • Wer Plastik vermeiden möchte, sollte auf folgende Bezeichnungen achten: Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyamid (PA) und Polyethylenterephtalat (PET).

Inhaltsverzeichnis

Plastik und Müll sind eine echte Gefahr für die Umwelt und die Natur. Teilweise brauchen Plastikprodukte bis zu hundert Jahre, um endgültig zu verrotten und so verschmutzt Mikroplastik bis dahin unsere Meere, Wälder und Städte.

Der Plastik-Plage sind sich immer mehr Menschen bewusst und versuchen so gut es geht, auf ein umweltverträgliches Alltagsverhalten zu achten. Ob Strohhalme, To-Go-Becher oder die gute alte Plastiktüte: Viele unnötige Plastikfallen sind bereits in Verruf geraten und werden nach und nach immer stärker durch umweltschonende Alternativen ersetzt. 

Was ist Mikroplastik überhaupt?

Bei Mikroplastik handelt es sich um Kunststoffteilchen, die kleiner als fünf Millimeter sind und für den Verbraucher nicht erkennbar in einer Reihe von alltäglichen Dingen stecken. Vermutungen zufolge ist dieses Mikroplastik die grösste aller Plastik-Gefahren für die Umwelt.

Denn anders als bei offensichtlichem Plastikmüll, kommt eine umweltgerechte Entsorgung hierfür gar nicht in Frage. Mikroplastik wird nämlich entweder überhaupt nicht vom Konsumenten wahrgenommen oder gelangt wegen der kleinen Teile auf anderem Wege (Auswaschen oder Abrieb) in die Umwelt.

Wo ist Mikroplastik enthalten?

Mikroplastik ist in verschiedensten Produkten enthalten. Wir haben die  5 tückischsten für dich aufgedeckt:

Kaugummi

Wer hätte gedacht, dass Kaugummi zu einem grossen Teil aus weichgemachtem Plastik bestehen? Zwar gelten die Gummis nicht offiziell als toxische Gefahrenquelle. Dennoch weisen Studien immer höhere Abbauprodukte künstlicher Weichmacher in unseren Organen nach. Gänzlich abstreiten, dass diese Rückstände auch von Kaugummi kommen, kann man nicht. Ebenfalls ein Problem des Plastikanteils in Kaugummis: Die Produkte sind nicht biologisch abbaubar, werden immer noch wahllos in der Gegend ausgespuckt.

Unser Tipp: Vegane Kaugummis, die extra als plastikfrei ausgewiesen sind, erweisen sich als eine gute Alternative und schmecken besonders lecker.

Teebeutel

Wir kochen uns fast täglich Tee. Was die Meisten nicht wissen: Der Teebeutel ist in vielen Fällen mit Mikroplastik versetzt und kann unser Teewasser ebenfalls mit diesen schädlichen Stoffen anreichen.

Bessere Idee: Wer losen Tee und ein Teesieb verwendet, kann sicher sein, dass er in keine Plastikfalle tappt. Oder aber man verwendet spezielle Bio-Teebeutel, die extra als «kompostierbar» ausgewiesen sind.

Peelings

Die Peelings aus der Drogerie tun unserer Haut gut. Unserer Umwelt hingegen oft nicht. Peelings mit mechanischem Schleifgranulat basieren in vielen Fällen immer noch auf Kunststoffbasis. Ein Blick in die Liste der Inhaltsstoffe gibt in der Regel schnell Auskunft drüber, wie künstlich das Produkt ist.

Wer eine Alternative sucht, findet diese ganz einfach in der Küche: Mische grobes Meersalz mit Olivenöl im Verhältnis 2:1 und schon hast du ein rein biologisches und kostengünstiges Peeling. Eine andere Möglichkeit ist ein Peeling aus verbrauchtem Kaffeesatz – so entsteht kein zusätzlicher Müll. 

Tampons und Binden

Hättest du gedacht, dass Hygieneartikel wie Binden und Tampons zu fast 90 Prozent aus Plastik bestehen? Selbst wenn ein Tampon einen hohen Baumwollanteil aufweist, der Faden und die Verpackung sind meist aus Plastik.

Wer nach einer plastikfreien Alternative sucht, sieht sich im Bio-Markt um oder schaut auf die Inhaltsstoffe. Inzwischen gibt es gute Hygieneprodukte, die komplett auf Kunststoff verzichten. Oder du versuchst es mal mit einer wiederverwendbaren Menstruationstasse – auch das ist eine nachhaltige Alternative.

Anti-Haft-Beschichtungen (Backpapier, Töpfe)

Natürlich ist es praktisch, wenn in der Küche nichts mehr anbrennt. Aber ist es auch umweltfreundlich? Leider nein. Die meisten Anti-Haft-Beschichtungen unserer Töpfe und Pfannen, aber auch Backfolien und Backpapier bestehen aus einer feinen Kunststoffschicht – auf diese Produkte solltest du wenn möglich verzichten.

Wie du diese Plastikfalle umgehen kannst? Ganz einfach, indem du Backbleche mit Butter einpinselst und anschliessend mit Mehl bestäubst – so kann nichts mehr anhaften. Um beim Kochen gilt: Pfannen und Töpfe aus Gusseisen sind die umweltfreundlichere Wahl.

Wie gefährlich ist Mikroplastik?

Mikroplastik gilt als einer der grössten Gefahren für die Umwelt. Zum Beispiel gelangt Mikroplastik beim Waschen durch manche Waschmittel oder Teile unserer Kleidung in den allgemeinen Wasserkreislauf. 

Ein anderes Beispiel: Mikroplastik, das durch Abrieb (z.B. von Turnschuhen, Autoreifen, speziellen Bodenbelägen auf Sport- und Spielplätzen) auf die Strassen, und in die Luft gelangt, wird von Bienen aufgenommen, welche wiederum Honig erzeugen. Spuren von Plastik kann in Honig nachgewiesen werden – und das ist weder gut für die Bienen, noch für uns.

Ob und inwiefern Mikroplastik auch für den Menschen schädlich ist, ist bisher leider noch ungeklärt. Die Forschung steht noch ganz am Anfang und daher sind auch Resultate erst in ein paar Jahren zu erwarten.

Warum ist Mikroplastik ein Problem?

Früher oder später landet das kleine Plastik in den Weltmeeren. Hier wird es dann von Algen und Meerestieren gefressen. Mehr als 10 Millionen Tonnen Plastik gelangen jährlich in die Ozeane und Kosten viele Meerestiere das Leben.

Wie wirkt sich Mikroplastik auf unseren Körper aus?

Wissenschaftler konnten mittlerweile zweifelsfrei Mikroplastik im Stuhlgang nachweisen. Doch wie bereits erwähnt, sind weitere Studien abzuwarten, um sagen zu können, inwiefern sich der Mikroplastik auf den Körper auswirkt.

Wie kann ich Plastik reduzieren?

Wer Plastik auch in seiner kleinsten Form reduzieren will, muss aufpassen. Idealerweise liest man die Inhaltsangaben sämtlicher Produkte, die man im Alltag verwendet. Die Bezeichnungen Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyamid (PA) und Polyethylenterephtalat (PET) stehen für Kunststoffe. 

Generell gilt: Es ist vielleicht nicht immer einfach, (Mikro-)Plastik im Alltag zu vermeiden. Aber es ist möglich. Je genauer du hinschaust, umso mehr Plastikfallen wirst du erkennen. Und umso grösser wird dein Beitrag zum Umweltschutz. Ausserdem kannst du vielleicht mal in einem Unverpackt-Laden einkaufen gehen – damit sparst du nicht nur Plastik, sondern es macht auch Spass. 

Titelbild: Getty Images

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