Pixel

Five EssentialsDiese ätherischen Öle helfen der Haut

Ätherische Öle sind Power-Pakete für Body & Mind. Wir verraten, welche Rolle sie in der Beauty spielen, wie man sie sicher anwendet und welche Öle einen echten Mehrwert bieten. 

Ätherisches Öl auf Rosen gebettet

D

ie Natur meint es gut mit uns. Ihre kostbaren Ressourcen haben es längst in unser Badezimmer geschafft. Einen besonderen Platz verdienen dabei ätherische Öle, denn die hoch konzentrierten, flüchtigen Pflanzenextrakte sind in vielen herkömmlichen Beautyprodukten enthalten.

Ob beim Kampf gegen freie Radikale, bei der Versorgung mit Vitaminen oder der Beruhigung von Irritationen – die Anwendung ätherischer Öle in der Kosmetikindustrie ist breit. Tausende der kostbaren Tröpfchen gibt es. Wir stellen euch fünf davon vor, die in der Skincare eine zentrale Rolle spielen.

Da es sich bei ätherischen Ölen um Stoffe handelt, die unverdünnt zu Hautproblemen führen können, ist die Auseinandersetzung mit einzelnen Essenzen die Basis für eine gesunde Beauty-Routine. Achtet also darauf, dass ihr ätherische Öle in kleinen Mengen und nur in Verbindung mit einem Träger wie Jojoba-, Kokosnuss- oder Arganöl verwendet. Bei einer Anwendung im Gesicht sollte die Verdünnungskonzentration von 0,5 Prozent nicht überschritten werden. Bei der Körperpflege richtet man sich je nach Öl nach einem Verdünnungswert von 1 Prozent. Wichtig ist dabei, dass nur gut verträgliche Öle verwendet werden und die Dosierung an einer Hautstelle getestet wird.

Rose: Die Königin

Rosenstrauch

Ein delikater Rohstoff: Die Rose.

Als eine der ältesten kultivierten Blumen gilt die Rose als ultimatives Symbol floraler Schönheit. Sie steht für Eleganz, Liebe und Sinnlichkeit. So exklusiv wie die Pflanze selbst ist auch ihr Öl. Es wird aus den Blütenblättern gewonnen. Für diesen Prozess ist eine grosse Menge des delikaten Rohstoffs nötig, weshalb Rosenöl zu den kostspieligeren ätherischen Ölen zählt. Rosenöl gilt als stresslösend, anregend sowie antifungizid und antibakteriell. Wenige Tropfen, vermengt mit einem Trägeröl, können auf die Haut aufgetragen oder als Badezusatz ins warme Wasser gegeben werden. Rosenöl sollte nie ohne einen solchen Träger verwendet werden. Allergische Reaktionen könnten die Folge sein.

Teebaum: Der Klassiker

Teebaum

Das Öl wird aus den Blättern von Sträuchen der Teebaum-Gattung gewonnen

Teebaumöl gilt als effiziente Waffe gegen unterschiedliche Beauty-Wehwehchen. Mit seinen durchblutungsfördernden, antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften wird es beispielsweise zur Kopfhautpflege oder gegen Hautunreinheiten eingesetzt. Dazu das naturreine Öl (das keine Zusatzstoffe enthalten sollte) in geringen Mengen in eine milde Haar- oder Gesichtspflege mischen. Teebaumöl am besten nur punktuell anwenden, da es austrocknend wirkt. Immer wieder liest man, dass die Essenz auch direkt auf Pickel aufgetragen werden kann. Doch eine unverdünnte Anwendung kann zu schweren Hautreizungen führen. 

Weihrauch: Der Weise

Femelle Logo

Eine Flasche Weihrauchöl neben Weihrauchharz

In der chinesischen und ayurvedischen Medizin spielt Weihrauch schon lange eine bedeutende Rolle. Das Öl des Weihrauchbaums gilt als antientzündlich und antibakteriell. Stark verdünnt mit warmem Wasser kann es beispielsweise zur Gesichtsreinigung eingesetzt werden. Dabei die Augenpartie grosszügig aussparen. Am besten testet ihr die Tinktur auch hier vorgängig an einer Stelle im Gesicht. In Verbindung mit Kokosnuss- oder Arganöl wird Weihrauch zu einem belebenden Massagemittel für müde Füsse.

Rosmarin: Der Allrounder

Rosmarinöl

Schon der Duft regt an: Rosmarin fördert die Konzentration.

Das mediterrane Kraut ist nicht nur in der Küche gern gesehen, sondern hat auch in Sachen Beauty und Pflege einiges zu bieten. Das hoch konzentrierte Öl kann gut verdünnt gegen eine verminderte Durchblutung eingesetzt werden – als Boost für die Haut. Schon der Duft regt an. Er fördert die Konzentration und Gehirnleistung. In der Beauty verwenden wir es am liebsten zur Kopfhautmassage. Wenige Tropfen vermengt mit einem Träger wie Arganöl in die Haut einmassieren, anschliessend gründlich ausspülen.

Karottensamen: Die Bodenständigen

Karottensamenöl

Fördert die Wundheilung: Karottensamenöl.

Zugegeben, nicht unbedingt das, was man sich unter einem edlen ätherischen Öl vorstellt. Doch Karottensamen bieten in der Beauty gleich mehrere Vorteile: Das sanfte Öl unterstützt die Wundheilung, verhält sich antifungizid und ist auch für besonders empfindliche Haut geeignet. Die pflegenden Eigenschaften sollten aber auch hier nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Öl verdünnt auf die Haut aufgetragen werden muss. Wenige Tropfen mit einem Träger wie Jojobaöl vermengen und gereizte Partien damit pflegen.  

Ätherische Öle sollten nur in Spezialgeschäften wie Apotheken oder Reformhäusern gekauft werden, um etwaige Fragen klären und sich Dosierempfehlung geben lassen zu können – denn die Bedürfnisse jeder Haut sind individuell.

Julia und Kollegin Anna von becauseitsgood

Julia und Anna

Julia Heim ist Co-Gründerin des Brands becauseitsgood. Mit ihrer Geschäftspartnerin Anna Anghelescu entwickelt sie Produkte mit natürlicher Pflanzen-Power, die tierversuchsfrei in der Schweiz produziert werden. Auf femelle konzentriert sie sich auf Wellness, Pflege und Self-care – Themen, die bei becauseitsgood eine zentrale Rolle spielen.

Titelbild: Pexels, Artikelbilder: Getty Images

Mehr in Beauty