Pixel

METABOLIC BALANCEWas du über die Stoffwechseldiät wissen musst

Diät genau kalkuliert: Unser Blut liefert die Daten. Ein Computer errechnet daraus die Formel, wie wir schnell abnehmen. Metabolic Balance klingt wie eine Diät in einem Science Fiction Movie. Zurecht, den vieles ist eher Fantasie als Fakt.

Die Ernährungsvision Metabolic Balance

Metabolic Balance ist ein Stoffwechselprogramm zum Abnehmen. Doch einfach selber ausprobieren kann man diese Stoffwechsel-Diät nicht.

Herzstück der Metabolic Balance Diät ist ein Computerprogramm, das der Ernährungsmediziner Dr. med. Wolf Funfack mit einer Ingenieurin für Ernährungstechnik entwickelt hat. Nach einem Bluttest wird der jeweilige «Nahrungstyp» ermittelt und ein massgeschneiderter Ernährungsplan per System ausgespuckt.

Obwohl die Methode wissenschaftlich nicht erwiesen ist, boomt das Konzept auf dem Markt. Eigenen Angaben zufolge hat die Firma Ihre Lizenzen in mehr als 30 Ländern verkauft, 3500 Betreuer ausgebildet und diverse Kochbuch-Bestseller herausgebracht.

Laut der Metabolic Balance GmbH soll in erster Linie, der Stoffwechsel in Gang kommen, damit alle Körperfunktionen harmonisch ablaufen. Das wirke sich günstig auf Migräne aus, beseitige verschiedene Allergien und bringe den Hormonhaushalt in Ordnung. Dass man dabei abnehme, sei angeblich nur der angenehme «Nebeneffekt».

Das verspricht die Metabolic Balance Diät:

  • besseres Nahrungsbewusstsein
  • dauerhaft weniger Gewicht
  • Verbesserung des Herz-Kreislaufsystems
  • ausgeglichener Stoffwechsel
  • verbesserte Funktion von Leber, Galle, Niere und Blase
  • ausgeglichener Hormonhaushalt
  • gesunde Haut
  • besserer Schlaf
  • Gesundheit und Vitalität

Die vier Phasen der Metabolic Balance Diät:

Zweitägige Vorbereitungsphase:

In einem Beratungsgespräch misst der «Metabolic-Balance-Coach» das Gewicht und den Körperfettanteil und fragt nach Ernährungsgewohnheiten. Daraufhin wird Blut genommen.

Anhand der Blutanalyse errechnet der Metabolic-Balance-Computer 36 Laborparameter und erstellt einen darauf abgestimmten Ernährungsplan.

Zweiwöchige strenge Phase

Der Computer hat seine Angaben zwar auf den Kunden abgestimmt, eines bleibt jedoch für alle gleich: Drei Mahlzeiten am Tag, wobei die Tagesration von 1000 Kalorien nicht überschritten werden darf.

Zwischen den genau portionierten Mahlzeiten sollten jeweils fünf Stunden liegen, nach 21 Uhr darf nicht mehr gegessen werden.

In der zweiwöchigen strengen Phase muss ganz auf Kohlenhydrate wie Kartoffeln, Pasta, Zucker oder Fett verzichtet werden. Die Nahrung konzentriert sich auf Fisch, Geflügel, Obst und Gemüse. Ein Apfel pro Tag ist Pflicht.

Zusätzlich wird in der Regel ein leichtes Abführmittel zur Darmentleerung verabreicht.

Gelockerte Umstellungsphase

Die empfohlenen Portionen bleiben gleich, aber es darf sich schrittweise auch an andere Nahrungsmittel herangetastet werden.

Erhaltungsphase

In dieser Phase darf wieder fast alles gegessen werden. Doch aufgrund der vorangegangenen Phasen hat man nun gelernt, wieder in Einklang mit dem Körper zu essen – so die Philosophie des Unternehmens.

Metabolic Balance Kosten

Die Preise liegen bei einer Einzelbetreuung zwischen 590 und 790 CHF und hängen davon ab, wie viel Gewicht man abnehmen möchte.

Die 80 bis 200 Franken für den Bluttest und die Blutuntersuchung sind jedoch nicht im Preis enthalten. 

Metabolic Balance Erfahrungen

Laut einer Studienstichprobe des Hochrhein-Instituts für Rehabilitationsforschung haben fast zwei Drittel der Probanden nach 12 Monaten Metabolic Balance mindestens 5 Prozent Gewicht verloren.

Ernährungswissenschaftler betonen jedoch, dass die Gewichtabnahme in diesem Fall lediglich auf die geringe Kalorienzufuhr zurückzuführen ist.

Doch auch wenn Metabolic Balance aus ernährungsmedizinischer Sicht wohl reiner Hokuspokus ist, velassen sich überzeugte Anhänger lieber auf einen individuell berechneten Ernährungsplan, als an allgemeine Ratschläge.

Metabolic Balance hilft also beim Abnehmen. Das jedoch mehr aus psychologischer als medizinischer Sicht. Wissenschaftlich erwiesen ist die Methode nämlich nicht.

Weitere Artikel